4 Tipps gegen Langeweile im Ruhestand

Langeweile im Ruhestand? Wer nach einem langen und intensiven Arbeitsleben in den wohlverdienten Ruhestand einzieht, hat nicht nur genügend Zeit für Muße, Erholung und das Zusammensein mit der Familie. Oft bedeutet für sehr aktive und vitale Menschen der Ruhestand, dass sie sich zurückziehen und ihre Interessen oft vernachlässigen.

Tipps gegen Langeweile im Ruhestand
Keine Langeweile im Ruhestand | © LIGHTFIELD STUDIOS / stock.adobe.com

Die Langeweile im Ruhestand muss jedoch nicht sein, denn es gibt viele Betätigungsfelder auch in diesem Alter. Das Leben geht viel zu schnell weiter und überall wird Ihre Hilfe gebraucht. Also warten Sie nicht und nutzen unsere Tipps gegen Langeweile im Ruhestand.

1. Tiere betreuen und versorgen

Viele Menschen, welche ihren Ruhestand genießen, haben in vergangenen Zeiten selbst Haustiere gehalten. Andere sogar in einem landwirtschaftlichen Betrieb oder auf einem Bauernhof gearbeitet. Sie sind meist ihr ganzes Leben lang mit Tieren in Berührung gekommen. Allerdings können Sie sich jedoch im Ruhestand auf Grund möglicherweise auftretender körperlicher Gebrechen keine eigenen Haustiere mehr halten.

Das Versorgen von Tieren und der intensive, freundschaftliche Kontakt zu Tieren stellt deshalb eine attraktive Variante dar, um die Langeweile im Ruhestand zu vertreiben. Außerdem sind Spaziergänge mit dem Hund in der Natur oder in der Stadt günstige Möglichkeiten, um andere Menschen kennen zu lernen.


Gerade Tiere benötigen die Zuwendung und das Umsorgen durch den Menschen. Ältere Personen, welche rüstig sind oder lieber in der Wohnung bleiben möchten, können dabei eine große Pflicht übernehmen und sich dadurch gebraucht fühlen. Dieses Gefühl ist wohltuend und stärkt das Selbstvertrauen, auch in dieser Zeit, welche für die meisten Ruheständler eine neue Herausforderung, nützlich zu sein und eine sinnvolle, den Alltag ausfüllende Tätigkeit zu erbringen.

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Eine besonders reizvolle Variante ist es, wenn Senioren, welche gut mit Tieren umgehen können und diese mögen, in Tierheimen vorsprechen. Tierheime sind oft sehr dankbar für die ehrenamtlichen und zuverlässigen Helfer. Außerdem ist der Umgang mit Tieren nicht nur ein Mittel gegen Langeweile im Ruhestand sondern verhilft den Senioren dazu, den Kontakt zur Außenwelt nicht zu verlieren. Außerdem haben viele Ruheständler tolle Ideen und zahlreiche Erfahrungen, welche sie im Laufe des Lebens sammeln konnten und diese nun in die Tierbetreuung einbringen.

Eine tolle Variante ist es, nicht nur herkömmlich bekannte Haustiere zu versorgen. Interessant ist es auch, wenn neben Hunden und Katzen insbesondere Vögel und Kleinsäuger wie Hasen, Frettchen oder Chinchillas gepflegt und beaufsichtigt werden. Beliebt ist daneben die Variante, dass Menschensenioren auch Tiersenioren versorgen und sich mit diesen beschäftigen. Diese Tiere zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht mehr so jung und agil sind. Sie stellen aus diesem Grund einen optimalen Begleiter für Ruheständler dar und überfordern diese nicht.

Extratipp: Anzeige schalten
Ratsam ist es, bei bestehendem Interesse eine Anzeige in der Zeitung oder im Internet zu schalten. Ein Angebot an das ansässige Tierheim, an einen Bauernhof oder eine Anfrage bei guten Bekannten und Nachbarn kann sich als sinnvoll erweisen. Einfach und schnell geht es auch auf www.betreut.de. Dort kann man direkt nach Tierbesitzern in seiner Region suchen.

2. Helfen bei der Grünanlagenpflege

Die meisten Ruheständler, ob Damen oder Herren, haben in ihrem Leben die Gartenarbeit sehr geliebt. Einige hatten einen großen Garten und waren auf einzelne Pflanzen spezialisiert. Beispielsweise die Rosenzucht oder das Züchten von Kakteen und Orchideen. Andere Menschen liebten es, in ihrem Garten Gemüse und Obst anzubauen. Weitere wissen, wie man Rasen sät und pflegt. Ebenso Anklang findet der Erfahrungsaustausch über das Schaffen eines schönen natürlichen Umfeldes für einen entspannenden Aufenthalt im Garten. Aus diesem Grund besitzen viele ältere Personen, welche Langeweile im Ruhestand empfinden, eine Unmenge an fundierten Kenntnissen, Fertigkeiten, Erfahrungen und Interesse für diese Tätigkeiten.

Bei der Hilfe in der Grünanlagenpflege geht es nicht darum, schwere Tätigkeiten zu schaffen. Auch leichtere Arbeiten, welche auf Grund der körperlichen Voraussetzungen noch umsetzbar sind, können durchaus nutzbringend ausgeführt werden. Als Tipp für den Ruhestand gilt die Grünanlagenpflege besonders auch dann als zentrales Aufgabengebiet, wenn es um das eigene Umfeld geht. Oft freuen sich die mit vielen Tätigkeiten überlasteten Hausmeister, wenn rüstige Personen im Ruhestand mit viel Erfahrung ihnen unter die Arme greifen. Dabei können die Rentner die frische Luft genießen. Die vollbrachte Leistung erfreut einen selbst und man leistet einen sinnvollen Beitrag für die Gesellschaft.

Die Langeweile im Ruhestand kann wirkungsvoll beigelegt werden, wenn sich gerade ältere Menschen wieder in bestimmte Tätigkeitsfelder eingliedern können. Eine kleine Pflicht erfüllen und sich damit gebraucht fühlen. Häufig ist es so, dass viele junge Menschen von den Erfahrungen und Lebensweisheiten profitieren und die Ruhständler ihr Wissen weitergeben können. Durch die Gartenarbeiten, welche bei der Pflege von Grünflächen, Vorgärten oder kleinen Gartenanlagen erbracht werden, bleiben die Menschen im Ruhestand in körperlicher Bewegung an frischer Luft.

Wer rastet – der rostet – das gilt nicht für die Gartenarbeit, denn hierbei steht Bewegung im Vordergrund. Dabei wird Ihre Hand-Feinmotorik geschult. Die Grünanlagenpflege als Tipp gegen Langeweile im Ruhestand hat also ganz vorteilhafte Nebeneffekte. Sie vertreibt nicht nur Trübsal und Langeweile sondern ist eine hervorragende Prophylaxe gegen den vorzeitigen körperlichen Alterungsprozess.

3. Als Zeitzeuge für Schüler fungieren

Als Zeitzeuge für Schüler fungieren
Generationen lernen sich untereinander besser kennen | © Marina Andrejchenko / stock.adobe.com

Die jetzt ältere Generation und auch Menschen, welche den Ruhestand antreten, haben in der vergangenen Zeit und im Laufe ihres Lebens viel erlebt, gesehen und waren persönlich dabei. Es geht nicht immer nur um Kriege, sondern ebenfalls um zahlreiche erfreuliche und historisch wichtige Ereignisse.

Gegen die Langeweile im Ruhestand eignet sich die Tätigkeit als Zeitzeuge für Jugendliche, insbesondere Schüler und Studenten zu fungieren. Denn besonders geistig rege und gut kommunizierende Rentner finden hier eine nützliche und anspruchsvolle Tätigkeit. Ruheständler, welche sich gern mit jungen Menschen umgeben und über ihr Leben und die Eindrücke erzählen möchten, ist gerade diese Aufgabe ein erfüllendes Feld.

Die Langeweile im Ruhestand führt oft dazu, dass Sie vergesslich werden und sich weniger gut artikulieren können. Zu den Tipps für den Ruhestand, um sich diesen ereignisreich und interessant gestalten zu können und selbstbewusst das Alter zu meistern, gehört insbesondere auch der intensive Kontakt zu jungen Menschen und Kindern.

Dies ist besonders dann eine hervorragende Variante, wenn Ruhständler von ihren Kindern und Enkeln getrennt sind oder allein leben. Durch die Tätigkeit als Zeitzeuge für Schüler lernen sich die Generationen untereinander besser kennen, entwickeln gegenseitiges Verständnis und Toleranz. Außerdem lernen die älteren Menschen von den jungen, es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen.

Rentner können als Zeitzeugen in Schulen und Freizeiteinrichtungen tätig werden. Auch Museen bieten Gelegenheit, neben den Führungen zeitgeschichtliche Gespräche und Foren mit Ruhständlern einzurichten. Die Senioren können über die Vergangenheit und ihr Leben berichten. Sie sind die Zeitzeugen damaliger Ereignisse und haben ebenfalls Geschichte geschrieben.

Weitere Infos rund um das Thema Zeitzeuge und Zeitzeuge werden, finden Sie auch auf  http://www.zeitzeugenboerse.de.

4. Ahnenforschung / Familien-Stammbaum

Dieses Gebiet erfordert von den Ruheständlern ein gutes Erinnerungsvermögen, Organisationstalent und eine gute Kommunikationsfähigkeit. Nicht nur Historiker sind in der Lage, Ahnenforschung zu betreiben und einen Familien-Stammbaum aufzustellen sondern auch die Senioren selbst. Sie besitzen teilweise die entsprechenden Unterlagen und sind auf Grund ihres Alters und der Kenntnisse über vergangene Zeiten in der Lage, sich auch mit diesem Thema zu beschäftigen.

Viele Rentner haben als Soldat gedient, waren Flüchtlinge, Gefangene oder verloren ihre Familien. Sie können beispielsweise über das Internet helfen, die Namen von verschollenen Soldaten zu finden und aufzulisten. Dazu gehören die persönlichen und dienstlichen Daten von Unteroffizieren und Offizieren. Viele Ahnenforschungen arbeiten online, was bedeutet, dass Sie einen Internet-Computerkurs benötigen. Das bedeutet, dass Ruhständler in sogenannten Ahnenforschungsportalen mitarbeiten können und ihre eigene Vergangenheit aufarbeiten, möglicherweise sogar alte Freunde und Kameraden wieder finden.

Angaben von aktiven und mitarbeitenden Senioren werden ausgewertet und dienen dazu Familienstammbäume, Soldatenlisten und militärische Handbücher zu verfassen. Das ist eine hochwertige Tätigkeit. Dazu werden militärhistorische Datenbanken bearbeitet, welche zur Ahnenforschung genutzt werden können. Personen im Ruhestand, welche sich dieses Tätigkeitsfeld erschließen können, haben keine Langeweile im Ruhestand. Sie erfüllen ihren Ruhestand mit einer sinnvollen und für die Zukunft bleibenden Arbeit.

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