Altersunterschied in der Partnerschaft

Altersunterschied in der Partnerschaft ist immer mehr Thema. Doch wie reagiert die Familie und welche Erwartungen hat man an den Partner.

Altersunterschied in der Partnerschaft
Altersunterschied in der Partnerschaft

In unserer Gesellschaft hat sich die öffentliche Wahrnehmung und Einstellung hinsichtlich großer Altersunterschiede in einer Partnerschaft wesentlich verändert. Bis vor wenigen Jahrzehnten galt bestenfalls die Kombination älterer Mann und junge Frau als akzeptabel. Der Mann konnte sich als „toller Hecht“ fühlen und sich mit seiner Begleiterin schmücken.

Diese geriet allerdings bei extremen Altersunterschieden oft in den böswilligen Verdacht, „auf das Erbe aus zu sein“.  War also die Verbindung von älterer Frau und jüngerem Mann bis vor kurzem die Ausnahme, hat sich die gesellschaftliche Akzeptanz inzwischen erhöht. Man könnte sogar feststellen, dass der „toller Hecht“-Effekt inzwischen eher für Frauen als für Männer mit jeweils jüngeren Partnern gilt. Lässt man gängige psychoanalytische Schubladen unbeachtet, zeigen sich einige Schemata jenseits aller Klischees.

Ältere Partner punkten mit Lebenserfahrung

Die älteren Partner, unabhängig ob Frau oder Mann, punkten durch Reife und Lebenserfahrung. In den meisten Fällen sind sie beruflich gesichert und sozial etabliert, brauchen also keiner Karriere mehr nachzujagen. Jüngere Partner haben jene Neugier, Unbefangenheit und Energie, die mitreißen kann und oft den Partner seine Jahre vergessen lässt.

Frauen lernen oft erst in reiferem Alter ihre eigene Sexualität zu akzeptieren und ihre eigenen Wünsche zu formulieren. In dieser Hinsicht ist die Verbindung einer reiferen Frau mit einem jüngeren Mann geradezu logisch. Weibliche Reife hilft hier, männliche Unsicherheit und Unerfahrenheit zu überspielen. Ähnliches ließe sich auch über die Partnerschaft eines älteren Mannes mit einer jüngeren Frau feststellen.

Einwände von der Familie

Was als Positivum herausgestellt wurde, kann auch ins Negative umschlagen – Reife erscheint dann als Tranigkeit, Jugendlichkeit als zappelige Nerverei. Auf dieser Linie bewegen sich dann oft die Einwände der Familie. Zumal es für eine Tochter schwer zu akzeptieren ist, wenn die neue Frau an Vaters Seite ungefähr ihr Alter hat.

Der Rat „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“, behält also seinen Wert. Auch wenn die Bindung nicht für derart lange Zeit geplant ist.

1 Kommentar

  1. Ein wichtiges, ein sehr sensibles Thema. Und es ist gut und richtig das endlich darüber gesprochen wird. Unsere Gesellschaft erträgt so ziemlich alles was ihr geboten wird, nur beim Thema Altersunterschied werden die uralten Vorbehalte hervor geholt. Ein Thema das du und mich betrifft. Unser aller Bundes-präsident lebt vor das es geht. Dies kann ich nur bejahen. Sicherlich, und so stabil muß man sein, der eigenen Familie klar zu machen das dies meine Entscheidung ist u. bleiben wird. Ich selbst habe einige befreundete Paare die beweisen das Altersunterschied das Leben versüßen kann. Die Themen Scheidung im Alter u. Atersunterschied darf, kann u. sollte man im Verbund betrachten. Ich weis von was ich schreibe.

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