In Kontakt bleiben dank Videotelefonie – das müssen Sie dazu wissen

Kontaktpflege und sozialer Austausch sind mit Videotelefonie problemlos möglich, auch wenn man die eigenen vier Wände nicht verlassen kann. Was Sie dafür brauchen und wie es funktioniert, lesen Sie hier.

enioren bei Videotelefonie mit Familie.
Videotelefonie ermöglicht sozialen Austausch. © vectorfusionart / stock.adobe.com

Gründe, das Haus oder die Wohnung nicht verlassen zu können, gibt es viele. Sei es, dass man aufgrund von Krankheit das Bett hüten muss, dass man bei Glatteis nicht hinausgehen möchte oder aber in Zeiten von Corona Haus oder Wohnung nicht verlassen darf.

Damit es daheim nicht langweilig wird, surfen viele Menschen im Internet oder schauen sich Filme an. Dennoch werden auf diese Weise kaum Sozialkontakte gepflegt. Dem lässt sich aber mit der sogenannten Videotelefonie abhelfen. Wie das funktioniert und was es dazu braucht, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist Videotelefonie überhaupt?

Videotelefonie bietet die Möglichkeit, mit anderen Menschen von Rechner zu Rechner zu sprechen und sich dabei zu sehen. Vereinfacht gesagt ist es, wie Telefonieren nur mit Livebild dazu. Sie sehen also Ihren Gesprächspartner die ganze Zeit über, wie er auch Sie sieht. Videotelefonie geht aber noch weiter. So kann man in kleineren oder größeren Gruppen zusammenkommen und sich gemeinsam in netter Runde austauschen, während man alle anderen Teilnehmer auf dem eigenen Bildschirm sieht.

Welche Voraussetzungen sind für Videotelefonie wichtig?

Das entsprechende Endgerät

Jeder, der an einer Videotelefonie teilnehmen möchte, braucht ein Smartphone, ein Tablet, Laptop oder Computer, auf dem die entsprechende Software installiert wird. Dabei gilt, je größer das Display, desto komfortabler ist die Videotelefonie, besonders wenn sich mehrere hinzu schalten. Dennoch kann man auch mit dem Smartphone teilnehmen. Die Ansicht aller Teilnehmer ist dann eventuell etwas anders aufgeteilt als am großen Display.


Alle modernen Endgeräte verfügen heutzutage auch über die notwendige Hardware, also Geräteausstattung, um an einer Videotelefonie teilzunehmen. Gebraucht werden:

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  • Kamera,
  • Lautsprecher und
  • Mikrofon.

Der Vorteil von Smartphone, Tablet und Laptop gegenüber einem feststehenden Rechner ist der, dass man sich frei bewegen kann und nicht an einen festen Platz gebunden ist. So können auch bettlägerige Menschen an einer Videotelefonie teilnehmen.

Frau in Gruppen-Videokonferenz.
Videotelefonie ist auch in Gruppen möglich. © Chaay_tee / stock.adobe.com

Internetanschluss

Während einer Videokonferenz werden größere Datenmengen hin- und hergeschickt, als wenn man nur im Internet surft. Dementsprechend sollte der Internetanschluss ausgelegt sein und eine Leistung von mindestens 50 Mbit/s aufweisen.

Sind Sie sich bezüglich Ihres Internetanschlusses nicht sicher, können Sie entweder einen sogenannten Geschwindigkeitstest durchführen lassen oder bei Ihrem Anbieter nachfragen.

Wer sich mit dem Smartphone oder Laptop einloggt, sollte über WLAN verfügen, da das mobile Datenvolumen sonst sehr schnell aufgebraucht wird.

Die richtige Software

Es gibt jede Menge Software-Anbieter für Videotelefonie.

Skype ist wohl der bekannteste Anbieter und seit 2003 auf dem Markt doch längst nicht mehr der einzige.

In der folgenden Übersicht finden Sie die wichtigsten kostenlosen Videotelefonie-Anbieter gelistet.

» Skype

Vorteile:

+ kostenfreier Dienst für Privatpersonen

+ Kommunikation mit insgesamt 50 Teilnehmern gleichzeitig

+ kann direkt im Browser ausgeführt werden

Nachteile: 

– schwache Datenschutzbestimmungen

» Zoom

Vorteile:

+ benutzerfreundliche Bedienung

+ kostenlose Videotelefonie für 2 Teilnehmer zeitlich unbegrenzt möglich

+ kostenloser Video-Chat für bis zu 100 Teilnehmern max. 40 Minuten

Nachteile: 

– unzureichender Datenschutz gemäß EU-Richtlinien

» Jitsi

Vorteile:

+ funktioniert im Browser, Anmeldung nicht erforderlich

+ Gespräche sind verschlüsselt

+ keine Teilnehmerbegrenzung

Nachteile: 

– sehr einfache Benutzeroberfläche

» We Chat

Vorteile:

+ kostenfrei für bis zu 9 Personen

+ sehr umfangreiche Funktionen

Nachteile: 

– funktioniert nicht mit Linux

– schwacher, undurchsichtiger Datenschutz

» WhatsApp

Vorteile:

+ hoher Bekanntheitsgrad

+ einfach zu bedienen

Nachteile: 

– Videokonferenz für max. 4 Personen

– Datenschutz ist zu hinterfragen

– Bildqualität mitunter schlecht

» Google Duo

Vorteile:

+ kein Google-Konto nötig

+ Videokonferenzen mit bis zu 8 Personen

+ läuft auf vielen Plattformen

Nachteile: 

– wenig zusätzliche Funktionen

» IONOS

Vorteile:

+ funktioniert ohne Registrierung

+ einfache Bedienung

+ erfüllt deutsche Datenschutzbestimmungen

+ Videokonferenz für bis zu 24 Teilnehmer

Nachteile: 

– nicht für Smartphone nutzbar

– nicht für alle Browser geeignet (funktioniert bevorzugt in Microsoft Edge und Google Chrome)

» FaceTime

Vorteile:

+ für bis zu 32 Teilnehmer

+ übersichtliche Benutzung

Nachteile: 

– nur für Apple-Geräte

– wenig zusätzliche Funktionen

Nützliche Funktionen der Anbieter

Folgende Funktionen sind bei einer Videotelefonie sehr hilfreich.

» Desktop-Sharing

Desktop-Sharing bedeutet, die eigene Benutzeroberfläche mit anderen zu teilen. Wird Desktop-Sharing angeboten, können andere Teilnehmer der Videokonferenz beispielsweise den Inhalt des eigenen Bildschirms sehen. Desktop-Sharing eignet sich somit hervorragend zum gemeinsamen Anschauen von Fotos oder kleine Diashows.

» Chat

Chatten kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie plaudern. Ein Chat ist ein Austausch von meist geschriebenen Nachrichten, unabhängig von der Bildübertragung. Nachrichten können entweder an alle gleichzeitig verschickt werden oder an ausgewählte Teilnehmer.

» Kamera und Mikrofon ausschalten

Manchmal kann es sinnvoll sein, Mikrofon und Kamera kurz aus- bzw. stummzuschalten, ohne die Videokonferenz extra dafür zu verlassen. Viele, aber nicht alle Anbieter ermöglichen diese Funktion.

Benutzung

Programme (auch oft Apps genannt), die heruntergeladen werden müssen, beinhalten einen Assistenten, der durch die Installation führt. Dafür muss zu Anfang die Installation lediglich bestätigt werden, sie läuft dann automatisch durch, bis das Programm fertig installiert und einsatzbereit ist.

Wo ein Download nicht nötig ist, kann die Videotelefonie direkt im Browser gestartet werden.