Abzocke bei Kaffeefahrten – Die Tricks unseriöser Verkäufer

Abzocke bei Kaffeefahrten
Abzocke bei Kaffeefahrten

Kaffeefahrten versprechen in der Regel einen fröhlichen Ausflug ins Grüne und ein geselliges Beisammensein in einem gut bürgerlichen Wirtshaus. Bei diesem Tagesausflug können die Teilnehmer angeblich oftmals zusätzliche Sachprämien gewinnen, was jedoch nur sehr selten der Wahrheit entspricht.

Kaffeefahrten als Vorwand für Verkaufsaktionen

Vor allem ältere Personen möchten dem grauen Alltag einmal entfliehen. Somit bietet eine Kaffeefahrt genau das an, wonach sich Senioren sehnen: Einen Ausflug im Kreise Gleichgesinnter.

Der Freude über die Reise weicht jedoch oftmals der Frust der tatsächlichen Erlebnisse einer Kaffeefahrt. Für die Verkäufer stellen Senioren eine wohlhabende und zahlungskräftige Klientel dar, denen das Geld nur allzu locker in der Brieftasche zu stecken scheint. Oftmals sind solche Ausflüge ein Vorwand für Verkaufsaktionen dubioser Händler, die sich durch die Naivität mancher Senioren einen großen Gewinn versprechen.

Die Tricks der Verkäufer durchschauen

Die Maschen der Verkäufer bei Kaffeefahrten ähneln sich immer wieder. Geschützt hiervor ist nur derjenige, der über die Machenschaften der Anbieter von Kaffeefahrten informiert ist und die Tricks der Verkäufer durchschauen kann.

Im Folgenden sind einige Verkaufsstrategien genannt, mit denen Ihnen Verkäufer auf Kaffeefahrten das Geld aus der Tasche ziehen wollen.


Der Schauplatz – idyllisch aber abgelegen

Schauplatz der in Prospekten oftmals angepriesenen Aufenthaltsorte einer Kaffeefahrt liegen tatsächlich in der Idylle der Natur – wie es der Anbieter vor Antritt der Reise verspricht. Oftmals handelt es sich hierbei jedoch um abgelegene Gaststätten oder gemietete Räumlichkeiten, in denen die Verkaufsshow einer Kaffeefahrt ihren Lauf nimmt.

Trainierte Redner versuchen zu überzeugen

Hierbei sind sich die Redner für keine Verkaufsstrategie zu schade. Grundthese des Verkäufers ist stets, dass es sich bei seinem Angebot um ein seriöses Schnäppchen handelt. Dies mag in der Tat zutreffen, dennoch sollte der Senior vor allem bei einer starken Betonung der Seriosität des Angebotes ein gesundes Misstrauen an den Tag legen. Oftmals schenken Senioren den Ausführungen des Verkäufers glauben, denn der Redner ist darauf trainiert, möglichst überzeugend und zugleich sympathisch zu wirken.

Die Mitleidsmasche

Doch nicht nur auf Sympathie und überzeugende Argumente setzen viele Redner bei einer Kaffeefahrt für Senioren. Oftmals versucht der Verkäufer Mitleid bei den Teilnehmern zu erregen, indem er auf eine angeblich erkrankte Ehefrau oder ein krankes Kind aufmerksam macht, das von den Verkaufseinnahmen leben müsse.

Vorsicht Eisbrecher – Gekaufte Teilnehmer als Köder

Die erste Verkaufswelle wird hierbei nicht selten von so genannten Eisbrechern gestartet. Hierbei handelt es sich um „gekaufte“ Teilnehmer der Kaffeefahrt, die zuvor mit dem Verkäufer abgesprochen haben, wann und was sie erwerben sollen. Dies ist nicht selten der Startschuss für die übrigen Senioren einer Kaffeefahrt, es den Eisbrechern gleich zu tun und sich die angeblichen „Schnäppchen“ zu reservieren.

Lassen Sie sich nicht verängstigen

Oftmals legen Verkäufer wert darauf, gezielt Ängste bei den Teilnehmern zu schüren. Gesundheit und das Alter sind hierbei beliebte Druckmittel, um den Besuchern einer Kaffeefahrt einen bestimmten Artikel besonders schmackhaft zu machen. Hierbei stützen sich viele Verkäufer auf angebliche wissenschaftliche Studien, die eine positive Wirkung des Produktes auf den Anwender haben. Dies kann, muss aber nicht der Wahrheit entsprechen.

Kaufen Sie nichts gegen ihren Willen

Wenn sich ein Teilnehmer der Kaffeefahrt weigert, ist es bereits vorgekommen, dass dieser vom Verkäufer und den anderen Teilnehmern beschimpft oder terrorisiert wird. Viele Menschen beugen sich dem Druck und kaufen gegen ihren Willen beim Verkäufer ein. Mit dieser Ausgrenzungstaktik werden vor allem ältere Personen auf Kaffeefahrten immer wieder eingeschüchtert. Die Angst, fortan nicht mehr an den Ausflügen teilnehmen zu können, veranlasst viele Senioren, sich letztlich doch für die Produkte des Verkäufers zu entscheiden.

Das Spiel mit dem Preis

Generell werden zu Beginn einer Verkaufsrunde bei einer Kaffeefahrt die vorgestellten Produkte zu Mondpreisen angeboten. Hierbei handelt es sich um Preisauszeichnungen der Waren, die maßlos überteuert sind. Schritt für Schritt wird der Anfangspreis jedoch gesenkt, sodass der subjektive Eindruck entsteht, es handele sich um ein Schnäppchen. Tatsächlich steht der Preis, für den die Ware letztlich verkauft wird, jedoch in keinem Verhältnis zur oftmals minderen Produktqualität.

Erfahrungsbericht betroffener Senioren

Abschließendes Fazit
Es kann im Allgemeinen nur vor Kaffeefahrten gewarnt werden. Die Geselligkeit in der Gruppe von anderen Senioren sowie der Reiz daran, ein angebliches Schnäppchen machen zu können, verführen immer wieder Senioren dazu, dubiose Kaffeefahrten anzutreten. Generell lässt sich sagen, dass häufig nur der Anbieter einer Kaffeefahrt von den angeblichen Superschnäppchen profitiert. Insbesondere die Verkäufer können durch Provisionen und Prämien nicht selten 10.000 Euro und mehr monatlich für sich einstreichen. Der Leidtragenden sind hierbei die Senioren, die nicht selten bereits kurz nach Anschaffung eines Produktes auf einer Kaffeefahrt erfahren müssen, dass sie über den Tisch gezogen wurden und teures Geld für minderwertige Artikel berappt haben.

2 Kommentare

  1. Hallo am 05.07.12 Findet ein angebliches Geburtstagsfest im Gasthaus zur Linde in 98597 Breitungen um 11:00 statt ! so viel wie da versprochen wird kann mann nich tragen !Bitte schicken Sie mal jemanden da hin, ist wieder eine Abzocke für alte !!Danke G Marschall

  2. Meine Tipps zur Kaffeefahrt: Beachten sie immer das kleingedruckte dieser Fahrt vor der Buchung. Fragen Sie eine Verbraucherzentrale um Rat, ober der Anbieter seriös ist. Lassen Sie sich nicht zu einer Tagesreise drängen. Verträge die auf solche Kaffeefahrt zu stande kommen, können binnen 14 Tagen wiederrufen werden. Achten Sie deshalb auf richtige datierung, des WArenvertrages. Wichtig ist auch das auf dem Kaufvertrag keine Briefkastenfirma steht und pochen Sie auf die Durchschrift. Nichts unterschreiben was sie nicht verstanden haben, denn eine Unterschrift ist immer bindend. Keinen Betrag anzahlen, denn das Geld sehen sie nie wieder. Sollte Sie ein Veranstalter dazu drängen das Sie die Räumlichkeiten nicht verlassen dürfen, so rufen Sie die Polizei unter 110 an. Notieren Sie die Anschrift des Veranstaltungsort und die Namen anderer Teilnehmer zur Beweissicherung; informieren sie das Ordnungsamt.
    Ich wünsche Ihnen nun eine Gute Fahrt ins Blaue ohne böse Überraschungen

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