Der richtige Bademantel kann das Wohlbefinden erhöhen und den Alltag enorm bereichern, ob zu Hause oder unterwegs in Sauna und Urlaub. Doch worauf sollte man beim Kauf eines Bademantels achten? Mit unserem Ratgeber finden Sie den perfekten Bademantel für sich.

Senioren-Pärchen in flauschigen Bademänteln.
Das Material entscheidet mit über den Wohlfühlfaktor beim Bademantel. © zinkevych / stock.adobe.com

Bademäntel sind für viele Senioren aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, erfüllen sie doch wichtige Funktionen und tragen ihren Anteil zu einem hohen Wohn- und Pflegekomfort bei.

So schenken sie einerseits Geborgenheit und Wohlempfinden, andererseits halten sie nach dem Duschen oder Baden den Körper warm und trocknen schonend die Haut. Das kann besonders bei älterer Haut sinnvoll und hilfreich sein, um sie nicht durch starkes Trockenrubbeln zusätzlich zu stressen. Zusätzlich dienen Bademäntel vor allem im privaten Bereich als bequemes Kleidungsstück, das gerne zum Entspannen genommen wird.

Bademäntel gibt es in unterschiedlichen Materialien und Längen, dementsprechend wiegen sie unterschiedlich schwer. Leichte und schwere Modelle haben jeweils ihre Vor- und Nachteile, die man kennen sollte, um den perfekten Bademantel zu finden.

Wofür soll der Bademantel genutzt werden?

Grundsätzlich ist es sinnvoll, Bademäntel nach ihrer Verwendung auszusuchen. Wer regelmäßig Wellnessurlaube und Saunagänge nutzt, dem sei zu einem Bademantel geraten, der warmhält und gleichzeitig gut die Feuchtigkeit aufnimmt. Diese sind auch für daheim nach dem Duschen oder Baden ratsam. Folgende Materialien kommen dafür in Betracht:

  • Frottier
  • Frottee
  • Baumwolle

Es handelt sich dabei um sehr saugfähige Materialien, die tatsächlich etwas schwerer, dafür aber sehr wärmend sind. Das ist vor allem für die Ruhezeit zwischen den Saunagängen wichtig, um nicht auszukühlen.

Übrigens ist der Anteil der Saungänger in der Altersgruppe 50-59 Jahre am höchsten, wie eine Umfrage ergeben hat.

Ein Sommerurlaub am Strand hingegen wartet oft mit heißen Tagen und Sonneneinstrahlung auf. Um einerseits die Haut vor zu viel UV-Licht zu schützen und andererseits ein übermäßiges Schwitzen zu verhindern, sind hier eher leichte und luftige Stoffe angebracht. Das können sein:

  • Seide
  • Microfaser
  • Samt
  • Leinen

Schwere, flauschige Bademäntel

Schwerere Bademäntel haben meistens einen hohen Kuschelfaktor. Das liegt vor allem an der jeweiligen Verarbeitung des Gewebes. Vor allem Bademäntel aus Frottier und Frottee sind aufgrund ihrer Schlingenstruktur besonders flauschig. Zugleich saugen sie enorm gut Feuchtigkeit auf. Das ist unter anderem auf die Schlingen und der dadurch entstandenen Volumenvergößerung zurückzuführen. Während bei Frottee die Schlingen nur einseitig gewebt werden, weist Frottier auf beiden Seiten Schlingen auf. Dadurch ist Frottier überaus angenehm auf der Haut zu tragen.

Aber auch wer schnell friert, sollte zu Bademänteln aus Frottier greifen. Luxus-Bademäntel für Damen gibt es dabei auch immer öfter farblich passend zu Handtüchern und Waschlappen. So verbindet sich Funktionalität mit Stil und sogar mit Raumgestaltung.

Vor- und Nachteile schwerer Bademäntel

Vorteile Nachteile
Hohe Feuchtigkeitsaufnahme Schwerer als leichte Bademäntel
Sehr warm und bequem Benötigen mitunter mehr Platz in der Tasche
Weich und angenehm zu tragen Trocknen langsamer als leichte Bademäntel
Optimal für kalte Tage

Leichte Bademäntel

Ob am heimischen Pool oder am Strand, leichte Bademäntel schützen die Haut nicht nur vor der Sonne, auch bei der ein oder anderen Brise bleibt der Körper gut gewärmt, ohne zu sehr zu erhitzen. Sie schmiegen sich zudem gut am Körper an und tragen nicht auf.



Während Seide oder Mikrofaser mitunter schwer zu greifen sind, da sie sehr glatt sein können, bringt Leinen von Haus aus eine Griffigkeit mit, die es auch Senioren mit Handicap ermöglicht, sich den Bademantel überzuziehen.

Vor allem Mikrofaser ist bekannt dafür, dass es sehr schnell trocknet. Das ist besonders bei häufigen Aufenthalten am Wasser ein großer Vorzug.

Vor- und Nachteile leichter Bademäntel

Vorteile Nachteile
Leicht und einfach zu tragen Möglicherweise nicht so warm und weich wie flauschige Bademäntel
Schnell trocknend Bei Kunstfasern eventuell nicht ganz so bequem auf der Haut
Bequem auch an warmen Tagen Vor allem bei Seide muss auf Spezialwaschmittel zurückgegriffen werden.

Weitere Kriterien für den perfekten Bademantel

Neben dem richtigen Stoff kommt es natürlich auch auf andere Punkte an, um den richtigen Bademantel zu finden.

Die richtige Größe

Bademäntel werden direkt auf der Haut getragen und sollten gut passen. Bademode darunter findet immer Platz, dafür braucht es keinen extragroßen Bademantel. Nicht zuletzt auch aus Sicherheitsgründen sollte man sich im Bademantel bequem bewegen können. So sollte er nicht einengen, aber auch nicht so lang sein, dass man beim Laufen oder Treppensteigen ins Stolpern kommt.

Funktionalität

Ratsam sind Bademäntel mit Taschen, in denen Schlüssel und Smartphones untergebracht werden können. So kann im Notfall schnell Hilfe geholt werden.

Bademäntel mit Kapuzen sind nicht jedermann Sache. Aber wer mit nassen Haaren empfindlich reagiert, ist mit einer Kapuze gut beraten und kann Erkältungen vorbeugen.

Verschluss

Die meisten Bademäntel werden mit einem Gürtel zugebunden. Daneben gibt es auch Verschlüsse mit Reißverschluss oder Knöpfen oder gar einer Kombination aus Knöpfen und Gürtel.

Senioren, die in ihrer Fingerfertigkeit eingeschränkt sind, sollten sich für Bademäntel mit Gürtel entscheiden. Diese sind einfacher zu bedienen als wenn beispielsweise Knöpfe geschlossen werden müssen.

Hygiene

Bei der Auswahl des richtigen Bademantels sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass dieser bei mindestens 60° C waschbar ist. Das tötet Bakterien und andere Keime ab, was insbesondere dann wichtig ist, wenn der Bademäntel häufig in öffentlichen Einrichtungen wie Sauna oder Schwimmbad getragen wird. Aber auch der eigene Schweiß oder Kosmetikrückstände werden so zuverlässig entfernt.

Aufgewachsen mit engem Kontakt zu den Großeltern ist es mir ein persönliches Anliegen, dass unsere älteren Mitmenschen ihren Lebensabend in Würde verbringen dürfen.

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