Rentner aus Wiesbaden verblüfft Schweizer Justiz

Warum ein Rentner aus Wiesbaden im Schweizer Altenheim statt im Knast landete und dadurch auch noch Geld sparte.

Eigentlich sollte es nur ein ganz normaler Besuch bei seiner Tochter werden, den Rentner Karlheinz Porsch aus Wiesbaden im Herbst 2011 plante. Wie schon so oft, fuhr er dazu mit seinem Auto in die Schweiz, nur dieses Mal wohl etwas zu schnell. Blitz!

Gemerkt hat er dies selbst nicht und war darum äußerst überrascht, als nur kurze Zeit später ein Anhörungsbogen ins Haus flatterte. Weil er diesen mit den Worten „ich kann mich an nichts erinnern“ zurückschickte, holte die Schweizer Justiz zum Gegenschlag aus:

Strafbefehl in Höhe von 430 Schweizer Franken (rund 360 Euro)

Viel Geld für einen Rentner, das Porsch nicht zahlen wollte. Wie gut wenn man hin und wieder das Kleingedruckte liest, denn dort stand die Alternative:

3 Tage Freiheitsstrafe

Zeit hat man ja als Rentner genug, also entschloss sich der humorvolle Rentner in den Knast zu gehen. Als er das der Schweizer Staatsanwaltschaft mitteilte, war die doch recht verblüfft. Leider konnte sie dem Rentner diesen Wunsch nicht erfüllen, Grund:

Überfüllung der Gefängnisse im Kanton Appenzell

Und was nun? Abarbeiten der Strafe käme auch noch in Frage. Angenommen. Und so landete der Wiesbadener Rentner in einem Altenheim und bekam prompt die passende Arbeitskleidung: gestreift!

Das Ende vom Lied – Ein Gewinn für Alle

Rentner Porsch hat Geld gespart, die Küche des Altenheims ist blitzeblank geputzt und die Schweizer Justiz wird vielleicht beim nächsten Gebührenbescheid nach Deutschland vorher ihre Gefängniskapazitäten prüfen müssen.

Und die Moral von der Geschicht, unterschätze deutsche Rentner nicht!

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Beitragsbild: © S. Engels – Fotolia.com

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