Motorradführerschein mit 50 – Geht das?

Den Führerschein mit 50 oder gar noch später zu machen, ist gar nicht so eine Seltenheit. Was Sie als Frau oder Mann dafür tun müssen, lesen Sie hier.

Motorradfüherschein mit 50
Motorradfüherschein mit 50

Es ist der Traum vieler Männer (und auch Frauen) – egal wie alt oder jung – mit einem Motorrad die Welt zu erkunden. Da die Kosten heutzutage für einen Führerschein enorm hoch sind und auch Instandhaltungskosten sowie Versicherungsprämien nicht zu verachten sind, erfüllen sich viele junge Menschen nur den Traum vom Auto. Man hat als junger Mensch andere finanzielle Belastungen, weshalb sich so mancher den Traum vom Motorradführerschein erst mit 50 und später erfüllt

Voraussetzungen für den Motorradführerschein mit 50

Im mittleren Alter wird oftmals davon abgeraten einen Motorradführerschein zu machen. Es sei zu gefährlich, man bräuchte kein Zwei-Rad, aber viele Menschen bekommen erst im fortgeschrittenen Alter die Reife um mit einem Motorrad umgehen zu können. Der Motorradführerschein mit 50 ist vermutlich kein leichtes Unterfangen, muss man womöglich die ganze Straßenverkehrsordnung neu lernen und mit computeranimierten Programmen Lernübungen absolvieren.

» Wenn der Arzt sein OK gibt
Auch wird der Amtsarzt genauer auf Konzentration und Reaktion schauen, wie bei einem jungen Menschen. Aber keine Angst, der Motorradführerschein mit 50 ist auf keinen Fall unerreichbar.

» Fahrschule – Theorie und Praxis
Die Anmeldung wie auch das übrige Prozedere gleicht dem von jüngeren Fahrschulabsolventen. Man absolviert nach gesundheitlichen Checks die Fahrschule in Theorie sowie Praxis und tritt nach den gesetzlichen Mindestfahrstunden zur Theorie und Praxisprüfung an.


» Extrakurse und Abendfahrstunden
Durch extra angebotene Abendkurse oder Abendfahrstunden ist es auch berufstätigen Menschen möglich, den Motorradführerschein zu machen. Auch Fahrten oder spezielle Theoriekurse am Wochenende werden von manchen Fahrschulen angeboten. Eine zusätzliche Erleichterung für alle Fahrschüler und somit ein Schritt, schneller an den geliebten Motorradführerschein zu kommen.

Prinzipiell ist also gegen einen Motorradführerschein mit 50 und älter nichts einzuwenden. Man sollte aber bedenken, dass Verletzungen nach einem Unfall vielleicht nicht mehr so schnell verheilen, wie es in jüngeren Jahren der Fall ist.

Vorteil – Günstigere Versicherungsprämie

Zudem hat man auch die große Chance, die Versicherungsprämie etwas billiger zu erhalten, wird oftmals bei jungen Menschen eine Risikoprämie eingehoben, da statistisch gesehen junge Menschen noch immer die meisten Unfälle verursachen.

Somit steht einem Motorradführerschein mit 50 oder aber auch ab 50 nichts mehr im Wege. Schließlich ist es ja, bei gesundheitlicher Eignung auch möglich, mit 60 den heiß begehrten A-Schein zu machen. Man muss sich nur bewusst sein, dass wohl die Straßenverkehrsordnung nicht mehr dieselbe ist wie vor dreißig Jahren und das der Computer nun der Fragesteller bei der Theorie-Prüfung ist.

1 Kommentar

  1. Zum Beitrag „Motorradführerschein mit 50…“
    Der Hinweis: „.. und tritt nach den gesetzlichen Mindestfahrstunden zur Theorie und Praxisprüfung an“ ist doch völlig deplaziert. Es gibt KEINE gesetzlichen Mindestfahrstunden, ausser den vorgeschriebenen Sonderfahrten 4x Autobahn, 5x Überland und 3x Dämmerung bei Ersterwerb. Entscheidend sind die zu absolvierenden Normalfahrten (siehe Ausbildungsvorgaben lt. Fahrschüler-Ausbildungs-Ordnung FahrschAusbO), dort wird die Fahrzeugbeherrschung und werden die Grundfahrelemente trainiert. Diese (Fahrzeug-) Beherrschung ist das A und O einer sicheren Fahrweise, damit auch in gefährlichen Situationen richtig und angemessen (technisch) reagiert werden kann. Die Unfallzahlen bei älteren Motorradfahrern (über 40 Jahre) geben zu denken!

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