Schlafprobleme in den Wechseljahren – mit diesen 4 Tricks kommen Sie zur Ruhe

Neben Hitzewallungen und Schweißausbrüchen leiden viele Frauen in den Wechseljahren auch unter Schlafstörungen. Starke Schlaftabletten sind aber keine Lösung.

Schlafprobleme WechseljahreDas Klimakterium ist ein Lebensabschnitt auf den Frau gern verzichten würde, die Natur hat es aber nun einmal so eingerichtet. Frei übersetzt bedeutet Klimakterium so etwas wie Wendepunkt und das kann man ruhig wörtlich nehmen. In den Wechseljahren geschieht nämlich einiges mit dem Körper der Frau, die meisten Anzeichen empfindet das weibliche Geschlecht als unangenehm.

Der Beginn dieser Lebensphase ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Im Allgemeinen ist es die Zeit zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr, in der Frauen ihre Wechseljahre haben. Die Eierstöcke fangen an, die Hormonproduktion zu senken. Dadurch kommt es auch nicht mehr jeden Monat zu einem Eisprung, die Regelblutung ist unregelmäßig und auch in ihrer Intensität mal schwächer und mal stärker. Diese hormonellen Veränderungen bringen Beschwerden wie Hitzewallungen, unkontrollierbare Schweißausbrüche und auch Schlafstörungen mit sich. Was Sie gegen letzteres tun können, verrät unser kleiner Ratgeber.


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1. Schaffen Sie ein wohliges Ambiente

Zu allererst ist es wichtig, dass Sie eine angenehme Schlafatmosphäre schaffen. Dazu gehört nicht nur die richtige Raumtemperatur (Werte finden Sie auf luftfeuchtigkeit-raumklima.de), sondern auch das Bett an sich. Ihre Liegegewohnheiten können sich im Alter ändern und ihr Körper neue Ansprüche stellen. Lässt sich das Lattenrost verstellen, kann das schon für ein viel besseres Schlaferlebnis sorgen. Natürlich ist auch die Matratze wichtig, viele Menschen wissen gar nicht, welche Matratze für Sie die beste ist. Machen Sie den kostenlosen Test auf seniorenbettenhaus.de, denn die Materialunterschiede sind enorm. Ziehen Sie die Vorhänge zu oder machen Sie die Jalousie runter. Das Abdunkeln des Schlafzimmers signalisiert dem Körper, dass er sich nun in der benötigten Ruhephase befindet.


2. Legen Sie Schlafregeln fest

Regeln ist vielleicht das falsche Wort, denn Sie sollen sich vor dem Schlafengehen natürlich nicht unter Druck setzen. Führen Sie Rituale ein, die Ihnen helfen, den Abend entspannt ausklingen zu lassen.

  • Gehen Sie am Abend ruhig noch einmal raus und machen Sie einen kleinen Spaziergang.
  • Essen Sie zum Abendbrot nur leichte Kost. Alles was schwer im Magen liegt, erschwert das Einschlafen.
  • Weil Koffein noch lange nach dem Genuss wirkt, sind Kaffee und schwarzer Tee ab dem späten Nachmittag tabu.
  • Probieren Sie Entspannungstechniken wie Yoga oder Autogenes Training aus.

5 Yoga-Übungen gegen Schlafstörungen

3. Alternative Medizin gegen Schlafprobleme in den Wechseljahren

Schlaftabletten sollten wirklich erst im äußersten Notfall genommen werden. Mittel auf Kräuterbasis sind dagegen erlaubt und können beim Ein- und Durchschlafen helfen.

❖ Baldrian
Der sinkenden Östrogenspiegel in den Wechseljahren wirkt sich auch auf die Stoffwechselvorgänge im Gehirn aus. Hier hilft Baldrian, denn die Extrakte der Pflanze senden Botenstoffe an das Gehirn, die das Einschlafen erleichtern.

❖ Melisse
Melisse wirkt ebenfalls beruhigend auf unser Nervenkostüm. Die Heilpflanze kann als Tee, Dragees oder als Öl bei Aromatherapie verwendet werden.

❖ Kräuterteemischung
Das Alkohol kein Einschlafmittel ist, muss wohl nicht explizit erwähnt werden. Brühen Sie sich am Abend lieber einen Kräutertee aus Kamille, Katzenmize und Passionsblume auf. Die frischen Kräuter dafür bekommen Sie in der Apotheke.

❖ Kräuterkissen
Kuscheln Sie damit oder lassen Sie ihr Haupt einfach darin versinken. Ein Kräuterkissen mit Hopfenblüten, Thymian, Steinkleekraut, Melisse und beruigendem Lavendel kann Einschlafprobleme mindern.
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4. Hormon-Ersatz-Therapie nur im Notfall

Hormon-Ersatz-TherapieEs steht außer Frage, dass der Hormonmangel in den Wechseljahren Auslöser für Schlafprobleme ist. Bei der Hormon-Ersatz-Therapie werden dem weiblichen Körper künstliche Östrogene zugeführt. Diese können durchaus gegen die typischen Schweißausbrüche und Hitzewallungen helfen, bei Schlafstörungen ist das eher umstritten. Durch die künstlichen Hormone steigt das Brustkrebsrisiko und auch die Gefahr für Thrombose und Schlaganfall. Neben den bekannten Pillen können die Hormone auch über ein Gel in die Haut einmassiert werden. Sollten alle anderen Maßnahmen nichts nützen, wird der Gynäkologe Ihnen zur Hormon-Ersatz-Therapie raten.

Übrigens: Lassen Sie bei Ihrem Hausarzt abklären, ob die Wechseljahre wirklich der Grund für Ihre Schlafprobleme sind. Eine Schilddrüsenüberfunktion, übermäßiger Stress oder Depressionen können durchaus auch der Auslöser sein.

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