Hilfsmittel für Senioren

Im Alter ist so manches Hilfsmittel unverzichtbar
Im Alter ist so manches Hilfsmittel unverzichtbar

Angesichts der demografischen Entwicklung und des medizinischen Fortschritts gewinnen Hilfsmittel für Senioren einen steigenden Stellenwert für die Alltagsbewältigung dieser wachsenden Bevölkerungsgruppe.  Sie erlauben einerseits, trotz altersbedingter Einschränkungen ein selbstbestimmtes Leben in der gewohnten Umgebung zu führen.

Ist Pflege erforderlich, schaffen die Hilfsmittel Erleicherung und erlauben auch hier, weiter in der gewohnten Umgebung zu bleiben und den Umzug in eine wesentlich kostenintensivere Pflegeeinrichtung zu vermeiden. Entsprechend konzentriert sich ein großer Teil der Hilfsmittel auf die Bereiche Haushalt und Hygiene beziehungsweise „Bad“.

Hilfsmittel für den Haushalt

Hilfsmittel für den Haushalt dienen vor allem dazu, Personen mit eingeschränkter Kraft oder verminderter Beweglichkeit in Händen und Armen alltägliche Verrichtungen zu erleichtern. Zu den erwähnten Hilfsmitteln gehören Flaschenöffner, die das Öffnen von Schraubflaschen auch für Personen mit geringer Greiffähigkeit möglich machen. Bei diesem Gerät wird ein Aufsatz in der Form eines großen Drehknopfes mit geriffelter Innenseite auf den Schraubverschluss geschoben.

Eine ähnliche Funktionsweise haben Drehhilfsmittel, die beispielsweise auf Wasserhahngriffe oder Drehknöpfe aufgesetzt werden können. Bolzen halten den Griff fest und erlauben so eine Bedienung selbst dann, wenn Gelenkprobleme oder eine verminderte Handfunktion den normalen Bedienungsablauf nicht zulassen. Für eine ganze Reihe von Wasserhähnen werden spezielle Aufsätze hergestellt, die durch ihre große Hebelkraft die Handhabung erleichtern.

Aufsetzbare Handgriffe lassen sich an Gartengeräten, Besen oder Staubsaugern anschrauben, bieten Erleichterung bei der Bedienung und vermeiden Rückenprobleme durch Fehlhaltungen.
Küchengeräte wie ein Kartoffelschäler mit Handklemme helfen dann, wenn ein Festhalten eines normalen Kartoffel- oder Gemüseschälers nicht möglich ist.


In anderen Fällen wie bei einem Käsehobel dient ein besonders geformter, ergonomischer Griff der leichten Handhabung.  Aufsteckbare Verdickungen machen die Benutzung eines Stiftes ohne Anstrengung möglich, dienen aber auch in einer Vielzahl anderer Fälle dazu, dünne, schlanke Gegenstände wie Zahnbürsten oder Besteck handlicher zu machen. Dazu wird das außen dreieckige, innen mit einer Durchbohrung versehene Kunststoffteil auf den entsprechenden Gegenstand geschoben.

Für Personen, denen nur eine Hand zur Verfügung steht, wurden Streichbretter entwickelt, die das Bestreichen von Brotscheiben ohne fremde Hilfe ermöglichen. Eine Einfassung in L-Form an zwei Seiten des rechteckigen Brettes hält dabei die Brotscheibe fest.

Hilfsmittel im Bad

Das Badezimmer oder genauer die persönliche Hygiene sind für jeden Menschen ein besonders prekärer Bereich. Entsprechend umfangreich ist das Sortiment der angebotenen Hilfsmittel. Nicht in allen Fällen bedeutet großer Nutzen auch großen Aufwand. Ein gewinkelter Haltegriff, der beispielsweise an der Wand neben der Toilette befestigt werden kann und durch seine spezielle, den Unterarm stützende Form das Setzen und Aufstehen erleichtert, kann als Beleg für diese Tatsache dienen.

Wesentlich aufwendiger ist ein motorgetriebener Badewannenlifter, der als Stuhl in die Badewanne gesetzt wird. Der Nutzer kann ihn auf Knopfdruck herunterfahren und in eine halb liegende Position bringen und ihn nach Ende des Bades wieder hochfahren, bis sich die Sitzfläche in Höhe des Badewannenrandes befindet und ein Aussteigen, eventuell noch mit Hilfe einer Drehscheibe auf der Sitzfläche, leicht möglich ist.

Trittstufen als Einstiegshilfen, Badewannenverkürzer und Badewannensitze, die mit Saugnäpfen in der Wanne befestigt werden, gehören zu den weniger aufwendigen, aber effektiven Hilfsmitteln.

Entsprechende Hocker oder Stühle gibt es ebenfalls für die Dusche. Sie werden mit Saugnäpfen in der Duschtasse befestigt, sind wasserfest und höhenverstellbar und bieten teilweise durch eine drehbare Sitzfläche noch größere Bequemlichkeit.

Die selbstständige Nutzung der Toilette auch bei verminderter Beweglichkeit wird durch eine Toilettensitzerhöhung, die auf das vorhandene Toilettenbecken gesetzt wird, ermöglicht. Bei Bedarf geben Armlehnen zusätzliche Sicherheit.

Der Toilettenstuhl kommt dann zum Einsatz, wenn der Gang zur Toilette nicht möglich ist. Ein herausnehmbarer Eimer unterhalb der Sitzfläche erleichtert die hygienische Entsorgung und schnelle Reinigung.

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Foto1: © Viktor Schwabenland/PIXELIO