Morgensteifigkeit in den Gelenken – was steckt dahinter?

Geschwollene Gelenke und starke Bewegungseinschränkung sind typisch für Morgensteifigkeit. Woher diese Symptome rühren und was Patienten tun können, erfahren Sie hier.

Morgensteifigkeit Gelenke
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Rückenschmerzen werden zu den Volkskrankheiten gezählt, was allerdings nicht heißt, dass sie verharmlost werden dürfen. Geteiltes Leid ist halbes Leid, zählt in diesem Fall nicht, denn Schmerzen im Schulter- und Wirbelsäulenbereich müssen Ernst genommen werden. Ein Teilgebiet von Rückenschmerzen, wenn ich es mal so ausdrücken darf, ist Morgensteifigkeit oder auch Morgensteifheit genannt. Was es damit auf sich hat, wer betroffen ist und wie Sie damit umgehen um die Steifheit zu lindern, wird im nachfolgenden Beitrag genau erklärt.

Morgensteifigkeit – was ist das?

Manche medizinische Begriffe sind für uns wie böhmische Dörfer, sprich wir können uns unter dem Namen nicht sofort etwas vorstellen. Bei der Morgensteifheit ist es anders, denn aus den beiden Substantiven die im Wort enthalten sind, lässt sich bereits ableiten, worum es sich dabei handelt. Betroffene spüren, meist am Morgen, eine gewisse Steifheit in den Gelenken. Anders als bei Gesunden, brauchen diese Menschen eine längere Anlaufzeit um sich voll bewegen zu können.

» Morgens wie gerädert – bin ich jetzt krank?

Morgensteifigkeit ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, dass auf andere Krankheiten schließen lässt. Doch Vorsicht, nur weil Sie morgens mal schlechter aus dem Bett kommen, muss nicht gleich eine Krankheit dahinter stecken. Gerade im Alter lässt die Beweglichkeit nach und die Muskulatur erschlafft, was auch dazu führen kann, dass es zu Schlafstörungen kommt. Jeder sollte deshalb, wenn er merkt, dass das Aufstehen mit Schmerzen verbunden ist, sein persönliches Schlafverhalten und Körpergefühl unter die Lupe nehmen.

Haben Sie tagsüber genug Bewegung? Wie betten Sie sich? Wann wurde die Matratze das letzte Mal gewechselt? Es sind oftmals Kleinigkeiten, die dafür sorgen, dass wir uns nachts wohlfühlen und morgens mit mehr Elan aus dem Bett steigen können. Matratzen „leben“ nicht ewig, preiswerte Exemplare sollten daher alle 5 Jahre gewechselt werden. Und auch der meist unscheinbare Bettenrost unter der Matratze, hat Einfluss darauf, ob wir mit Schmerzen aufwachen oder nicht. Die Experten von www.bettenriese.de raten deshalb besonders vorbelasteten Menschen zu einem elektrisch verstellbaren Lattenrost. Damit lässt sich die Liegeposition individuell einstellen, um so Rücken, Hüfte und Gelenke optimal zu entlasten. Nächtliche Entzündungsprozesse, die als eine der Ursachen für Morgensteifigkeit gelten, können so gemindert werden.


Gründe für Morgensteifigkeit

Wie eben bereits erwähnt, „arbeitet“ unser Körper nachts, bereits vorhandene Entzündungen in den Gelenken, werden während des Schlafes noch verstärkt und führen zu besagter Morgensteifigkeit. Äußerlich ist dies an geschwollenen Händen und im Bereich der Füße ersichtlich. Betroffene brauchen häufig mehrere Stunden, bis Sie sich wieder uneingeschränkt bewegen können. Normaler Weise dient der Schlaf zur Erholung, wer unter Morgensteifigkeit leidet, findet diese aber nicht. Der Körper sollte sich eigentlich regenerieren, hat aber durch die vermehrte Immuntätigkeit ständig damit zu tun, gegen die Entzündungsherde anzukämpfen. Nicht selten werden dabei auch gesunde Zellstrukturen angegriffen. Mehr über unser Immunsystem und warum es manchmal falsch reagiert, erfahren Sie im Ratgeber auf www.rheuma-liga.de.

Steifheit in den Gelenken – wann muss ich zum Arzt?

Morgensteifigkeit muss kein Kriterium für eine rheumatische Krankheit sein – aber es kann! Wichtig ist, dass Sie sich bei Verdacht selbst genau beobachten. Tritt die Morgensteifheit der Gelenke einmalig auf, kann eine Überbelastung am Vortag die Ursache sein. Bei dauerhafter Morgensteifigkeit, mit zunehmender Intensität, ist aber dringend ein Arzt aufzusuchen.

Diagnose und Behandlung

Wichtig: Die Diagnose stellt der Arzt, nicht Sie selbst. Ihre Mithilfe ist aber in jedem Fall gefragt, denn nur durch die genaue Beantwortung aller Medizinerfragen, kann der Arzt herausfinden, welche Ursachen die Gelenksteifigkeit hat. Auch die genaue, detaillierte, körperliche Untersuchung ist Teil der Diagnose. Individuell wird dann entschieden, welche weiteren bildgebenden Untersuchungen (Ultraschall, MRT, Röntgen) erforderlich sind, damit der Arzt bestimmte Krankheiten ausschließen oder in Erwägung ziehen kann.

» Patientenmithilfe ist gefragt

Wie eingangs bereits erwähnt, ist Morgensteifigkeit meist ein Indiz für eine Gelenkerkrankung, zum Beispiel rheumatoide Arthritis oder Gicht. Allerdings umfasst der rheumatische Formenkreis weit mehr als 400 Krankheiten (Überblick zu finden auf www.gesundheit.de), so dass eine eindeutige Diagnose einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Der Arzt wird den Krankheitsverlauf dauerhaft beobachten und entsprechende Medikationen ausstellen. Ausschlaggebend für eine Linderung der Beschwerden ist aber auch immer die Mithilfe des Patienten. Sie sind durch Ihre Lebensweise mitverantwortlich dafür, ob sich der Krankheitsverlauf bessert oder nicht. Es ist daher nicht auszuschließen, dass bereits eine Ernährungsumstellung Abhilfe schaffen kann und auch gelenkschonende Bewegung – wie Yoga -, können dem Heilungsprozess förderlich sein.

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