10 gute Medikamente bei Demenz – rezeptfrei und verschreibungspflichtig

Demenz, bzw. Alzheimer als häufigste Form, ist trotz modernster Medizin immer noch nicht heilbar. Aber es ist möglich, Vergesslichkeit und Verwirrtheit zumindest etwas zu mindern. 10 spezielle Medikamente bei Demenz haben wir deshalb hier für Sie zusammengestellt.

Bis heute weiß die Wissenschaft noch nicht ganz genau, warum es eigentlich zu Demenz und ihrer Hauptform der Alzheimer Krankheit kommt. Leider muss auch gesagt werden, dass es auch noch kein Arzneimittel gibt, mit dem sich die Demenz heilen lässt. Aber es gibt durchaus Medikamente, die den Verlauf der Krankheit verzögern können. Die heute angewandten Therapie-Methoden zielen meistens darauf ab, die Hirnleistung wieder zu steigern und das Gedächtnis sowie die Ausübung alltäglicher Verrichtungen zu trainieren.

Weil die Krankheitsverläufe und die Symptome nicht bei allen Betroffenen gleich sind, werden auch verschiedene Medikamente eingesetzt. Wichtig ist aber immer, dass möglichst in einem frühen Stadium die Demenz erkannt und behandelt wird.

Verschreibungspflichtige Medikamente bei Demenz

1. Piracetam

Der Wirkstoff Piracetam gehört zur Gruppe der Antidementiva. Er regt den Zuckerstoffwechsel der Gehirnzellen an und verbessert die Sauerstoffverwertung. Dadurch wird das Denk-und Konzentrationsvermögen positiv beeinflusst, und Antriebsstörungen, Motivationsmangel und vorzeitige Ermüdung gemildert.

2. Donepezil

Der Wirkstoff Donepezil greift in die nervale Erregungsleitung im Gehirn ein und soll damit das Erinnerungs-und Denkvermögen beeinflussen. Dieses Medikament lindert besonders bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer Demenz die Symptome und hilft damit den Verlauf der Krankheit für gewisse Zeit zu verlangsamen.


3. Melperon

Melperon ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Neuroleptica. Es wird in erster Linie bei Erregungszuständen, Verwirrtheit und bei Schlafstörungen eingesetzt. Melperon hilft die Stimmung der Demenz-Kranken aufzuhellen, Ängste zu lösen und das Einschlafen und Durchschlafen zu fördern. Deshalb wird dieses Medikament gerade ängstlich-depressiven Patienten auch bei schwerer Demenz gegeben.

4. Nimodipin

Nimodipin ist ein Medikament aus der Gruppe der Calciumkanalblocker. Es wirkt entspannend auf die Gefäße, auch im Gehirn. Ursprünglich wurde es vor allem nach Hirnblutungen eingesetzt um Gefäßverkrampfungen vorzubeugen. Heute findet es auch bei altersbedingten Hirnleistungsstörungen Verwendung.

5. Dihydroergotoxin

Auch dieses Medikament kann die Hirnleistungsfähigkeit Demenz-Kranker verbessern, die Wachheit und Aufmerksamkeit bei geistigem Verfall erhöhen und den Blutdruck senken. Ursprünglich war Dihydroergotoxin ein Migränemittel.

Welche Medikamente bei Demenz zur Anwendung kommen, entscheidet der Arzt anhand der Symptome. Je nach Wirkung und auftretenden Nebenwirkungen ist auch ein Wechsel in der Medikation möglich.

Neben den rezeptpflichtigen gibt es auch eine Reihe rezeptfreier Medikamente bei Demenz. Meistens sind sie pflanzlich und gut verträglich. Ihre positive Wirkung wird von vielen Patienten bestätigt, wissenschaftliche Studien über die Wirksamkeit bei Demenz gibt es aber noch nicht bei allen.

Rezeptfreie Medikamente bei Demenz

6. Ginkgo biloba

Der Wirkstoff der Blätter des Ginkgobaumes ist wohl das bekannteste rezeptfreie Medikament bei Demenz. Ginkgo wird seit Jahrtausenden in der traditionellen chinesischen
Medizin eingesetzt. Aber auch neuere wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass Ginkgo Extrakte tatsächlich bei Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, Schwindel
und auch bei Demenz wirken. Sie werden von der WHO zu den Antidementiva gezählt und können zumindest über einen gewissen Zeitraum die geistige Leistungsfähigkeit von Demenz-Kranken steigern und den Alltag erleichtern.

7. Natriumpangamat

Das Natriumpangamat wird manchmal auch als Vitamin B 15 bezeichnet. Es kommt in der Natur unter anderem in Aprikosenkernen und Hefe vor. Es soll ein wichtiges Enzym, die Cytochromoxidase aktivieren und dadurch für eine verbesserte Sauerstoffzufuhr in allen Körperzellen, auch die des Gehirns, sorgen. Wissenschaftliche Studien, die das bestätigen, liegen noch nicht vor, allerdings berichten viele Demenz-Patienten über positive Erfahrungen.

8. Ginseng

Der Ginseng gilt in Asien als Allheilmittel. Die Wurzel ist dort das Symbol für Gesundheit und langes Leben. Es gibt kaum eine Krankheit, gegen die Ginseng nicht helfen soll. Bei uns sind Ginseng Präparate vor allem als Geriatrikum bekannt, das die körperlichen und geistigen Fähigkeiten alter Menschen verbessern soll. Es gibt auch hier keine wissenschaftlich fundierten Studien, die Ginseng Präparate als wirksames Medikament bei Demenz bestätigen, aber der Allgemeinzustand und die geistige Leistungsfähigkeit vieler Patienten scheint sich bei regelmäßiger Einnahme tatsächlich zu verbessern.

9. Ambra

Bei diesem homöopathischen Medikament handelt es sich um ein Beruhigungsmittel, welches häufig bei Nervosität und Hysterie eingesetzt wird. Aber auch bei Vergesslichkeit und Verwirrtheit zeigt der pflanzliche Wirkstoff gute Ergebnisse.

10. Mistel, Knoblauch, Weißdorn

Alle drei Pflanzen sollen neben anderen heilenden Wirkungen, ebenfalls die Gedächtnisleistung steigern können. Weißdorn gibt es beispielsweise als praktische Dragees, oder als Kombipräparat mit Knoblauch und Mistel. Aber auch bei ihnen gibt es keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber, ob sie tatsächlich bei Demenz wirken. Schaden kann diese vorbeugende Maßnahme aber auf keinen Fall.

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