Depression im Alter – Wege aus der Krise

Depression im Alter muss Senioren nicht verzweifeln lassen, denn es gibt Wege aus der Krise. Medikamente als Therapie können helfen, doch besonders wichtig sind frische Luft und ein geregelter Tagesablauf.

Depression im AlterViele Menschen leiden wegen verschiedener Ursachen bereits seit jungen Jahren an Depressionen. Die Zunahme oder das erstmalige Auftreten von Depressionen kann jedoch auch am Alterungsprozess liegen, welcher bekannterweise bereits in der Mitte des Lebensalters beginnt. Häufig klagen Frauen im Zusammenhang mit den Wechseljahren am gehäuften Wahrnehmen depressiver Stimmungen, welche bis ins Alter hinein erhalten bleiben und sich oft noch verstärken. Außerdem haben statistische Erhebungen gezeigt, dass die Depression als Erkrankung der Psyche im Alter enorm häufig in Erscheinung tritt.

Depressionen können behandelt werden

Für vitale, körperlich und geistig leistungsfähige ältere Menschen stellt eine Depression eine starke Belastung dar, welche die Lebensqualität extrem beeinträchtigt. Dennoch sollten sich die Betroffenen zunächst nicht entmutigen lassen, denn auch Depressionen können erfolgreich behandelt werden, sodass sie maßgeblich in den Hintergrund treten.
Die moderne Psychotherapie kennt heute durchaus Wege, mit denen altersbedingte Depressionen erfolgversprechend therapiert werden können.

Wege aus der Depression

Zunächst ist es wichtig, eine Therapie auf verschiedenen Säulen zu gestalten, wobei eine Kombination zwischen der individuellen Bearbeitung und einer sinnvollen, erfüllten Gestaltung des Lebensalltags, einer Verabreichung der sogenannten Psychopharmaka und der kompetenten fachlichen Begleitung durch Psychiater und Psychologen erfolgen sollte. Die Therapieformen weichen von denen depressiver Patienten verschiedener anderer Altersgruppen kaum ab, günstig ist jedoch eine spezielle Therapieform, welche als Gerontopsychotherapie wirksam ist.

Medikamente und frische Luft als Therapie

Im Zusammenhang mit der medikamentösen Behandlung als eine sogenannte „Krücke“ werden Medikamente verordnet, welche das Glücksgefühl verstärken, die Stimmung aufhellen und Ängste lösen. Erst darauf baut die weiterführende Therapie auf. Ein besonderer Schwerpunkt bei älteren Menschen ist zunächst auch in Hinsicht auf eine bestehende Demenz auf viel frische Luft zu legen. Um diese tief zu atmen, sind entweder leichtere oder intensivere körperliche Betätigungen enorm wirkungsvoll. Auch das Singen an frischer Luft und leichte Gartenarbeit oder Spaziergänge helfen, bei viel Tageslicht und möglichst Sonnenschein, depressive Stimmungen zu therapieren.


Sport treiben – Bewegung gegen Depressionen

Viele ältere Menschen, welche durchaus rüstig sind, treiben gern aktiv Sport sowohl in Innen- als auch Außenbereichen. Gerade Ausdauersportarten mit Bewegung an der frischen Luft und im Einklang mit der Natur können die depressiven Stimmungsschwankungen reduzieren und die Stimmung aufhellen. Dies liegt an der vermehrten Ausschüttung von Glückshormonen bei körperlicher Aktivität.

Genügend Schlaf sorgt für Erholung

Besondere Beachtung sollte bei älteren Depressiven auf genügend und vor allen Dingen erholsamen Schlaf gelegt werden. Im Ablauf der Schlafphasen zeigen sich deutliche Stimmungen und Gemütsverfassungen. Die Beobachtung der Betroffenen auch während der Nacht stellt dabei insbesondere bei dementen Menschen ein bedeutendes Kriterium dar. Schlaffördernde Medikamente können ebenfalls hilfreich sein.

Ein geregelter Tagesablauf muss sein

Eine ganz enorme Bedeutung mit der Depression im Alter hat eine geregelte und als angenehm und sinnreich gestaltete Struktur des Tages. Sie sollte sowohl feste Gewohnheiten beibehalten als auch Abwechslung bieten. Dabei ist es günstig, gesellschaftliche Betätigungsfelder wahrzunehmen, soweit dies noch möglich ist. Gemeinsame Seniorentreffs, Gruppenaktivitäten oder einfach Kaffeetrinken vertreiben die Einsamkeit und schulen die Sinne wieder neu. Dabei steht auch der gegenseitige Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Ein intaktes familiäres Umfeld, welches für Geborgenheit und Sicherheit sorgen kann, ist außerdem hilfreich bei der Bewältigung von Depression im Alter.

Das Selbstwertgefühl wieder aufbauen

Oft entsteht dieses Krankheitsbild durch den mentalen Zustand, das bedeutet, dass ältere Menschen sich nicht mehr gebraucht oder nutzlos fühlen. Sie besitzen ein zunehmend vermindertes Selbstwertgefühl und geringes Selbstvertrauen, weil sie sich überflüssig vorkommen und Traurigkeit und Hilflosigkeit überwiegen. Sie geraten in eine ausweglose Situation und Depressionen entstehen. Wenn diese Gefühle und Gedanken beseitigt und in eine andere Richtung gelenkt werden, dann steigt der Lebensmut wieder und das Altern wird nicht mehr als Last angesehen. In diesem Bezug sollen geschulte Psychotherapeuten in Aktion treten, denn sie können optimal mit den Betroffenen arbeiten.

Auch über Suizid sprechen

In den meisten Fällen ist es hilfreich, auch ältere Menschen auf Gedanken wie Sterben und das Beenden des Lebens durch eigene Hand anzusprechen. Diese Themen sind für depressive Personen bedeutungsvoll, sie verleiten zu abendlichen Grübeleien und führen zu keiner Lösung. Deshalb wünschen sich ältere Menschen mit Depression unbewusst, dass sich ihnen Personen zuwenden und ihnen Rat und Hilfe geben.

Lachen gegen Depressionen

Eine gute Methode, um Depressionen entgegen zu wirken ist es, wenn Sie viel lachen, wenn dies am Anfang auch schwer fällt. Außerdem ist es wichtig, aktiv zu bleiben und sich nicht durch Antriebsschwankungen ins Bett verbannen zu lassen, Das verstärkt die Depressionen nur. Suchen Sie sich Aktivitäten die Ihnen Spaß machen oder Ihnen früher gut getan haben, versuchen Sie, sich etwa Gutes zu tun, Kleinigkeiten zu genießen, sich Zeit zu nehmen, für die schönen Dinge des Lebens, wieder sensibel zu sein für die Dinge, welche Ihnen die Natur bietet und Ihre Mitmenschen Ihnen tun.

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