Hilferuf: Oma kämpft verzweifelt um das Wohl ihrer Enkelin

Eine Frau über 70, liebende Oma, kämpft verzweifelt um das Wohl ihrer Enkelin. Die Familie steht nur bedingt hinter ihr und bei Behörden rennt sie gegen verschlossene Türen.

Eine treue Leserin von Aktive Rentner bat mich neulich um Hilfe. Sie ist Oma und verzweifelt, denn sie würde gern ihrer Enkelin helfen, die sie in großer Not sieht. Leider sind ihr, wie sie selbst sagt, die Hände gebunden, da sie keinerlei Rechte hat und sich von den Behörden im Stich gelassen fühlt.

Ihr letzter Hoffnungsschimmer ist die Öffentlichkeit. Sie bittet hiermit andere Großeltern um Hilfe. Jeder Rat ist willkommen. Aus diesem Grund habe ich mich bereit erklärt, ihr Anliegen auf aktive-rentner.de zu veröffentlichen.

Hallo Dagmar,

heute komme ich mal mit einem Fall, der was mit den Rechten der Großeltern zu tun hat. Mein Enkelkind 11 Jahre alt, hat gehörlose Eltern. Beide sind nicht in der Lage dem Kind gerecht zu werden. Sie liegen in Scheidung, und das kleine Mädchen wird sträflichst vernachlässigt. Der Vater hat eine neue Liebe, eine Thaifrau 24 Jahre jung, er selbst ist 58 Jahre alt. Er will unbedingt diese Frau hierher holen, und mein Enkelkind hat große Angst vor der Zukunft, so drückt sie sich aus.

Sie hat einen Missbrauch erfahren, und ist unglücklich darüber, dass sie als unglaubwürdig abgestempelt wird. Dann ist ihr das vor einem Jahr mit dem Halbbruder in gleicher Weise passiert, und nun vor einigen Wochen ein drittes Mal mit dem Halbbruder. Wir haben das Jugendamt angerufen, angeschrieben, und ich habe persönlich mit der Amtsperson (weiblich) gesprochen. Sie verschanzt sich hinter einer Schweigepflicht und das schon das Nötige getan wird. Es geschieht aber nichts!!!

Inzwischen läuft meine Enkelin zur Halbschwester (28 Jahre), und zur geschiedenen 1. Frau ihres Vaters, sucht ein wenig menschliche Wärme und Zuneigung. Ich habe ein gutes Verhältnis zu meiner Ex-Schwiegertochter und wir zerbrechen uns den Kopf wie wir helfen könnten. Die Kleine fleht ihre Halbschwester an: „Hol du mich doch aus dem Hort ab. Ich will das du das machst“.

Leider ist diese als Arzthelferin beschäftigt, und kommt erst am Abend heim. So läuft das Kind am Abend durch die Gegend und sucht. Sie hat an jeder Tür geklingelt und nach S. gefragt und hat sie dann auch gefunden. Derweil sitzt der Vater stundenlang am Computer und unterhält sich mit der Thaifrau. Ihm scheint es egal zu sein wie es dem Kind geht. Auf unsere Frage was aus dem Kind werden soll, wenn er für immer nach Thailand geht, meinte er: „Sie kann mit, oder bleibt bei der Mutter“. (diese wusste vom Missbrauch, und hat alles verschwiegen).

In der Familie sind seit Jahren Familienhelfer, eine Schulaufgabenhilfe, und noch zwei männliche Helfer. Es sind vom Jugendamt beauftragte.

Als Großmutter habe ich keine Rechte, sagt man mir, auch kein Besuchsrecht. Man hält das Kind ganz gezielt von mir fern. Es hieß: das fehlt mir noch, dass die Alte hier mit mischt. Ich habe mich beim Kinderschutzbund erkundigt, es stimmt, ich habe keine Rechte.

… Aber die Geschwister also Halbbruder und Schwester könnten etwas ändern. Dann müsste das Jugendamt tätig werden. (Das Kind hat noch einen Halbbruder den die Mutter mit in die Ehe brachte, der ist der Missbraucher). Auch das Jugendamt wusste durch mich davon!

Ich habe gedroht, alles an die große Glocke zu hängen wenn nicht bald für das KINDESWOHL gesorgt wird. Ich bin bereit dazu, und stehe dahinter, weiß aber nicht so recht an welche Zeitung usw. ich mich am besten wende, bestimmt nicht die BILD! Aber es muss doch irgendwas oder wen geben der mehr macht hat als das Jugendamt???

Auf meine Nachfrage erzählte *Elke weiter…

Mein Sohn, *Nathalies Vater, gehörlos, war in erster Ehe mit einer Hörenden verheiratet, meine Schwiegertochter *S. Sie hatte mit meinem Sohn 2 Kinder, meine Enkelin und der Enkel. Beide sehr gut erzogen, stehen im Berufsleben, alles OK.

Die 2. Frau meines gehörlosen Sohnes ist auch gehörlos. Sie kommt aus Südeuropa, beherrscht nicht die deutsche Sprache, hatte eine Affäre mit einem deutschen Urlauber (vor meinem Sohn) und ein Kind mit ihm. Sie hat sich mehr als 6 Jahre illegal in Deutschland aufgehalten. Wer von den gehörlosen Männern Obdach bot, zu dem zog sie hin. Von Zeit zu Zeit, flog sie nach Hause, holte sich ihr Sozialgeld, und kam zurück. Dann lernte sie meinen Sohn kennen, und war sehr schnell mit ihm verheiratet. Die kleine *Nathalie wurde einige Monate später geboren, und von Anfang an kümmerte sich überwiegend mein Sohn um dieses Kind.

Der in die Ehe mitgebrachte Sohn lebte fortan mit in der Familie. Ein total vernachlässigter Bub, der schon viel Schlimmes von den Männern seiner Mutter erlebt hatte. Mit sieben Jahren hatte er keine Sprache, konnte nur unartikulierte Töne von sich geben, verstand ein wenig seine Muttersprache und sprach in der Kleinkindsprache. Er war ein ungeliebtes Kind und wurde wieder vernachlässigt,

Ich habe das Jugendamt früh aufmerksam gemacht, vergebens! – Er ist krank, und manchmal war er fast am ersticken, ich habe Anträge beim Versorgungsamt für einen Behindertenausweis gestellt die Schule mit eingespannt, damit die Mutter unterschreibt, denn ihr war alles egal. Aber wenn ein Kind ohne Liebe aufwächst, entwickelt es sich oft in die falsche Richtung. Der Bub wurde kriminell, bekam keine Strafe, keine Sozialstunden, nichts, – und irgendwann vergriff er sich an seiner kleinen Halbschwester, – der Missbrauch muss oft stattgefunden haben.

*Nathalie läuft spät am Abend durch die Straßen und sucht die Menschen auf, von denen sie ein wenig Freundlichkeit erfahren hat. Sie suchte auch die erste geschiedene Frau ihres Vaters. Sie klingelte so lange an Haustüren, bis sie sie gefunden hatte. Ich habe zusätzlich den Kinderschutzbund benachrichtigt, mein Sohn sitzt von der Arbeit kommend vor dem Computer und spricht mit Zeichensprache mit der Thaifrau, die er jetzt unbedingt nach Deutschland holen will.

Die Tochter ist ihm inzwischen nicht mehr wichtig. Er sagt, wenn er kein Visum hat, fliegt er so in den Urlaub und lässt alles stehen und liegen, er käme einfach nicht zurück. Dann darf die kleine Tochter, verdient sie erst mal eigenes Geld, alle Schulden des Vaters tilgen. *Nathalie sagte zur Halbschwester: „Ich habe solche Angst vor der Zukunft, meine Seele ist jetzt schon so kaputt, und wenn die fremde Frau mit ihrem Kind kommt, wo soll ich dann hin?“ Zur Mutter will sie nicht, da wehrt sie sich mit Händen und Füßen, und der Halbbruder lebt ja bei der Mutter. Da wäre sie diesem „Unhold“ ja wieder ausgesetzt. Dem Jugendamt sind diese Zustände bekannt!!! Man verschanzt sich hinter Schweigepflicht…

Ich will viele Großeltern hören, ich will, dass das aufhört, dass meine kleine Enkelin in Ruhe und Wärme aufwachsen kann. Ich als Großmutter habe keine Rechte. Leider bin ich krank und kann nicht gut für das Kind sorgen, aber Großmutter sein möchte ich gerne. Da gibt es noch genug zu tun.

Und noch einmal JA, es sollen die Menschen erfahren was meiner Enkelin geschieht. Ich habe schon vor Jahren dem Jugendamt gesagt, dass ich alles an die Öffentlichkeit bringe.

Liebe Grüße *Elke

*Name von der Redaktion geändert

Beitragsbild: © zahar2000 – Fotolia.com

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