Trockene Haut im Winter – 8 Selbsthilfe-Tipps gegen Kälte & Heizungsluft

Der Wechsel zwischen trockener Heizungsluft und frostiger Kälte draußen, ist Schuld an trockener Haut. Mit diesen 8 Tipps bekommen Sie Ihr Hautproblem aber wieder in den Griff.

Trockene Haut im Winter - 8 Selbsthilfe-Tipps gegen Kälte & Heizungsluft Wussten Sie, dass die Epidermis knapp einen Monat braucht um sich zu erneuern? Wer diesen Zeitraum für besonders lang empfindet, der wird sich wundern. Denn mit den Jahren verliert unsere Haut die Kraft, Feuchtigkeit zu speichern und die Erneuerung der obersten Hautschicht dauert bei über 60jährigen mindestens doppelt so lang. Die Folge dessen kennen wir alle nur zu gut: unsere Haut altert, wird trockener und dank Falten wird dies auch für unsere Umwelt sichtbar.

Zum Glück können wir diesen ganz normalen Alterungsprozess mit Kosmetika und Anti Aging Ernährung wenigstens ein bisschen beeinflussen. Doch was kann man tun, wenn die Haut aufgrund der Jahreszeit noch mehr beansprucht wird? Besonders im Winter klagen zumeist Frauen, über extrem trockene Haut. Kein Wunder, denn die eisigen Temperaturen sorgen dafür, dass die Fettproduktion der Haut noch weiter reduziert wird und ihren Eigenschutz verliert. Hoffnungslos ist der Fall aber nicht, denn mit ein paar täglichen Pflegetipps geben Sie der Haut das zurück was sie braucht.

Trockene Haut im Winter

Generell gilt:
Egal welcher Hauttyp Sie sind, ihr Körper braucht im Winter mehr fetthaltige Pflege! Denn nicht nur Kälte, auch Heizungsluft trocknet die Haut aus.


Tipp 1: Nicht zu heiß duschen

Wenn der Eigenschutz der Haut abnimmt, fängt sie an zu jucken und zu spannen. Dem können Sie bereits bei der täglichen Morgentoilette entgegenwirken. Duschen Sie im Winter nicht so lange und vor allem nicht zu heiß. Auch wenn das warme Wasser sich so anfühlt, als würde es dem Körper gut tun, entzieht es ihm nur noch mehr Feuchtigkeit.


Ähnliche Themen:
» Altersflecken entfernen – 4 Methoden
» Blutdruck im Alter natürlich senken
» Venenentzündung: Im Alter mobil bleiben


Tipp 2: Duschöl statt Seife benutzen

Steigen Sie von Seife auf Duschöl um. Wenn Sie beim Kauf auf die Inhaltsstoffe achten (rein pflanzliche Öle) geben Sie Ihrer Haut schon beim morgendlichen Duschen den Schutz, den sie gerade in der kalten Jahreszeit braucht. Was die einzelnen Inhaltsstoffe bewirken, erfahren Sie im Beitrag „Typische Bestandteile eines Duschöls„. Raue Stellen am Körper, wie die Knie, müssen nicht jedes mal eingeschäumt werden, sie trocknen dann nur noch mehr aus.

Tipp 3: Vermeiden Sie Reizüberflutung im Gesicht

Trockene Haut im Winter - GesichtspflegeDie Gesichtshaut wird durch trockene Heizungsluft und Kälte besonders empfindlich. Verzichten Sie bei der Reinigung deshalb auf scharfes Gesichtswasser (Alkoholgehalt!) sowie auf Peelings. Zum Waschen genügt im Prinzip klares Wasser. Wenn Ihnen dies doch zu wenig ist, dann benutzen Sie vorher eine sanfte Reinigungsmilch.

Tipp 4: Trocken tupfen statt rubbeln

Gehen Sie sanft mit Ihrer Haut um. Zu starkes Rubbeln nach dem Duschen bedeutet für sie Stress. Beim Abtrocknen deshalb ohne großen Druck vorgehen. Am besten benutzen Sie ein weiches Frotteehandtuch, oder Sie hüllen sich in einen Bademantel.

Tipp 5: Eincremen: aber richtig

Trockene Haut im Winter richtig eincremenEgal ob nach der Dusche am Morgen oder einem entspannenden Bad am Abend, vergessen Sie nie, sich gründlich einzucremen. Die Lotion oder Creme kann ruhig eine sahnige Konsistenz haben. Pflegeprodukte, die speziell für trockene Haut entwickelt wurden, bekommen Sie im Drogeriemarkt oder in Apotheken. Auch Online-Apotheken wie www.aliva.de, haben Ihre Produktpalette der steigenden Nachfrage in diesem Segment angepasst, zudem sind diese preislich meist günstiger. Achten Sie beim Kauf auf jeden Fall auf einen hohen Fettanteil, zum Beispiel durch Shea Butter. Auch Urea ist bei trockener Haut empfehlenswert. Mehr Infos zur Wirkungsweise von Urea finden Sie im Lifestyle-Ratgeber von t-online.de.

Tipp 6: Extraportion Pflege für die Lippen

Spröde und sogar aufgesprungene Lippen sind im Winter keine Seltenheit. Der Mundpartie fehlt einfach die nötige Fettschicht um sich selbst zu schützen. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern sieht auch nicht besonders gut aus. Geben Sie den Lippen deshalb vor jedem Gang ins Freie eine Extraportion Pflege. Am einfachsten ist es, wenn Sie einen Lippenbalsam benutzen. Das Auftragen kostet wenig Zeit und für unterwegs sind die kleinen Lippenstifte auch bestens geeignet. Achten Sie auf natürliche Inhaltsstoffe wie Bienenwachs, um die empfindlichen Lippen nicht noch zusätzlich zu belasten.

Lippenpflege» Extratipp für die Nacht:
Cremen Sie Ihre Lippen dick mit Vaseline ein und lassen Sie diese über Nacht wirken. Der Fettcremeersatz wirkt besonders effektiv und schnell.

Tipp 7: Hände vor Kälte schützen

» Pflegekur für trockene Hände «

Vermischen Sie 6 Esslöffel Quark (40 % Fett) mit einem Eigelb und 3 Esslöffeln Olivenöl. Tragen Sie die Masse auf beide Hände auf und lassen Sie diese 45 Minuten einwirken.

Anhaltender Frost führt dazu, dass unsere Hände nicht mehr ausreichend durchblutet werden. Sie werden schneller kalt und fühlen sich extrem trocken an. Wer ohne Handschuhe aus dem Haus geht, riskiert, dass die empfindliche Haut auf den Händen einreißt. Handschuhe allein reichen allerdings nicht aus, denn auch unseren Händen muss fehlendes Eigenfett zugeführt werden. Nach dem Händewaschen immer gründlich abtrocknen, auch die Fingerzwischenräume und anschließend mit einer fettreichen Handcreme einreiben.

Tipp 8: Hautschutz von innen

Hautschutz von innenDen Feuchtigkeitsmangel der Haut können Sie auch von innen ausgleichen. Reichlich Trinken sollte daher zur Tagesordnung gehören. Da im Winter kaltes Mineralwasser nicht so gut schmeckt, greifen Sie einfach auf Tee zurück. Essen Sie viel Fisch, denn die darin enthaltenden ungesättigten Fettsäuren wirken positiv auf den Fettmantel der Haut. Auch frisches Gemüse und Obst sind förderlich, allerdings darf es nicht zu einer einseitigen Ernährung kommen.

Sie sehen, gegen trockene Haut im Winter kann man also durchaus etwas tun. Wer allerdings das Gefühl hat, dass sein Hautproblem nicht durch Kälte oder trockene Heizungsluft verursacht wird, der sollte einen Arzt aufsuchen. Extreme Hauttrockenheit ist nämlich nicht nur ein Anzeichen für Ekzeme oder Neurodermitis, es kann auch ein Zeichen für eine Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes mellitus sein.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

(Ihr Kommentar erscheint erst nach einer kurzen Prüfung)

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.




Foto1: © Robert Kneschke - Fotolia.com, Foto2: © detailblick - Fotolia.com, Foto3: © CandyBox Images - Fotolia.com, Foto4: © Artem Furman - Fotolia.com, Foto5: © Robert Kneschke - Fotolia.com, Foto6: © Volker Witt - Fotolia.com