3 Finanztipps für’s Alter: Vorsorge und Vermögensverwaltung

Damit es nach dem Tod keine Streitereien gibt und Ihr ganz persönlicher letzter Wille auch geschieht, gilt es rechtzeitig vorzusorgen.

Finanztips fürs Alter
© Jacob Lund / stock.adobe.com
Über weite Strecken unseres Lebens haben wir die finanzielle Vorsorge für das Alter im Blick. Viele treibt der Wunsch an, sich in diesen Jahrzehnten noch den einen oder anderen lang gehegten Traum erfüllen zu können. Doch abseits dieses instrumentellen Verhältnisses, das sich in diesem Lebensabschnitt auszahlen kann, bleiben weitere finanzielle Verpflichtungen erhalten. Worauf es bei der wirtschaftlichen Vorsorge wirklich ankommt, das sehen wir uns hier in diesem Artikel an.

❶ Testamentarisch vorsorgen

Nach wie vor neigen viele Menschen in Deutschland dazu, das Verfassen eines Testaments als eine Sache für die oberen Zehntausend zu verstehen. Doch unabhängig von der genauen Höhe des Vermögens, stellt ein vorhandenes Testament bei jeder Erbschaft eine wichtige Absicherung dar. Zum einen lässt sich auf diese Weise sicherstellen, dass das Geld wie gewünscht bei den dafür vorgesehenen Empfängern ankommt. Zugleich sorgt ein Testament dafür, dass keine Unklarheiten im Erbfall auftreten, die womöglich für Streitigkeiten innerhalb der Familie sorgen würden. Es handelt sich aus dem Grund auch um eine Vorsichtsmaßnahme, auf die aus eigenem Interesse besser nicht verzichtet werden sollte.

Zum anderen ist es wichtig, dass alle rechtlichen Regelungen beim Verfassen des Testaments befolgt werden und dieses im Todesfall leicht gefunden werden kann. Erst dann lässt sich sicherstellen, dass so mit dem Vermögen verfahren wird, wie es letztlich den eigenen Vorstellungen und Wünschen entsprach.

❷ Absicherung durch den Bestattungsvorsorgevertrag

Bestattungsvorsorge
© cameris / stock.adobe.com
Niemand befasst sich gerne konkret mit dem eigenen Tod. Doch je nach finanzieller Lage ist es wichtig, zumindest die Kosten der letzten Wege im Blick zu behalten. Ein Bestattungsvorsorgevertrag stellt zum Beispiel sicher, dass alles nach den eigenen Wünschen abläuft. Dabei ist es möglich, den jeweiligen Bestatter, den Ort und den Ablauf der eigenen Beerdigung genau zu organisieren. Weitere Infos zum Thema sind zum Beispiel hier auf der Seite der TrauerHilfe Denk zu finden.


In der Folge sind auch die Angehörigen von ihren Pflichten und Aufgaben, rund um die Beerdigung, entbunden. Dies kann für jene eine echte Befreiung in der für sie schweren Stunde sein. Die genauen Details, angefangen bei der Art der Bestattung über die Wahl des Friedhofs, den Ablauf der Trauerfeier bis hin zur späteren Pflege des Grabes, lassen sich im Bestattungsvorsorgevertrag genau festhalten. Weitere Infos rund um die finanziellen Hintergründe der Bestattung haben wir hier in diesem Artikel zusammengestellt.

❸ Immobilie vererben und Steuern sparen

Immobilie vererben
© Andy Dean / stock.adobe.com
In Deutschland sind Immobilien für einen Großteil der jährlich vererbten Summe verantwortlich. In vielen Familien, bis hinein in den gehobenen Mittelstand, handelt es sich um das wertvollste Gut im eigenen Besitz. Umso wichtiger erscheint es, die Erbschaft reibungslos und möglichst günstig zu gestalten – mehr dazu finden Sie im Ratgeber Haus vererben. Fällt die Immobilie den Nachkommen erst mit dem Tod des Erblassers zu, so müssen diese in der Folge Erbschaftssteuer dafür zahlen.

Durch eine frühzeitige und genaue Planung, die das notwendige Vertrauen zwischen den Parteien voraussetzt, ist derweil auch eine Schenkung möglich. Je nach Verwandtschaftsgrad stehen dafür Freibeträge zur Verfügung, die alle 10 Jahre ausgenutzt werden können. Die Übertragung noch zu Lebzeiten wird aus dem Grund gerade steuerlich attraktiv.

Wer zum Beispiel eine Immobilie mit einem Wert von 800.000 Euro besitzt, der hat über einen Zeitraum von 20 Jahren die Möglichkeit, sie den Nachkommen in zwei Schenkungen steuerfrei zu überschreiben. Wer sich frühzeitig darüber in Kenntnis setzt, welche dieser Optionen im individuellen Fall zur Verfügung stehen, kann auf diese Weise eine reibungslose Übergabe der Vermögenswerte sicherstellen – was nur im eigenen Sinne sein kann.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

(Ihr Kommentar erscheint erst nach einer kurzen Prüfung)

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.