Spannungskopfschmerzen – Ursachen und Möglichkeiten der Behandlung

Mehr als jeder zweite Erwachsene in Deutschland leidet mindestens einmal im Jahr an Spannungskopfschmerzen. Wie Sie diese lindern und vorbeugen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Spannungskopfschmerzen
© Syda Productions – Fotolia.com
Laut aspirin.de leiden bis zu 78 Prozent der Europäer einmal in ihrem Leben unter Spannungskopfschmerzen. Sprich also unter dumpfem, beidseitig drückendem Schmerz, der von muskulärer Anspannung im Halsbereich begleitet wird. Das Problem: die Ursachen für diese Art der Kopfschmerzen sind nicht so recht geklärt.

Der Krankheitsbeginn liegt häufig zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Aber auch Kinder und ältere Menschen können Spannungskopfschmerzen bekommen. Dann ist guter Rat wichtig, denn wenn Sie wissen, wie Sie richtig handeln, dann gehören die Kopfschmerzen schnell der Vergangenheit an.

Ursachen von Spannungskopfschmerzen

Wie schon erwähnt, ist bis heute nicht genau geklärt, was die Ursachen für Spannungskopfschmerzen sind. Früher nahm man an, dass die Auslöser eine Verspannung der Nacken- Hals- und Schultermuskulatur seien. Deshalb auch der Name Spannungskopfschmerzen. Man geht auch davon aus, dass die Verspannungen Schuld an der Entstehung der Kopfschmerzen sind, dennoch weiß man nicht genau, wie es dadurch zu Kopfschmerzen kommen kann. Experten gehen bisher davon aus, dass Betroffene eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit der Kopfmuskulatur aufweisen. Doch so ganz genau weiß die Medizin trotzdem nicht, welche Mechanismen im Körper ablaufen, wenn Spannungskopfschmerzen entstehen.

Sicher ist hingegen, dass es bestimmte Risikofaktoren gibt, die zu Spannungskopfschmerzen führen können. Dazu zählen zum Beispiel Stress, Schlafmangel, eine muskuläre Fehlbelastung, psychische Beschwerden, ein Infekt, Verspannungen im Nacken- / Rückenbereich und auch Probleme mit den Zähnen bzw. dem Kiefer durch Kronen, Brücken etc.

Symptome von Spannungskopfschmerzen

Viele Betroffene verwechseln Spannungskopfschmerzen mit Migräne. Kein Wunder, denn auch Spannungskopfschmerzen können einem schwer zu schaffen machen. Zwischen Spannungskopfschmerzen und Migräne gibt es aber ein paar Unterschiede, durch die Sie erkennen können, woran Sie wirklich leiden. Nachfolgend ein kleiner Überblick wie sich Spannungskopfschmerzen, Migräne und auch Cluster-Kopfschmerzen voneinander unterscheiden:

Spannungs-KopfschmerzenMigräneCluster-Kopfschmerzen
Lokalisation➔ beidseitige Kopfschmerzen
➔ Spannungsgefühle im Bereich der Kopfhaut,, Augen, Hals und Schultern
➔ meist einseitige Schmerzen➔ auf einer Seite des Kopfes
➔ meist hinter dem Auge oder in der Schläfengegend
Schmerzform➔ dumpf, drückende Schmerzen➔ pulsierende Schmerzen➔ stechender Schmerz
➔ Cluster-Attacke dauert ca. 15 bis 18 Minuten
Schmerzintensität➔ leichte bis mittelschwere Schmerzen➔ starke Schmerzen➔ starke Schmerzen
Begleitbeschwerden➔ keine, eventuell Licht- oder Geräuschempfindlichkeit ➔ Übelkeit, Erbrechen
➔ erhöhte Empfindlichkeit gegen Licht, Gerüche und Geräusche
➔ sensorische und motorische Störungen
➔ keine

Was Sie selbst bei Spannungskopfschmerz tun können

Sollten Sie mehrmals unter Spannungskopfschmerzen leiden, ist es auf jeden Fall wichtig, dass Sie einen Arzt aufsuchen und mögliche Ursachen abklären lassen. Für Spannungskopfschmerzen können nämlich auch Infektionen, Bluthochdruck oder auch Medikamente verantwortlich sein. Deshalb sollte ein Arzt sämtliche Auslöser und Erkrankungen ausschließen. Liegen keine vor, können Sie die Spannungskopfschmerzen auf folgende Weise selbst behandeln:

  1. Erlernen von Entspannungstechniken:
  2. Stress im Alltag oder familiäre Sorgen belasten unsere Psyche und können so Spannungskopfschmerzen auslösen. Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung nach Jacobson, helfen Ihnen, den Schmerz zu lindern.

    Yoga Senioren
    © contrastwerkstatt – Fotolia.com
    ★ Yoga
    Ein sehr altes, ganzheitliches Übungssystem aus Indien. Die Übungen helfen dabei, Körper, Geist und Seele ins Gleichgewicht zu bringen.

    ★ Autogenes Training
    Durch Beeinflussung des Unterbewusstseins wird die ganzkörperliche Entspannung herbeigeführt.

    ★ progressive Muskelentspannung nach Jacobson
    Hier werden einzelne Muskelgruppen erst angespannt und dann wieder entspannt, um den Körper lockerer zu machen.

  3. Aufbissschiene:
  4. Wie oben bereits erwähnt, können auch Probleme mit den Zähnen oder dem Kieferapparat zu Spannungskopfschmerzen führen. Wer häufig mit den Zähnen knirscht oder nach zahnärztlichem Eingriff merkt, dass die Zähne nicht mehr optimal aufeinander passen, dem ist eine Aufbissschiene – frei erhältlich unter dentrade.com – zu empfehlen. Dadurch wird der Druck auf die Kaumuskulatur genommen, der als Auslöser für Spannungskopfschmerz gilt.

  5. Pfefferminzöl:
  6. Rein pflanzlich und vor allem sehr gut geeignet um den akuten Schmerz zu stillen, ist Pfefferminzöl. Auf aerzteblatt.de wird von einer Studie berichtet, bei der Patienten bereits nach 15-minütiger Anwendung eine Reduktion ihres Spannungskopfschmerzes merkten.

  7. Ausdauertraining:
  8. Auch leichter Ausdauersport kann helfen, den Spannungskopfschmerz zu verringern. Hier sollte aber jeder für sich entscheiden, welches Training gesundheitlich machbar ist. Während in jüngeren Jahren durchaus das Joggen zu empfehlen ist, gehen ältere Menschen es besser ruhiger an. Hier eignet sich Nordic Walking hervorragend.

  9. Schulter- und Halsmuskulatur trainieren:
  10. Wenn Sie sicher sind, dass Ihre Kopfschmerzen aus verspannter Schulter- und Halsmuskulatur resultieren, können einfache Übungen Abhilfe schaffen. Dazu müssen Sie weder ein Fitnessstudio besuchen, noch teure Sportgeräte anschaffen. Im Video erklärt Ihnen Anna, wie Sie Ihre Muskulatur ganz ohne großen Aufwand lockern können.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

(Ihr Kommentar erscheint erst nach einer kurzen Prüfung)




Foto1: © Syda Productions - Fotolia.com, Foto2: © contrastwerkstatt - Fotolia.com