Eine Afrika-Reise einmal anders: „As Friends to Kenya“ Nachhaltigkeit erleben mit dem Mit-Reiseprojekt

„Ich bin mit dieser Reise an meinem persönlichen Ziel angekommen. Ich habe nicht nur einen touristischen Blick aus der Ferne erhascht, sondern die Luokultur kennengelernt, Alltag erlebt und ein unheimlich tolles Miteinander erfahren“, so die 64jährige Susanne Ebeling aus Thüringen als sie von ihrer 17-tägigen Kenia-Reise zurückkehrt.

Mit dem Mit-Reiseprojekt des Fuldaer Vereins „Lebendige Kommunikation“ e.V. machte sie sich auf den Weg nach Afrika und lebte zu Gast in einer kenianischen Familie –begleitet von einer afrika-erfahrenen Mitarbeiterin und mit 10 weiteren „Friends“ im Alter zwischen 50 und 70.

Begegnung von Mensch zu Mensch

Eimer tragen in Kenia“Wir waren alle von der Herzlichkeit und dem ehrlichen Willkommen in der Frauengruppe überwältigt“, schwärmt Susanne Ebeling vier Monate nach der Reise.

Sie hat die Einladung kenianischer Frauen angenommen und ist mit dem Mit-Reiseprojekt in das Leben ihrer Gastgeberinnen eingetaucht: Sie lernte ihren Lebensalltag kennen, u.a. beim gemeinsamen Wasserholen, der Feldarbeit, beim Kochen oder Singen und Tanzen und schlief in einem typisch kenianischen Lehmhome. Doch am meisten bewegt hat sie die Herzlichkeit ihrer Gastgeberinnen, die sie in den vielfältigen Begegnungen täglich erlebt hat. So konnte wahr werden, was sie sich von dieser Reise gewünscht hatte, nämlich „die Menschen im fernen Afrika tatsächlich in ihrem Alltag, in ihrem Lebensraum und in ihrer Kultur hautnah zu erleben. Die Möglichkeit Kummer, Sorgen und Freuden der Menschen, sowie den Alltag durchleben zu dürfen“. Eine, wie sie mit Blick auf die Reise feststellt, „durchaus nicht alltägliche Herausforderung mit vielen emotionalen Eindrücken.“

Gemeinsamkeiten erfahren, die verbinden

Eine Reise jenseits touristischer Pfade, direkt zur kenianischen Familie kann dazu führen, das Leben afrikanischer Menschen aus einer neuen Sicht wahrzunehmen und ein tieferes Verständnis einer so fremdartig geglaubten Kultur zu erlangen. Eine Erfahrung, die für Menschen in der Mitte des Lebens ganz besonders bereichernd sein kann.

„Anfangs“, so beschreibt Susanne Ebeling, „hat mich der Anblick der vielen Kinder in unserem Dorf traurig gestimmt. Zerrissene Kleider, leben in Hütten, in denen am offenen Feuer gekocht wird, das hat meinen Kopf sehr stark beschäftigt. Nach ein paar Tagen konnte ich besser damit umgehen, weil ich jetzt auch sah, dass alle Kinder gut in ihren Großfamilien leben, alle sich satt essen können. Sie sind glücklich auch ohne Kuscheltiere und Gute Nacht Geschichten.“

Und die anderen „friends“ ihrer Reisegruppe bestätigen: „Je tiefer wir Einblick in die Wünsche und Lebensanschauungen unserer kenianischen Freundinnen und ihrer Familien erhalten durften, desto mehr verbindende Gemeinsamkeiten stellten wir fest. Besonders als eine der Frauen meinte ‚Wichtig ist mir vor allem, dass ich ein selbstbestimmtes Leben führen kann, bemerkten wir, dass, auch wenn unsere kulturellen Gepflogenheiten sehr verschieden sind, uns viele ähnliche Vorstellungen einen.“

Nachhaltig reisen und Gutes bewirken

Das Mit-Reiseprojekt „As Friends to Kenya“ wirkt über die Dauer der Reise hinaus: Unsere Kooperationspartnerinnen und Gastgeberinnen erwirtschaften sich durch das Mit-Reiseprojekt ein Einkommen, mit dem sie, unterstützt von LebKom e.V., nachhaltige Projekte aufbauen und weiterentwickeln. Ein Beispiel ist die Gesundheitsstation, die Susanne Ebeling und ihre Reisegruppe besucht haben: “Unter welch‘ schwierigen Bedingungen die gut ausgebildeten Krankenschwestern und Hebammen ihre tägliche Arbeit verrichten, hat mich sehr beeindruckt. Die Landbevölkerung ist glücklich, diese medizinische Versorgung in relativer Nähe und kostenfrei zu bekommen.“

Die „Friends“ aus Deutschland wiederum nehmen aus dem Leben in der kenianischen Familie nicht nur ein tieferes Verständnis für eine andere Kultur mit nach Hause, sondern Erfahrungen, die auf wohltuende Weise noch lange nachwirken. „Für mich war es eine völlig neue Erfahrung, als Fremde in einer anderen Kultur so aufgenommen zu werden. Wie sie uns so in ihre Arme und ihre Mitte nehmen, hatte ich mir zwar erhofft, aber niemals erwartet“, resümiert Susanne Ebeling.

Leben mitten in kenianischer Natur

Elefanten in KeniaMit der Begegnungsreise tauchen die „Friends“ in ein Leben mitten in der Natur ein. Unsere Gastgeberinnen leben in der Nähe des Viktoriasees, fast 2.000 m hoch. „Kenia ist so grün, so fruchtbar, nicht arm, wie ich es mir vorgestellt habe“, so eine Mit-Reisende aus der Reisegruppe der Thüringerin als ihr Blick weit über grünes Land und rote Erde schweift und sie die warme, erdige Luft in tiefen Zügen einatmet. Und spätestens beim gemeinsamen Besuch mit den Gastgeberinnen in einen Nationalpark, beim Picknick am idyllisch gelegenen Viktoriasee , dem Genuss sonnengereifter Früchte, geerntet auf dem Feld hinter dem Haus, oder beim Spaziergang auf dem Äquator rückt die westliche Welt in den Hintergrund und kann sich Erholung pur einstellen.

Infos und Kontakt: Unsere Gastgeberinnen freuen sich auf eine generationen-übergreifende Gruppe (Einzelreisende Frauen, Paare und Familien) von max. 12 Personen. Ein zwei-tägiges Seminar bereitet die mit-reisenden „Friends“ auf die innovative Projektreise vor.
Reisetermine für 2016: 07.10 – 23.10. und 04.11. -20.11.
Reisetermine 2017: 07.04. – 23.04 und 20.10. – 05.11.
Kosten: € 2.340,-
Mehr Infos: www.mit-reiseprojekt-kenia.de und 0661 – 64125.

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