Vom Reihenhaus in die Oldie-WG – 3 Alternativen zum Pflegeheim

Für Menschen, die sich allein nicht mehr versorgen können, ist ein Umzug ins Pflegeheim sicher die beste Lösung. Für alle anderen gibt es Alternativen.

Pflegeheim Alternativen
Immer beliebter: mehrere Generationen unter einem Dach
Die Gründe, warum Menschen im Alter umziehen müssen, sind so unterschiedlich, wie die Menschen selbst. Manchmal ist die Wohnung oder das Haus einfach zu groß, um es im Alter zu bewirtschaften. Räume, in denen früher die Kinder wohnten, stehen nun leer und man fühlt sich allein in der Wohnung nicht mehr wohl.

Vielleicht ist die Wohnung aber auch aus finanziellen Gründen nicht mehr haltbar, was häufig nach dem Tod des Partners der Fall ist. Möglicherweise ist die Wohnung aber auch ungeeignet für ältere Menschen mit eingeschränkter Mobilität und nun steht eine wichtige Entscheidung an: umziehen oder altersgerecht umbauen lassen? Die geeignete Wohnform hängt nicht nur von den finanziellen Rahmenbedingungen ab, sondern auch von der eigenen Persönlichkeit.

Möglichkeit 1 – Senioren WG

Für viele Senioren ist ein Altersheim keine Option. Zum einen sind es die enorm hohen Kosten, die bei einem Umzug ins Altersheim auf einen zukommen, zum anderen ist es der gefürchtete Schritt die eigene Unabhängigkeit zu verlieren. Dann doch lieber eine Wohngemeinschaft mit anderen Senioren, in der man gegenseitig aufeinander aufpasst, sich Gesellschaft leistet und auch gemeinsam durch schwierige Zeiten gehen kann. Nicht nur für Studenten sind solche Arrangements von Vorteil.

Das größte Problem für alleinstehende ältere Menschen ist die Alterseinsamkeit. Jahrelang hat man sein Leben mit seinem Partner oder mit seiner Partnerin geteilt und nun ist diese vertraute Person nicht mehr da. In Senioren-WGs ist für menschlichen Kontakt immer gesorgt und auch die Privatsphäre kommt dank eigenem Zimmer nicht zu kurz. Auch das gemeinsame Kochen ist ein Vorteil, der sich in einer Senioren WG ergibt. Es macht Spaß und man teilt sich die Arbeit. Im Notfall ist immer jemand da! Nachteil: Tolerant gegenüber anderer Leute Macken sollte man schon sein.

Möglichkeit 2 – Mehrgenerationenhaus

Wie früher, als Großfamilien alle unter einem Dach wohnten, so wohnen auch im Mehrgenerationenhaus junge, ältere und junggebliebene Menschen zusammen, nur dass sie nicht unbedingt miteinander verwandt sein müssen. Auch hier gibt es Gemeinschafts- und Privaträume und die Aufgaben im Haushalt sind klar verteilt. Jede Generation kann spezielle Kenntnisse und Erfahrungen mit den Mitbewohnern teilen, so profitieren alle Beteiligten. Für Senioren ergibt sich der Vorteil, dass es immer die Möglichkeit gibt, im Gemeinschaftsraum mit anderen Menschen zusammen zu sein und eine großelterliche Rolle zu übernehmen – aber man sich bei Bedarf auch zurückziehen kann.

Leben im Mehrgenerationenhaus am Beispiel Groß-Zimmern

Möglichkeit 3 – eigene Wohnung altersgerecht umbauen

Wer die eigenen vier Wände nicht verlassen möchte und genügend Kleingeld hat, kann diese auch altersgerecht umbauen lassen. Inzwischen gibt es Firmen, die sich aufs altersgerechte Renovieren spezialisiert haben. Ein barrierefreier Zugang zu Haustür, Terrasse oder Balkon und genügend Platz im Flur und breite Türen, durch die ein Rollator ohne Probleme hindurch passt, können den Alltag sehr vereinfachen. Hauptaugenmerk sollte auf das Bad gelegt werden, hier müssen Haltegriffe angebracht und die Badewanne gegen eine ebenerdige Dusche getauscht werden. Kommt es doch einmal zum Sturz, kann über einen Hausnotruf schnell Hilfe gerufen werden. Der Vorteil: Kein Umzugsstress und man kann in der gewohnten Umgebung wohnen bleiben.

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