Urlaubstipp: Florenz – Tipps und Sehenswertes

Sie überlegen, zu verreisen und lieben Kunst und Kultur? Dann sollten Sie unbedingt in die Toskana reisen und Florenz (die „Wiege der Renaissance“) besuchen!

Urlaubstipp: Florenz - Tipps und Sehenswertes
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Wenn Sie sich für eine Reise nach Italien entscheiden, aber noch nicht wissen, wohin genau, kann ich Ihnen Florenz empfehlen. Neben Rom und Venedig gehört Florenz zu den wichtigsten Städten Italiens und bietet einen enormen Reichtum an Kunst, Kultur und Geschichte.
Mit ca. 380.000 Einwohnern befindet sich die toskanische Hauptstadt in der nördlichen Region der Toskana am Arno. Umrahmt wird diese schöne Stadt vom Höhenzug des toskanisch-emilianischen Apennins im Norden und der sanften Hügel der Chianti-Region im Süden.

Tipps zum Aufenthalt in Florenz

Sprache

Wenn man Urlaub in Italien machen möchte, kann es nicht schaden, die italienische Sprache zu lernen. Vor allem in italienischen Restaurants ist dies von Vorteil, weil man die Gerichte unbedingt korrekt aussprechen sollte: Spaghetti (mit scharfem S), Gnocchi (Njocki) und Bruschetta (Brusketta).

Tipp: Sie können Ihren Urlaub in Florenz auch mit einem Sprachkurs 50+, an denen (wie der Name schon sagt) nur Teilnehmer/innen ab 50 Jahren teilnehmen, verbinden. Einen solchen Sprachkurs bietet zum Beispiel TravelWorks in Verbindung mit Freizeitaktivitäten wie zum Beispiel Sightseeing an.

Übrigens:
Florenz eignet sich hervorragend zum Erlernen der italienischen Sprache. Wussten Sie, dass sich die Sprache einst aus dem florentinischen Dialekt entwickelt hat? Sie wurde vor allem geprägt durch die Schriftsteller Dante Alighieri, Francesco Petrarca und Giovanni Boccaccio. Diese werden im Italienischen auch „die drei Kronen“ (tre corone) der italienischen Sprache genannt, weil alle drei damals eine Form des in Florenz gesprochenen Dialekts benutzten. Die Sprachliche Vereinigung erfolgte aber viel später (1861). Aber durch die drei Schriftsteller wurde der Grundstein für die italienische Sprache gelegt.
Allerdings wird es oft Alessandro Manzonis Roman „Die Brautleute“ (im Original: I Promessi Sposi) zugeschrieben, dass sich der florentinische Dialekt letztendlich durchgesetzt hat.

Kleiner Sprachführer

DeutschItalienisch
Hallo / Guten Tag Ciao / Buon giorno
Auf WiedersehenArrivederci
Ja / NeinSi / No
Bitte / DankePrego / Grazie
Ich heiße … Mi chiamo …
Hilfe! Aiuto!
Ich spreche kein Italienisch Non parlo italiano
Die Rechnung bitte Il conto per favore
Was kostet … ? Quanta costa … ?
Prost! Salute!
Entschuldigung Scusi
Eins / Zwei / DreiUno / Due / Tres

Anreise Deutschland – Florenz

Am schnellsten kommt man mit dem Flugzeug nach Florenz. Es gibt diverse Airlines, die direkt in die Toskana bzw. nach Florenz fliegen.
Am günstigsten kommt man mit dem Fernbus nach Florenz. Allerdings dauert die Fahrt im Gegensatz zum Flug enorm lange und ist damit auch anstrengend.
Eine weitere Möglichkeit der Anreise ist der ICE beziehungsweise die Bahn. Hier dauert die Fahrt ähnlich lange wie beim Fernbus, kostet aber mehr.
Und natürlich können Sie auch mit dem Auto anreisen.


Mit dem Auto in Italien

Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt wie in Deutschland ein Tempolimit von 50 km/h. Außerhalb der Ortschaften dürfen Sie 90 km/h fahren. Die Promillegrenze liegt bei 0,5.
Das Zentrum von Florenz (auch vieler anderer Städte in der Toskana) dürfen Sie nur mit einer Sondergenehmigung befahren. Die bekommen Sie aber in der Regel von den Hotels, die im Zentrum liegen.
Auch beim Parken gibt es einiges zu beachten: Blau markierte Parkplätze sind kostenpflichtig, weiß markierte nur für Anwohner.

Mit dem Bus in Florenz unterwegs

Kaufen Sie die Bustickets nicht direkt beim Busfahrer. Sie können 80 Cent sparen, wenn Sie Ihr Ticket in den Tabacchi (Tabakläden), Cafés, Kiosken oder Enotheken (gehobene Weinhandlungen) kaufen.

Tipp: Die Buslinie 13 ist für Touristen besonders empfehlenswert, da diese zu den meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt fährt.

Radfahren in Florenz

Auf öffentlichen Plätzen und vor Sehenswürdigkeiten ist das Radfahren verboten und kann eine Strafe von 50 Euro nach sich ziehen.

Tipp für Restaurantbesuche

Wenn Sie ein Restaurant besuchen wollen, sollten Sie sich schon vorher über die Kosten im Klaren sein. Wer zum Beispiel seinen Kaffee nicht im Stehen an der Bar trinken möchte, muss einen Serviceaufschlag zahlen. Außerdem wird für jedes einzelne Gedeck (italienisch: coperto) ein Extrabetrag fällig. Dazu kommen neben dem üblichen Trinkgeld von 10 Prozent auch noch Servicegebühren in Höhe von 10 bis 16 Prozent. Ein Restaurantbesuch kann also recht teuer werden.

Strom

In Italien gibt es teilweise die gleichen Steckdosen wie in Deutschland. Es gibt aber auch Dreifachstecker vom Typ L, für die ein Adapter notwendig ist.
Einen solchen Adapter habe ich recht günstig auf amazon.de gefunden.

Saison

Im Juli und August in ist Florenz Hochsaison. In dieser Zeit haben viele Restaurants und Läden geschlossen. Die geöffneten Hotels und Restaurants heben in dieser Zeit drastisch die Preise an.
Es empfiehlt sich also, nicht in der Hochsaison nach Florenz zu verreisen.

Firenze Card

Die Firenze Card (auch Florenz Card) ist eine Touristenkarte mit einer 72-stündigen Gültigkeit. Sie beinhaltet den Eintritt in 72 Museen mit stark verkürzen Wartezeiten und für einige Villen und historische Gärten. Abgesehen von der Domkuppel müssen Sie sich mit der Firenze Card für Museen nicht vorher anmelden.
Wenn Sie zusätzlich die Firenze Card PLUS erwerben, können Sie in den 72 Stunden sogar alle Busse in der Stadt kostenlos nutzen.

Kunst und Kultur

Florenz gilt bis heute als „Wiege der Renaissance“. Diesen Status hat Florenz vor allem wegen der Medici-Familie, die als Kunstmäzene in ihren 300 Jahren Machtausübung zahlreiche Künstler unterstützt haben, deren Werke heute auf der ganzen Welt bekannt sind.

Michelangelos David

Michelangelos David
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Ein bedeutender Künstler, den die Medici-Familie unterstützt hat, war der Bildhauer Michelangelo, welcher Werke wie die Skulptur des Davids erschaffen hat.
Die Davidskulptur entstand in den Jahren 1501-1504. Das restaurierte Original dieser Skulptur steht in der Galleria dell’Accademia in Florenz. Neben dem David sind dort auch noch Die 4 Gefangenen und Der heilige Matthäus von Michelangelo ausgestellt.
Ursprünglich stand die Davidskulptur auf dem Piazza della Signoria am Palazzo Vecchio in Florenz. Dort steht seit 1910 eine Marmorkopie.
Eine dritte Skulptur des David steht als Bronzeabguss auf dem Piazzale Michelangelo.

Übrigens:
Michelangelo war nicht der erste Künstler, der sich an der Davidskulptur versucht hat. Vor ihm hatten schon Agostino di Duccio im Jahr 1464 und Antonio Rossellino im Jahr 1476 Auftrag versucht, den David aus dem 6 Tonnen schweren Marmor zu schaffen. Beide scheiterten und hinterliessen Michelangelo einen schon bearbeiteten Block, aus dem er letztlich seinen David erschaffen hat.

Ponte Vecchio

Ponte Vecchio
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Die Ponte Vecchio (Alte Brücke) ist die älteste und schönste Brücke über den Arno. es befinden sich viele kleine Läden entlang der Brücke. Die Eingänge sind jeweils zur Brücke hin gerichtet, während die Rückseiten ähnlich wie Balkone die Brücke überragen (auf dem Bild super zu erkennen). Lediglich in der Mitte der Brücke gibt es keine Läden. Hier haben Sie einen freien Blick auf den Arno.

Neptunbrunnen

Neptunbrunnen
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Der Neptunbrunnen finden Sie auf der Piazza della Signoria. Er wurde 1575 von Bartolomeo Ammanati geschaffen, welcher dem Neptun die Gesichtszüge des Cosimo I. de´ Medici verlieh. Der Brunnen wird noch immer von einem Aquädukt aus römischer Zeit gespeist.

Kathedrale Santa Maria del Fiore

Kathedrale Santa Maria del Fiore
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Die Kathedrale Santa Maria del Fiore wurde in 1367 feriggestellt, besaß zu diesem Zeitpunkt noch nicht die heutige Kuppel. Diese wurde erst später von Filippo Brunelleschi entworfen.
Die Fenster für die Kathedrale Santa Maria del Fiore wurden nach Entwürfen bedeutender Künstler wie Donatello gefertigt. Die komplette Kuppel wurde mit einer Darstellung des Jüngsten Gerichts gestaltet.

Galleria degli Uffizi

Galleria degli Uffizi
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Die Galleria degli Uffizi wurde im 16. Jahrhundert erbaut und diente zur Zeit der Medici zur Förderung diverser Künstler. Hier sind unter anderem Werke wie Sandro Botticellis „Geburt der Venus“ oder Leonardo da Vincis „Verkündigung“ ausgestellt.

Meine Aufzählung hätte ich noch um einige Sehenswürdigkeiten weiter führen können. Ich denke aber, dass keine Beschreibung ihnen wirklich gerecht werden kann. Besuchen Sie am besten selbst die vielen tollen Museen und Plätze in Florenz und machen Sie sich selbst ein Bild von dieser wirklich tollen Stadt. Für Kunst- und Kulturliebhaber ist sie einfach ein absolutes Muss!

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