Trauerkarten gestalten – so werden sie dem Verstorbenen gerecht

Mit ansprechend gestalteten Trauerkarten wird der Trauergemeinde für ihre Unterstützung und Anteilnahme gedankt. Lesen Sie hier, was eine Trauerkarte beinhalten sollte.

Trauerkarte mit weißen Rosen.
Mit der Trauerkarte soll den Mittrauernden gedankt werden. © Floydine / stock.adobe.com

Trauerkarten sind neben Zeitungsanzeigen das Mittel der Wahl, um der Trauergemeinschaft danke für die Anteilnahme zu sagen. Mit ein wenig Vorüberlegungen lassen sich Trauerkarten ganz im Sinne des Verstorbenen individuell gestalten.

Trauerkarten ansprechend gestalten

Grundsätzlich sollte sich der Stil der Trauerkarte harmonisch in den Trauerprozess und in die Verabschiedung des geliebten Menschen einfügen und dem Verstorbenen gerecht werden. Handelte es sich bei dem Verstorbenen um eine eher ruhige Person und einem schlichten Begräbnis, darf die Trauerdankeskarte auch schlicht und minimalistisch gestaltet sein.

Zu Lebzeiten schrille und extrovertierte Persönlichkeiten dürfen zur Beisetzung auch entsprechend auffälliger gewürdigt werden. Sei es in Form von auffälligem, buntem Blumenschmuck oder einer farblich gestalteten Trauerkarte. Dabei sollte die Trauerkarten jedoch nicht überladen und kitschig daherkommen. Wie das im Einzelnen aussehen kann, wird im Folgenden erläutert.

Trauerkarten besorgen

Trauerkarten können Sie im Einzelhandel besorgen oder Sie greifen auf einen der vielen Anbieter im Internet zurück. Der Vorteil dabei ist, dass Sie eine sehr große Auswahl unterschiedlichster Motive haben, die eine enorm individuelle Gestaltung der Trauerkarte ermöglichen. Die jeweilige Konfiguration erfolgt meistens online und geht recht einfach von der Hand.


So hat beispielsweise der Anbieter MeineKarten.de wunderschöne vorgefertigte Motive für Trauerkarten, die man mit eigenen Bildern und Texten anpassen kann. Daneben gibt es diverse Blankokarten in den unterschiedlichsten Formaten für die völlig freie Gestaltung. Wer kein Bild des Verstobenen verwenden möchte, findet dennoch grafisch sehr ansprechend gestaltete Motive, um sich mit einer Dankeskarte für die liebevolle Anteilnahme bedanken.

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Was gehört in eine Trauerkarte?

Auch wenn Trauerkarten natürlich so individuell wie möglich gestaltet werden, gibt es einige Elemente, die in keiner Trauerkarte fehlen sollten. Dazu zählen unter anderem:

  • Geburts- und Sterbetag.
  • Name des Verstorbenen,
  • ein Foto und
  • persönliche Dankesworte.

Persönliche Daten des Verstorbenen

Neben den persönlichen Worten und dem Trauerspruch sind auch unbedingt Name, eventuell auch der Geburtsname sowie Geburts- und Sterbedatum zu vermerken.

Diese können unter das Abbild gesetzt werden und im Falle einer Klappkarte auf der vordersten Seite platziert werden.

Foto des Verstorbenen

Ein Foto des Verstorbenen in der Trauerkarte ist niemals verkehrt. Dabei sollte sich aber auf ein Bild beschränkt werden, das dann auch eine ganze Seite einnehmen kann.

Zwei Bilder sind dann eine gute Option, wenn der Verstorbene einmal als junger Mensch und einmal als älterer Mensch am Lebensende dargestellt wird. Hierbei allerdings sollten die Bilder gleichgroß gestaltet sein und insgesamt eher kleiner gehalten werden.

Worte des Dankes

Im Todesfall erfahren Hinterbliebene Hilfe auf vielgestaltige Weise. Dabei kann es sich um Unterstützung im Haushalt, Mithilfe bei den Vorbereitungen zur Beerdigung oder auch um finanzielle Zuwendungen handeln.

Wie detailliert Sie Ihren Dank formulieren, hängt neben dem Platz auf der Trauerkarte auch davon ab, in welcher Art und Weise Sie Hilfe und Unterstützung erfahren haben. Um aber niemanden auszuschließen, empfiehlt es sich, die Dankesworte so allgemein wie möglich zu halten.

Tipp: Möchten Sie jemandem für seine Hilfe besonders danken, legen Sie der Trauerkarte dieser Person weitere persönliche Zeilen bei.

Persönliche Worte

Mit ihnen verleihen Sie einerseits Ihren Gefühlen der Trauer, aber auch des Dankes für die Anteilnahme und Unterstützung Ausdruck. Andererseits sollte sich in Ihnen auch der Verstorbene wiederfinden. Daher gilt es, sich ausreichend Zeit zu nehmen, um die passenden Worte zu finden.

Wenige Zeilen sollten dafür ausreichen, da der Platz in den Trauerdankeskarten doch begrenzt ist. Zumal viele Worte über den Verstorbenen, aber auch an die Trauernden in die Beerdigungszeremonie gehören.

Trauerspruch auf Steinherz.
Lassen Sie sich Zeit, einen passenden Trauerspruch zu finden. © Monika_B. / stock.adobe.com

Der Trauerspruch

Die meisten Trauerdankeskarten enthalten darüber hinaus einen Trauerspruch. Dabei kann es sich um

  • ein berühmtes Zitat,
  • einen Bibelspruch,
  • einen Liedtext oder
  • eigene angemessene Worte

handeln. Der Trauerspruch sollte nicht zu lang sein und sich optisch von den Dankesworten abheben. Im Falle eines Zitats oder Liedtextes sollte der Autor genannt werden.

Zur Gestaltung der Trauerkarte

Trauerkarten werden schon des Anlasses wegen zurückhaltend gestaltet. Doch spricht nichts dagegen, dezent mit den Farben zu spielen, sofern man nicht nur eine schwarz-weiß Gestaltung möchte.

Wichtig ist, dass die Farben miteinander harmonieren und sparsam eingesetzt werden. Gerne kann dabei auch die Lieblingsfarbe des Verstorbenen aufgegriffen werden und einzelne grafische Elemente oder Ornamente damit gestalten werden.

Auch das Foto des Verstorbenen kann in bunt gedruckt werden, dann allerdings sollten Text und grafische Elemente in schwarz oder dunklen Grautönen bleiben.

Welche Schriftart?

Sofern nach einem Todesfall ausreichend Zeit und Muße vorhanden sind, spricht nichts dagegen, Trauerkarten handschriftlich zu verfassen. Je größer allerdings die Trauergemeinde, desto unrealistischer ist dieses Vorhaben.

Wer am Rechner gut mit Schreib- und Grafikprogrammen umzugehen weiß, kann einen handschriftlich verfassten Text zumindest einscannen und damit dann die Trauerkarten gestalten.

Zu viele verschiedene Schriftarten können sehr unruhig wirken. Daher empfiehlt es sich, sich auf zwei Schriftarten zu beschränken.

Format und Papier

Egal, ob die Karten mit entsprechender Grafiksoftware komplett alleine gestaltet werden oder ein Anbieter aus dem Internet infrage kommt, sollten Sie sich für hochwertiges, dickes Papier entscheiden, damit die Trauerkarte eine Grundstabilität bekommt und aus der alltäglichen Post heraussticht.

Vom schlichten Postkartenformat über Klappkarten bis hin zu querformatigen Karten reicht inzwischen das Angebot. Je mehr Platz zur Gestaltung vorhanden ist, desto individueller kann die persönliche Gestaltung ausfallen.

Wann werden Trauerkarten versendet?

Trauerkarten werden meist einige Wochen nach der Beerdigung versendet. Mit 4 bis 5 Wochen Abstand zum Begräbnis liegen Sie auf der sicheren Seite.

Zusammenfassung

Egal ob Sie Trauerkarten komplett alleine gestalten oder auf vorgefertigte Karten zurückgreifen möchten, mit nur wenig Aufwand lässt sich ein Dank an die Trauergemeinde ganz einfach umsetzen. Wählen Sie Worte, die Ihren Emotionen entsprechen und dem Verstorbenen zu Ehren gereichen.

Ein Wort zum Schluss: Nicht selten fallen Hinterbliebene nach all den Trauerfeierlichkeiten in ein emotionales und seelisches Loch und müssen sich nun dem Alltag ohne den geliebten Menschen stellen. Das fällt nicht jedem leicht und mitunter kommt es zu Depressionen oder anderen Verhaltensweisen, die Hilfe von Außen erfordern.

Sind Sie selber betroffen oder kennen Sie jemanden im Bekanntenkreis, zögern Sie nicht, Hilfe anzunehmen bzw. anzubieten. Eine erste Anlaufstelle können da Trauer-Selbsthilfegruppen sein.