Bewerben mit 50plus – 5 Tipps für die erfolgreiche Jobsuche

Viele Arbeitnehmer halten Bewerben mit 50plus für aussichtslos. Die Jobsuche ist zwar schwierig, aber mit unseren Tipps nicht hoffnungslos.

Bewerben mit 50plus - TippsDie Wirtschaft Deutschlands befindet sich in einem ständigen Wandel. Firmen kommen und gehen, Arbeitsplätze werden geschaffen und gehen verloren. Betroffen von diesen Veränderungen sind vor allem ältere Arbeitnehmer, die Generation 50plus. Wer in diesem Alter arbeitslos wird, hat Mühe, nochmals in ein festes Arbeitsverhältnis aufgenommen zu werden. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Ältere Arbeitnehmer haben oft viele Jahre in einem Beruf / Betrieb gearbeitet. Ihnen fällt die Umstellung auf neue Gegebenheiten beim zukünftigen Arbeitgeber besonders schwer. Aber auch körperliche Einschränkungen spielen mit zunehmendem Alter eine Rolle. Dies alles sind Gründe, die zur Zögerlichkeit bei den Arbeitgebern führt, einen Mitarbeiter der Generation 50plus einzustellen. Aber auch der übergewaltige Bestand an Gesetzen und Vorschriften zum Kündigungsschutz führt zu diesem Nachdenken. Was ist also beim Bewerben mit 50plus wichtig, um sich bei einem potenziellen Arbeitgeber positiv zu präsentieren?

Tipp 1 – Verfassen Sie ein Anschreiben das Eindruck hinterlässt


Arbeitgeber haben wenig Zeit, müssen aber sehr häufig Bewerbungen lesen, die mit „Hiermit bewerbe ich mich“ beginnen. „Wieder einer wie alle“, ist die Reaktion. Dieser Beginn ist ohnehin überflüssig. Wenn Sie sich nicht bewerben wollten, hätten Sie die Unterlagen schließlich nicht abgeschickt. Sprechen Sie den Chef an, z. B. mit: „Sie suchen einen Mitarbeiter für…?“ Damit wecken Sie vom ersten Satz an seine Aufmerksamkeit, denn Sie sind anders und beziehen sich direkt auf ihn.

Setzen Sie diesen Stil fort, indem Sie sich vorher über die Firma informieren. Stellen Sie dar, weshalb Sie der geeignete Bewerber sind. Loben Sie ihn für seine innovativen Produkte und verdeutlichen Sie, dass Sie sich freuen, daran mitarbeiten zu wollen. Schildern Sie Ihre langjährige Berufserfahrung, die Sie speziell an diesem Arbeitsplatz einsetzen können. Das Gleiche tun Sie, wenn Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden.

Tipp 2 – Aktualisieren Sie ihren Lebenslauf


Ihr Lebenslauf darf keine Lücken haben, denn ungünstige Stationen Ihrer Entwicklung zu verschweigen ist ungesetzlich. Sie müssen diese prekären Fakten aber auch nicht besonders hervorheben.

Immer wieder begehen Bewerber den Fehler, dass sie einen auf dem PC abgespeicherten Lebenslauf unkontrolliert ausdrucken und abschicken. Achten Sie darauf, dass die jüngsten Stationen, auch beim Bewerben mit 50plus, aktuell sind.

Tipp 3 – Schrauben Sie ihre Gehaltsvorstellung runter


Ältere Arbeitnehmer, die arbeitslos geworden sind, kommen oftmals aus einem langjährigen Beschäftigungsverhältnis bei dem sie in eine hohe Gehaltsklasse eingestuft waren. Beim Bewerben mit 50plus dürfen Sie aber nicht vergessen, dass sie in der neuen Firma als Anfänger angesehen werden. Selbst bei einer hochgradigen Qualifizierung will der neue Chef beobachten, wie seine neue Arbeitskraft die Aufgaben erfüllt.

Aber auch die wirtschaftliche Situation Deutschlands führt an einem neuen Arbeitsplatz zu Gehaltseinbußen. Viele Berufsgruppen werden nicht mehr so gut bezahlt wie noch vor wenigen Jahren. Diese Entwicklung ist eine Folge der Globalisierung und Billigkonkurrenz aus Fernost. Jeder Arbeitgeber kann nur den Lohn zahlen, der zur Erzeugung seiner Produkte möglich ist.

Tipp 4 – Nutzen Sie Angebote von Zeitarbeitsfirmen


Auf dem Arbeitsmarkt tummeln sich viele Zeitarbeitsfirmen. Vor allem die Großen ihrer Branche stehen oft in keinem guten Ruf. Dennoch kann das Bewerben mit 50plus bei einer Zeitarbeitsfirma als zukunftsweisend angesehen werden.

Die große Berufserfahrung eines solchen Arbeitnehmers, verbunden mit Fleiß und Einsatzbereitschaft, sind die beste Referenz. Diese Tugenden haben schon so manches feste Arbeitsverhältnis hervorgebracht.

Tipp 5 – Beschäftigungspaket „Perspektive 50plus“


In dieses Programm werden seit 2009 jährlich viele Millionen investiert. Es hat viele Arbeitgeber motiviert, über die Generation 50plus nachzudenken. Unbestritten ist dabei auch das Interesse, Fördermöglichkeiten in Anspruch zu nehmen. Der Erfolg ist entscheidend und der ist in jedem Fall individuell zu betrachten. So können bisher vergebliche Qualifizierungen in einem Arbeitsverhältnis auf Probe enden. Bei konstruktiver Bemühung, an der alle Beteiligten effektiv mitarbeiten, hat dieses Programm aber auch schon vielfach zum Erfolg geführt.

Voraussetzung sind immer eine bewusste und zielgerichtete Vermittlung durch die Agentur für Arbeit, Bereitschaft des Arbeitnehmers sowie ein Arbeitgeber, der sein ehrliches Interesse umsetzen will. Mehr zum Thema Perspektive 50plus und ob ein Beschäftigungspakt in ihrer Wohnortnähe existiert, finden Sie auf www.perspektive50plus.de.

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