Wohnung arthrosegerecht einrichten – 7 hilfreiche Tipps für weniger Schmerzen

Wer unter Arthrose leidet, muss oft erhebliche Einschränkungen in der Beweglichkeit in Kauf nehmen. Hier kann es deshalb sinnvoll sein die Wohnung arthrosegerecht einzurichten.

Wohnung arthrosegerecht einrichten
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Wenn die Gelenke schmerzen und diese Beschwerden auch nicht mehr verschwinden, dann ist meist eine Arthrose bzw. eine rheumatoide Arthritis Schuld daran. Laut der Deutschen Arthrose-Hilfe e.V. haben täglich zwei Millionen Menschen aufgrund ihrer Arthrose Schmerzen in den Gelenken. Und das nicht nur an einem Gelenk, sondern häufig sogar gleichzeitig an sechs oder sogar noch mehr Gelenken. Natürlich sind davon nicht nur ältere Menschen betroffen, aber in der Regel leiden doch schon Menschen ab dem 60. Lebensjahr mehr darunter als jüngere.

Das Problem: Arthrose ist nicht heilbar. Zwar lässt sich der Verlauf mit Physiotherapie, Medikamenten und anderen Maßnahmen eine Zeit lang aufhalten und die Schmerzen dadurch lindern, die Erkrankung selbst bleibt aber bestehen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sie selbst aktiv werden und Wege finden, um sich den Alltag mit dieser Erkrankung zu erleichtern. Einen Anfang können Sie zum Beispiel machen, indem Sie Ihre Wohnung „arthrosegerecht“ einrichten. Wie genau das klappt, möchten wir Ihnen nun nachfolgend einmal verraten.

Arthrosegerecht wohnen und Schmerzen lindern – So klappt’s

❍ Tipp 1 – Das passende Bett wählen:

Boxspringbett
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Für Arthrose-Patienten ist es enorm wichtig Fehlhaltungen und Fehlbelastungen der Gelenke zu vermeiden. Das gelingt Ihnen zum Beispiel optimal, indem Sie sich für ein passendes Bett entscheiden. Sie müssen dafür auch noch nicht einmal tief in die Tasche greifen. Möbel-Eins bietet beispielsweise hochwertige, gesunde und für jeden erschwingliche Möbel und somit auch Betten an – in der Regel sogar aus eigener Produktion. Und das vom Single-Bett mit einer Größe von 80×200 cm bis hin zum KingSize-Bett mit einer Größe von 200x200cm. Sehr zu empfehlen ist zum Beispiel ein Boxspringbett mit Topper, der sich Ihrer Körperform perfekt anpasst. Denn so ein Topper unterstützt die Matratze bei der Druckpunktentlastung. Daher ist er also perfekt für Leute geeignet, die unter Gelenkproblemen und somit unter Arthrose leiden.


Zudem bringt die Höhe eines Boxspringbettes natürlich auch Vorteile mit sich. Zum Beispiel erleichtert die Höhe des Bettes das Aufstehen ungemein, da Sie sich nicht aufstützen und hochdrücken müssen. Bei Boxspringbetten mit Elektromotor lassen sich sogar Kopf- und Fußteil in der Höhe verstellen und sich so an die Beschwerden anpassen.

Zusatztipp:
Ein wohltuendes, wärmendes Unterbett ist optimal für Arthrose-Patienten. Es wärmt jedoch nicht nur angenehm, aufgrund der Materialbeschaffenheit und der Verarbeitung wirkt das Unterbett zudem leicht rückfedernd, was die Gelenke weniger belastet.

❍ Tipp 2 – Fernsehsessel und Sofa mit Aufstehhilfe:

Fernsehsessel mit Aufstehhilfe
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Wenn man sich auf ein Sofa oder in einen Sessel setzt, dann macht man meist einen kleinen Schwung nach hinten. Das liegt lediglich daran, weil diese Möbelstücke immer eine relativ tiefe Sitzfläche besitzen. Von diesen wieder aufzustehen ohne sich hochzudrücken, klappt in der Regel überhaupt nicht. Für Patienten mit Arthrose ist das natürlich ein absolutes No Go. Besser sind Senioren Fernsehsessel mit Aufstehhilfe, sprich also Fernsehsessel und Sofas mit einer integrierten und somit elektrischen Aufstehhilfe. Über eine Fernbedinung wird die Sitzfläche einfach nach vorne gekippt und das Aufstehen somit enorm erleichtert.

Bei vielen Modellen ist es aber auch möglich, Füße in verschiedenen Höhen zu wählen. Fragen Sie beim Sofa- bzw. Sesselkauf einfach mal nach, denn darauf weisen die meisten Verkäufer nicht direkt hin.

Alternativ dazu können Sie auch auf so genannte Aufstehkissen zurückgreifen. Diese sind natürlich viel günstiger und lassen sich zudem überall mit hinnehmen und somit einsetzen. Auf dem Sofa, dem Sessel, einem Küchenstuhl und sogar auf dem Bürostuhl. Aufstehkissen besitzen eine ergonomische Form und erleichtern nicht nur das Aufstehen, sondern sorgen auch für ein bequemes Sitzen auf harten Polstern.

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❍ Tipp 3 – Auf Möbel mit Rollen setzen:

Schrank mit Rollen
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Wer unter Arthrose leidet, hat oftmals nicht die Kraft bzw. Schmerzen beim Bewegen von Möbelstücken. Setzen Sie deshalb doch direkt auf Möbel mit Rollen. So können Sie um diese viel leichter herumgehen und sie auch leichter verschieben, um zum Beispiel unter ihnen zu putzen. Derartige Möbelstücke mit Rollen könnten zum Beispiel Stühle sein, aber auch kleinere Schränke und Tische. Einfach beiseite schieben und so können Sie darunter mühelos wischen, ohne sich dabei z.B. schmerzhaft bücken zu müssen.

❍ Tipp 4 – Treppen-/Badewannenlift:

Treppenlift
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Wer Arthrose im Knie und/oder in den Hüftgelenken hat, für den wäre zum Beispiel die Installation eines Treppenliftes eine sinnvolle Sache. Denn gerade bei Knie- und Hüftgelenkarthrose besteht auf Treppen Sturzgefahr. Deshalb lohnt es sich für den Innen- und Außenbereich über die Installation eines Treppenliftes nachzudenken. Die Installation eines Treppenliftes im Mietshaus ist sogar auch unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Wenn Sie in der Badewanne nicht mehr alleine aufstehen können, eignet sich auch hier ein Badewannen- oder sogar ein Schwenklift für Sie. Diesen können Sie selbst steuern, was bedeutet, dass Sie beim Baden auch keine Hilfe benötigen. Diese Unabhängigkeit ist sehr viel wert und für viele Menschen enorm wichtig, um sich nicht pflegebedürftig zu fühlen.

❍ Tipp 5 – Handläufe/Haltegriffe installieren:

Handläufe im Badezimmer
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Handläufe geben Halt und verhindern einen Gleichgewichtsverlust. Um zusätzlichen Halt im Treppenhaus zu schaffen, kann sogar ein zweiter Handlauf sinnvoll sein. Gleiches gilt für Haltegriffe. Im Bad installiert erleichtern sie zum Beispiel ungemein die Hygiene. Das Aufstehen von der Toilette fällt einfacher und auch das Aufstehen von einem Duschstuhl. Natürlich ist auch ein Bedawannengriff sinnvoll, wenn Sie keinen Badewannenlift besitzen, Ihnen aber das Aufstehen aus der Badewanne schwer fällt.

Denn bedenken Sie: Stürze sind eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit im Alter. Es wird geschätzt, dass von den Senioren, die älter als 65 Jahre sind, etwa 30 Prozent mindestens einmal jährlich stürzen. Bei den über 80-Jährigen geht man sogar von mehr als 40 Prozent aus (Quelle: www.aerzteblatt.de)

Zusatztipp:
Das Ein- und Aussteigen aus bzw. in eine Dusche kann für Arthrose-Patienten an manchen Tagen sehr schmerzhaft sein. Deshalb ist es ratsam über den Einbau einer ebenerdigen Dusche ohne hohen Rand nachzudenken.

❍ Tipp 6 – Küchengeräte auf Körperhöhe installieren:

Backofen Senior
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Platzieren Sie Küchengeräte wie Mikrowelle, Backofen, Dampfgarer und Spülmaschine in einer Höhe, die rückenschonend ist. So verhindern Sie ein schmerzhaftes Bücken bzw. Strecken nach diesen Geräten.

Gleiches gilt für die Ordnung in den Küchenschränken. Alles, was Sie regelmäßig benötigen, ordnen Sie am besten in den Küchenschränken und -schubladen auf Körperhöhe ein.

❍ Tipp 7 – Hilfsmittel nutzen:

Deckel öffnen
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Neben all diesen Einrichtungsmöglichkeiten für Arthrose-Patienten gibt es natürlich auch noch Hilfsmittel, die Ihnen den Alltag enorm erleichtern können. Es gibt beispielsweise speziell für Menschen mit Arthrose:

  • Hilfsmittel zum Öffnen und Verschließen von Flaschen und Dosen
  • Besteck mit einem verstärkten Griff
  • angewinkelte Messer
  • Trinkgläser, die sich gut festhalten lassen
  • Anziehhilfen für Socken, Knöpfe, usw.
  • Greifhilfen
  • Drehkissen
  • elastische Schnürsenkel
  • uvm.

Was es alles für Alltagshilfen speziell für Menschen mit Arthrose auf dem Markt gibt, können Sie im Sanitätshaus erfragen. Hier können Sie sich auch direkt beraten lassen. Ansonsten finden Sie hier ein paar der genannten Alltagshelfer:

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