Eigentumswohnung im Alter kaufen: Für wen es sinnvoll ist und für wen nicht

Sie haben sich nie den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllt und nun ist es zu spät um zu bauen? Dann wäre unter Umständen eine Eigentumswohnung das Richtige für Sie.

Eigentumswohnung im Alter
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Wer träumt in jungen Jahren nicht davon: einmal heiraten, Kinder bekommen und ein eigenes Haus bauen. Man nennt sie jedoch nicht umsonst Träume, denn einige davon gehen aus verschiedenen Gründen manchmal einfach nicht in Erfüllung. Allem voran der Traum vom eigenen Haus. Doch was, wenn im Alter endlich das Geld dafür da ist? Ist es dann noch sinnvoll ein Haus zu kaufen oder zu bauen? Eher nicht, denn wer braucht schon ein ganzes Haus, wenn die Kinder schon längst ausgezogen sind? Eher in Frage kommt deshalb eine Eigentumswohnung. Doch selbst die Entscheidung dafür sollte wohl überlegt sein. Denn nicht für jeden ist das eine sinnvolle Angelegenheit.

Vorteile und Nachteile einer Eigentumswohnung im Alter

+ Vorteile:

Die Vorteile einer Eigentumswohnung liegen natürlich klar auf der Hand: Sie müssen keine Miete bezahlen, können die Wohnung so gestalten wie Sie es möchten und vermieten, sind nicht abhängig von einem Vermieter und schaffen mit dem Kauf eine sichere Altersvorsorge.

– Nachteile:

Mit dem letzten Punkt wären wir aber auch schon bei den Nachteilen. Was ist schließlich, wenn man schon 50+ ist? Jetzt erst an das Alter zu denken, ist natürlich schon etwas spät. Sie werden jetzt eigentlich nur noch damit beschäftigt sein die Eigentumswohnung abzubezahlen. Sie möchten doch im Alter sicherlich noch mal etwas erleben und reisen, oder? Das ist mit einer so teuren „Anschaffung“ meist natürlich nicht mehr problemlos möglich.

Außerdem: Eigentumswohnungen, die für das Alter geeignet sind, sind nur schwer zu finden. Des Weiteren ist eine Eigentumswohnung nur etwas für Menschen, die nicht mehr umziehen möchten. Wird nämlich ein Umzug notwendig, muss erst einmal ein Käufer für die Wohnung gefunden werden. Meist muss man hier sogar von den eigenen Preisvorstellungen abweichen, wenn sich die Wohnung nicht verkaufen lässt. Ein weiterer großer Nachteil: Als Wohnungseigentümer müssen Sie selbst handeln, wenn bauliche Mängel und Reparaturen auftreten oder Renovierungs- und Wartungsarbeiten durchgeführt werden müssen. Und das kann teuer werden! Wollen Sie sich im Alter wirklich noch um so etwas kümmern müssen?

Für wen ist also eine Eigentumswohnung im Alter sinnvoll?

Wirklich sinnvoll ist eine Eigentumswohnung ab 50+ eigentlich nur für diejenigen, die sie schnell und vielleicht sogar ohne Kreditaufnahme abbezahlen können. Dann müssen Sie nur noch für die Betriebskosten aufkommen. Und das ist toll, denn müssen Sie keine Miete bezahlen, haben Sie so etwas wie eine Zusatzrente. Außerdem: eine abbezahlte Eigentumswohnung ist natürlich gut vererbbar. Für Kinder oder Enkelkinder ist es natürlich prima, wenn sie eine schuldenfreie Wohnung erben, für die sie keine Miete bezahlen müssen.

Am besten liegt die Eigentumswohnung dann natürlich noch in einem seniorengerechten Haus mit einem Fahrstuhl und breiten Türen. Außerdem muss natürlich die Lage stimmen. Sprich also es sollten Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Apotheken und Haltestellen von öffentlichen Verkehrsmitteln in der Nähe sein. So eine Wohnung zu finden, ist natürlich gar nicht so einfach. Immobilienportale wie z.B. Wunschimmo.de bieten deshalb einen besonderen Service an: Über einen Suchauftrag können Sie sich per E-Mail über Immobilien informieren lassen, die für Sie in Frage kommen. So müssen Sie sich nicht jeden Tag selbst auf die Suche begeben. Das Beste: dieser Service ist kostenlos.

Immer an die Vorsorge für das Alter denken

Entscheiden Sie sich nicht für eine Eigentumswohnung, wenn Sie die Kosten dafür nur gerade so tragen können. Denn ist das Geld zu knapp kalkuliert, kann es später zu Problemen kommen. Nämlich dann, wenn es zu unerwarteten Aufwendungen kommt. Zum Beispiel etwa für die Instandhaltung der Wohnung, für medizinische Behandlungen oder für eine Pflegekraft. Möchten Sie bis zum Schluss in Ihrer Eigentumswohnung wohnen bleiben, dann müssen Sie für diese Fälle genügend Geld zurücklegen können. In diesem Fall ist es sinnvoll, sich über die so genannte Leibrente Gedanken zu machen. Die funktioniert so:

Sie verkaufen Ihre Eigentumswohnung und bekommen dann im Gegenzug dafür ein lebenslanges Wohnrecht sowie eine monatliche Leibrente. Das mietfreie Wohnrecht und die monatlichen Leibrentenzahlungen werden natürlich notariell verankert und im Grundbuch eingetragen. So können Sie bis zum Schluss in Ihrer Wohnung wohnen bleiben und haben nebenbei auch noch genügend Geld, um beispielsweise eine Pflegekraft zu bezahlen. Mehr Informationen darüber erhalten Sie unter Deutsche-Leibrenten.de.

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