Gesunde Kleidung: Gibt es das und wie erkenne ich sie?

Knallige Farben, moderne Looks – die Modetrends werden immer bunter, auch für Senioren. Doch ist das Gesunde Kleidung? Im schlimmsten Fall kann genau diese Farbenvielfalt krank machen.

Gibt es gesunde Kleidung
| © teksomolika / stock.adobe.com

Das die heutige Mode für Senioren keineswegs mehr nur ein Grau in Grau Einerlei ist, beweisen uns nicht nur Promis wie Iris Berben, sondern auch die Damen der Generation 50+ die uns täglich auf der Straße begegnen. Moderne Senioren legen Wert auf Chic und kombinieren gern.

Natürlich steigen die Ansprüche an moderner Kleidung auch mit zunehmendem Alter. Häufig ist es eine Frage der gesundheitlichen Konstitution, wie Hose, Shirt oder Schuhe beschaffen sein müssen. Locker sitzend, ohne dabei schlabberig zu wirken oder einfach nur praktisch, wie Schuhe mit Klettverschluss, so argumentieren zum Beispiel Damen und Herren, die Probleme mit den Beinen oder der Hüfte haben. Andere wiederum sind körperlich noch recht fit, vertragen aber die „neumodischen Kunstfasern“ nicht.

Unsere Haut wird mit den Jahren dünner und empfindlicher, das ist eine Tatsache. Bei der Anprobe eines neuen Kleidungsstücks, sind deshalb Jucken, Kribbeln oder Kratzen keine Seltenheit. Ähnlich wie wir beim Kochen auf gesunde Lebensmittel Wert legen, können wir auch bei der Auswahl unserer Garderobe auf gesunde Kleidung achten.


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Was macht Kleidung ungesund?

Manches schöne Oberteil wirkt nur auf den ersten Blick richtig toll. Schaut man sich die „Inhaltsstoffe“ an, kommen die ungesunden Stoffe zum Vorschein. Intensiv gefärbte Stoffe enthalten meist Farbpartikel, die unbewusst auf unsere Haut übertragen werden. Diese künstlichen Farben können dann Allergien auslösen und sogar Kopfschmerzen hervorrufen. Waschen hilft in diesem Fall nur minimal, denn auch wenn die erste Farbintensität rausgewaschen wird, verbleiben ungesunde Rückstände in den Fasern.

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Bei sensibler Haut lieber Finger weg

Auch wenn es reizt, sich hin und wieder ein besonders günstiges Schnäppchen zu kaufen, lassen Sie lieber die Finger davon. Allein schon der Hinweis „separat waschen“ zeigt, dass sich extrem viel künstliche Farbe im Stoff befindet. Aber auch Kleidung, bei der die Chemiekeule zugeschlagen hat, ist nichts für hautempfindliche Menschen. Leider deklarieren Hersteller ihre Ware nicht immer ausreichend, schon gar nicht wenn Sie aus fernöstlicher Produktion stammt. Diese Hinweise sollten Sie aber stutzig machen, denn fast immer wurde hier Chemie verwendet:

  • Eulan oder eulanisiert
  • filzfrei, waschmaschinenfest, superwash
  • bügelfrei, formstabil, wash&wear
  • vor dem ersten Tragen waschen
  • schmutzabweisend
  • antimikrobiell, antismell, antistatisch
  • flammgeschützt
  • fußpilzhemmend

Mein persönlicher Tipp: Chic und trotzdem gesund
Das Modeversandhaus Witt Weiden bietet nicht nur moderne Kleidung für Senioren an, sondern achtet auch auf die verwendeten Materialien. Die meisten Shirts bestehen daher zu 100 Prozent aus Baumwolle oder werden sogar in Bio-Baumwollqualität angeboten. Preislich liegen die Oberteile trotzdem nicht im utopischen Bereich, was den Geldbeutel freut.

Woran erkenne ich gesunde Kleidung?

Welche Kleidungsstücke Sie also besser meiden sollten, haben wir nun geklärt. Doch wie erkennen Sie beim Kauf, dass es sich um nicht, oder weniger schadstoffreiche Textilien handelt? Anfassen allein reicht leider nicht, denn manche Kunstfasern fühlen sich an, als wären sie beispielsweise aus Leinen, sind es aber nicht. Prinzipiell sei gesagt, dass Sie am besten Kleidung wählen, die aus Seide, Baumwolle, Leinen oder Wolle besteht. Diese Materialien lassen sich nämlich auch ohne Chemie wunderbar einfärben.

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➩ Kein gesetzlich geschütztes Zertifikat

Anders als in der Lebensmittelindustrie, wo BIO auch explizit gekennzeichnet sein muss, gibt es für Klamottenhersteller keine einheitlichen Standards. In erster Linie sollten Sie also darauf achten, welche Zusatzstoffe in der Materialangabe des Etikettes angegeben sind. Je weniger, desto besser natürlich. Außerdem können Sie sich an Textil-Gütezeichen orientieren, die seit einiger Zeit für Öko-Mode stehen.

Die kostenlose Broschüre von Greenpeace gibt Aufschluss über die Chemikalien und erklärt auch die Gütezeichen. Lesen Sie gern über Siegel wie „Blauer Engel“ oder „Made in Green“ hier genauer nach:
Die besten Textil-Siegel im Greenpeace-Check

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