Regenerationsquelle Thermalbad: 5 Fragen rund um den Heilbadbesuch

Thermalbäder sind das Non plus Ultra für Wellness-Liebhaber mit einer zusätzlichen Portion Gesundheit, wenn man vor dem Besuch ein paar Dinge beachtet.

Thermalbad gesund SeniorenOb Sie sich eine Auszeit gönnen möchten, Lust auf Wellness haben oder Ihr Körper dringend eine Aufbaukur benötigt, in allen drei Fällen liegen Sie mit einem Besuch im Thermalbad goldrichtig. Ein Thermalbad sollte keinesfalls mit einem herkömmlichen Hallenbad verglichen werden. Während Sie in der Schwimmhalle etwas für Ihre Fitness tun, ist eine Therme eher die Quelle purer Entspannung mit gesundheitlichem Nutzen.

In einem Thermalbad wird der Fokus auf natürliche Heilmittel des Bodens, des Meeres und des Klimas gesetzt. Dabei profitieren Besucher nicht nur vom Entspannungsfaktor, sondern vornehmlich von der therapeutischen Wirkung, wie Sie bereits von Sebastian Kneipp, dem Erfinder der Wasserkur, praktiziert wurde. Allerdings handelt es sich in einer Therme um warmes Wasser. Das kann aus dem griechischen Wortlaut therm abgeleitet werden, was übersetzt warm bedeutet.

1. Wie bereite ich mich auf einen Tag im Thermalbad vor?

In einer Therme geht es nicht darum, dem Körper Bewegung zu verschaffen, sondern ihn zu lockern und zu entlasten. Der selbst auferlegte „Ruhetag“ sollte deshalb schon vor dem Thermenbesuch harmonisch beginnen. Nehmen Sie sich Zeit zum Frühstücken, packen Sie in Ruhe alle Utensilien zusammen, erst dann kann es losgehen. Kleiner Tipp: Nehmen Sie ein Buch mit!

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Einen guten Überblick der beliebtesten Thermalbäder in Deutschland, Österreich und der Schweiz bekommen Sie auf hrs.de. Neben einer Infografik werden hier auch die Besonderheiten der einzelnen Heilbäder hervorgehoben, so dass Sie schnell abschätzen können, welches Ihre persönliche Regenerationsquelle ist.

2. Wassertemperatur und Badedauer – welche ist optimal?

Das zu beantworten ist nicht so einfach, denn wie lange Sie im Thermalwasser bleiben sollten, hängt von Ihrem Gesundheitszustand und der jeweiligen Wasserkonzentration ab. Als Faustregel gilt (auch für gesunde Menschen), beginnen Sie mit maximal 30 Minuten. Die heilende Wirkung geht von dem hohen Anteil gelöster Mineralstoffe im Thermalwasser aus. Die Wärme tut besonders Patienten mit chronischen Gelenkbeschwerden gut, entspannt die Muskeln und regt den Kreislauf an. Aber Achtung: Wenn Sie Probleme mit dem Kreislauf haben, sprechen Sie einen Thermalbesuch vorher mit Ihrem Hausarzt ab.


Ein Thermalbad darf sich erst dann so nennen, wenn eine Wassertemperatur von mindestens 20 Grad vorhanden ist. Diese Wärme entsteht meistens durch die Zirkulation des Wassers in den untersten Schichten der Erde. Renommierte Thermen bieten fast immer verschiedene Heilbecken an (Radonbecken, Magnesiumbad, Solebecken). Mehr Infos zu den Unterschieden der einzelnen Becken und deren Wasserzusammensetzung finden Sie auf therme-thermen.de.

3. Warum ist eine Ruhephase nach dem Baden so wichtig?

Das Thermalwasser hat ohne Zweifel eine positive gesundheitliche Wirkung, kann den Körper aber auch „stressen“. Deshalb sind zum einen die Höchstbadedauer (erfahren Sie vor Ort) und eine gewisse Ruhephase danach einzuhalten.

Damit der Kreislauf wieder in Balance gerät, empfehlen sich Wechselduschen. Auf diese Weise kühlen Sie auch die Haut etwas runter, die zum Schluss noch eingecremt werden sollte. Im Relaxbereich des Thermalbades können Sie sich nun mit einem guten Buch entspannen (Sie erinnern sich an meinen Tipp vom Anfang?) und dem Körper Zeit geben die Seele baumeln zu lassen. So wirken die positiven Effekte des Heilbades noch einmal nach.


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4. Wann tritt die heilende Wirkung ein?

Um es sich einmal richtig gut gehen zu lassen und neue Kraft zu tanken, reicht ein Thermenbesuch oft aus. Um die bal­­neo­logische Wirkung (durch Heilbäder) zur Schmerzlinderung zu spüren, bedarf es etwas mehr Geduld und mehrere Aufenthalte. Auch die Badezeit an sich muss dann peu à peu ausgedehnt werden.

5. Wer sollte besser nicht ins Thermalbad gehen?

Ein Thermalbad ist für gesunde Menschen ein Ruhepol, wer gesundheitlich angeschlagen ist, muss den Besuch mit seinem Arzt absprechen. Insbesondere Herzpatienten sollten vorsichtig sein, denn die Venen werden beim Eintreten ins Becken durch den Druck des Wassers belastet. Auch Lungenkranke oder Menschen mit instabilem Kreislauf sollten auf das mitunter heiße Bad besser verzichten. Viele versuchen ihre Erkältung (ohne Fieber!) im Thermalbad auszukurieren. Dagegen spricht eigentlich nichts, außer der Tatsache, dass Sie andere anstecken – also lassen Sie es lieber.

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