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Wie werde ich Leihoma?
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Wie werde ich Leihoma?
Viele junge Familien in Deutschland leben von den eigenen Eltern bzw. Großeltern getrennt oder haben erst in späten Jahren Kinder gezeugt. Meist sind die Großeltern dieser Kinder bereits verstorben. Da es sich auf Grund statistischer Erhebung, welche die reale Altersstruktur widerspiegeln zeigt, dass es zunehmend geburtenschwache Jahrgänge gibt und der Kinderwunsch vielfach der Karriere und der gesicherten Existenz nachgestellt wird, ist bereits jetzt ein Überschuss an Senioren zu erkennen, die ältere Generation überwiegt gegenüber der Jüngeren.
Außerdem fühlen sich die modernen Senioren gesund und fit, sind durch hervorragende Lebensumstände, die gesundheitliche Versorgung und ein gutes Leben in der Lage, einen aktiven Lebensabend zu gestalten. Dies wünschen sich auch zunehmend mehr Senioren.
Das Betätigungsfeld der Leihoma findet in der Gesellschaft immer mehr Beachtung und Akzeptanz. Außerdem stellt diese Variante eine hervorragende Alternative gegenüber herkömmlich bekannten Betreuungsmöglichkeiten dar. Viele ältere Menschen beklagen es zudem, auf Grund vielfacher Umstände, keine eigenen Kinder und Enkel zu haben. Sie möchten sich jedoch gern um die jüngere Generation kümmern und erwägen deshalb eine Beschäftigung und einen familiären Anschluss als Leihoma oder Leihopa. Diese Variante ist äußerst lohnenswert für beide Seiten, sowohl für die Leihgroßeltern als auch für die Leihenkel.
Vorteile für die Leihoma oder den Leihopa
Zunächst zeigt sich, dass die Vorteile Leihoma oder Leihopa zu sein darin bestehen
- » Sich wieder um Menschen kümmern zu können
- » Eine Pflicht im Alltag zu haben
- » Verantwortung zu tragen
- » Fürsorglich sein zu dürfen.
Moderne und rüstige Senioren wollen nicht zum “Alten Eisen” gehören, sie möchten gemeinsam mit der jungen Generation alt werden und einen erfüllten Lebensabend gestalten. Dies ist die beste Voraussetzung gegen Vereinsamung, vorzeitigen geistigen und körperlichen Verfall und einen Rückzug aus dem sozialen Leben. Diese Faktoren sind oft die Ursachen dafür, dass sich ältere Menschen nicht mehr gebraucht fühlen und auch aus diesem Grund unter starken psychischen und körperlichen Problemen leiden. Die beste Medizin dagegen ist ein freudvolles und ausgefülltes soziales Umfeld.
Oma und Opa als wichtige Anlaufstellen für das Kind
Kinder brauchen Begleitung, Fürsorge und Verständnis – wer kann es ihnen besser geben, als die eigenen Eltern und eine Leihoma. Denken wir an unsere Kindertage zurück. Die Großeltern wussten immer Rat, entschieden oftmals weiser und sinnvoller als die eigenen Eltern, weil sie mehr Abstand zum alltäglichen Stress hatten. Oma und Opa waren bei den meisten Kindern die Anlaufstellen, wenn es Probleme gab, Geheimnisse zu besprechen waren oder einfach Geborgenheit gesucht wurde. All dies können natürlich eine Leihoma und ein Leihopa den Kindern heute wieder vermitteln.
Für die gesunde Entwicklung von Kindern ist es zudem aus psychologischer Sicht günstig, wenn sich der Kreis in der Familie schließt, das bedeutet, dass neben den Eltern mehrere Generationen und darin eingeschlossen die Großeltern zur Familie gehören. Das Tätigkeitsfeld der Leihoma schafft nicht nur intensive zwischenmenschliche Kontakte, welche immer für beide Seiten von Nutzen sind, sondern kann außerdem einen ganz praktischen Zweck erfüllen. Viele Eltern sind innerhalb des Tages nicht in der Lage, mögen es berufliche oder gesundheitliche Gründe sein, ihren Kindern genügend Zuwendung zu geben und viel Freizeit mit ihnen zu verbringen. Häufig ist es für berufstätige Eltern sogar schwierig, eine geregelte Tagesstruktur für Kinder aufrecht zu erhalten.
Die Aufgaben einer Leihoma
Gerade Leihomas und Leihopas haben viel Erfahrung in ihrem eigenen Leben gesammelt, sie können Kinder im Alltag begleiten und zu einer kontinuierlichen Versorgung beitragen. So können Leihgroßeltern
- » die Kinder zur Schule oder zum Kindergarten begleiten und sie wieder abholen
- » den Kindern die Mahlzeiten zubereiten
- » die Hausaufgabenbetreuung übernehmen
- » mit den Kindern spielen
- » und häufig auch kleine Hausarbeiten übernehmen
und viele Dinge darüber hinaus erledigen, welche die Eltern entlastet.
Familiärer Anschluss statt Einsamkeit
Kinder brauchen neben ihren Eltern, teilweise sind es viele alleinerziehende Elternteile, weitere Bezugspersonen. Eine Leihoma zu sein, das hat zudem den Vorzug, einen familiären Anschluss zu finden und nicht nur den Kindern sondern auch den Eltern bei der Klärung und Unterstützung in Erziehungsfragen und bei alltäglichen Problemen behilflich zu sein. Leihomas und Leihopas haben den guten Ruf, bei den Kindern äußerst beliebt zu sein und es wird zunehmend deutlich, dass sich neben Leihtante und Leihonkel viele Kinder eine Leihoma oder einen Leihopa wünschen.
Die Kinder genießen es, soviel Zeit wie möglich mit den Leihgroßeltern zu erleben und neben den Elternteilen einen weiteren Ansprechpartner zu haben, welcher die alltäglichen Aufgaben aus einer ganz anderen Sicht betrachten kann. Im intensiven Kontakt mit der Leihoma oder dem Leihopa können Kinder Erfahrungen im Umgang mit älteren Menschen machen, welche zur Gesellschaft gehören und nicht als fremd ausgeschlossen werden sollen. Eine Leihoma erfüllt somit unbewusst einen ganz zentralen Erziehungsauftrag und eine wichtige soziale Aufgabe.
Wie werde ich Leihoma?
Angebote um ehrenamtlich als Leihoma zu arbeiten finden Sie zum Beispiel bei der Diakonie, der Caritas oder der AWO. Eine weitere Möglichkeit bieten die regionalen Kleinanzeigen. Diese Möglichkeit nutzen gerade Eltern um auf diesem Wege eine Leihoma für ihr Kind zu finden.
Sie sind noch unentschlossen? Dann lesen Sie hier den Erfahrungsbericht einer Leihoma.






