Gartenarbeit erleichtern – Tipps & Hilfsmittel für Ihr Hobby

Im Alter hat man die Zeit, aber vielleicht nicht mehr genügend Kraft für Gartenarbeit. Mit diesen Hilfsmitteln können Sie noch lange im Garten werkeln.

Gartenarbeit erleichtern Tipps
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Das Rentenalter im eigenen Garten zu verbringen, ist wunderschön. Das muss nicht einmal der eigene Garten hinterm Haus sein, nein, viele Rentner nutzen Schrebergärten oder auch einen festen Stellplatz auf einem Campingplatz als ihren Ausflug in das eigene grüne Paradies. Das Werkeln zwischen den Beeten, Blumenkästen und Blumenrabatten hält frisch und macht einfach nur Freude. Trotzdem merken auch die rüstigsten Senioren irgendwann, dass einige Arbeiten früher schlichtweg leichter von der Hand gingen. Früher ziepten nicht die Knie oder schmerzten die Rückenmuskeln, wenn Unkraut aus den Beeten oder zwischen den Gehwegplatten gezupft wurde. Doch können Gartenfreunde aufatmen. Es gibt Kniffe und Hilfsmittel, die das Gärtnern auch trotz steifer Gelenke und Wehwehchen erlauben.

Rasenroboter – der kleine Helfer

Dieser fröhlich vor sich hin mähende Helfer eignet sich für etliche Rentner. Im Gegensatz zu einem Rasentrecker erfordert ein Mähroboter keine großen oder ebenen Rasenflächen. Nein, er ist auch mit kleinen Rasenflächen auf Campingplätzen oder auf Reihenhausgrundstücken zufrieden. Gartenroboter sind robotische Rasenmäher, die mit Saugrobotern vergleichbar sind. Selbstständig bewegen sie sich über die Rasenfläche und halten das Gras kurz. Dabei helfen Sensoren dabei, dass der Roboter nicht vom Gras abkommt und versehentlich die Blumenbeete schneidet. Einige Einzelheiten auf einen Blick:

  1. Düngen
    Gartenroboter zerkleinern das geschnittene Gras und führen es als Dünger auf den Boden zurück.
  2. Akkubetrieb
    die Rasenmäher laufen im Akkubetrieb und mähen den Rasen, bis sie fertig sind oder bis der Akku fast leer ist. Dabei fährt das Gerät automatisch zur Ladestation.
  3. Leise
    die meisten Mähroboter sind deutlich leiser als übliche Rasenmäher, was ihren Einsatz auch zu unüblichen Zeiten ermöglicht.

Mittlerweile gibt es Gartenroboter für viele Arbeiten. Die gängigsten Modelle mähen den Rasen, doch integrieren sie teilweise auch Laubbläser oder Schneefräsen. Andere Roboter kümmern sich um die Aussaat des Gemüsebeetes. Die meisten Modelle lassen sich per Smartphone steuern. Rasenmähroboter erfordern jedoch eine Beeteinfassung, damit sie die Rasenflächen von Beeten unterscheiden können.

Rückenfreundliche Gartengeräte

Natürlich ist nicht nur der Rasen in einem Garten arbeitsintensiv und kann im Alter zu einer Belastung werden. Im Grunde genommen ist das Rasenproblem sogar noch das Geringste, denn hier kann notfalls die Fläche verkleinert werden oder aber jemand fürs Rasenmähen beschäftigt werden. Für viele Senioren sind eher die kleineren und unscheinbaren Arbeiten eine echte Last. Aber wie gut, dass es hier Abhilfe und Helfer gibt:


Teleskop-Heckenscheren – schon in jungen Jahren ist es ein Graus, höhere Hecken zu schneiden. Im Alter hingegen wird der Heckenschnitt zur Tortur, denn um eine gerade Oberkante zu schneiden, muss ständig die Leiter hoch- und wieder heruntergeklettert werden. Teleskop-Heckenscheren lösen das Problem. Die Heckenschere selbst läuft mit Akkustrombetrieb und besitzt einen ausziehbaren Griff, der es erlaubt, selbst hohe Hecken bequem vom Boden aus zu schneiden. Gute Teleskopscheren besitzen einen ergonomischen Griff, der die Handgelenke während der Arbeit schont.

Unkrautstecher – Unkraut ist eine wahre Plage und schon jüngere Menschen spüren ihren Rücken, wenn sie die ungewollten Pflanzen aus den Beeten ziehen. Und im Alter? Wer sich hinkniet, arbeitet immer noch gebeugt, überlastet die Knie und muss sich immer wieder hochwuchten, um vom Fleck zu kommen. Hier hilft der Unkrautstecher. Das Arbeitsgerät hat einen auf die eigene Größe einstellbaren Stiel, der es erlaubt, das lästige Grün bequem in einer gesunden und stehenden Haltung zu entfernen. Im Griff des Stiels befindet sich ein Hebel, der den Stecker bewegt und ihn wie eine Zange zusammenpresst, sodass das Unkraut gleich nach dem Zupfen in einen Eimer geworfen werden kann.

Sitze und Bänke – mit einem Rollsitz erleichtern sich Senioren nicht nur die Arbeit, sie treten auch in Konkurrenz mit dem Rollwagen der Enkelkinder. Die Rollsitze bestehen aus einer Sitzfläche, die mit einer Ablegefläche kombiniert ist. Unter der Sitzkonstruktion befinden sich vier Räder, auf denen der Sitz bequem bewegt werden kann. Gerade die Pflege von Beeten, das Aussäen von Pflanzen oder das Beschneiden von Rasenrändern funktioniert so komfortabel. Alternativ lässt sich natürlich eine Arbeitsbank verwenden. Sie besitzt zwei Funktionen: Aufgestellt dient sie als Sitzgelegenheit, umgedreht offenbart sie eine gepolsterte Kniebank.

Rollgriffscheren – mit dem Alter fehlt oft die Kraft in den Händen und das Schneiden von Rosen und Büschen wird schwer. Rollgriffscheren beheben die Problematik. Der untere Scherengriff, der von vier Fingern geführt wird, rollt beim Zudrücken der Schere und verstärkt somit die Fingerkraft.

Gartenarbeit leichter machen – weitere Möglichkeiten

Garten Hochbeet
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Es spricht nichts dagegen, es sich im Alter nicht nur gemütlich im Garten, sondern auch einfacher zu machen. Dabei muss nicht einmal auf eine Blumenpracht verzichtet werden. Selbst Gemüse kann weiter angebaut werden, nur mit dem Unterschied, dass die Glieder nach der Ernte weniger schmerzen. Und wie geht das? Einige Vorschläge:

➔ Hochbeete

Gartenarbeiten über Kniehöhe fallen immer leichter. Hochbeete ermöglichen es, ganz bequem der Freude an Blumen und Gemüse nachzugehen, ohne an körperliche Grenzen zu stoßen. Die Beete lassen sich auch nachträglich noch gut anlegen und besitzen noch einen weiteren Vorteil: Es kann früher ausgesät werden, da sie frostunanfälliger sind.

➔ Hängebeete

Das kann eine Idee für Senioren sein, die sich höchstens auf der Terrasse aufhalten können. Hängebeete lassen sich in vielen Konstruktionen an der Wand, an der Balkonbrüstung oder auch als Standbeet nutzen.

➔ Rollbare Kästen und Beete

Eine angenehme Lösung ist auch, große Blumenkästen, Kübel oder auch einzelne Hochbeete auf rollbare Untersätze zu setzen. So können die Pflanzen relativ komfortabel bewegt werden. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn der Standort zu unsicher ist, um sich auf eine Rollbank oder eine andere Sitzgelegenheit während der Pflege zu setzen.

Fazit – mit Tricks bleibt jeder rüstig
Es gibt tolle Hilfsmittel, die bei der Gartenarbeit helfen. Und es gibt Helferlein, die es gerade bei Altersgebrechen und anderen körperlichen Leiden erlauben, weiterhin im eigenen Garten aktiv zu sein. Viele der seniorengerechten Gartengeräte werden übrigens von Hobbygärtnern jeder Altersklasse genutzt. Warum sollte man sich auf den Boden knien und mühsam Unkraut zupfen, wenn es auch im Stehen geht?

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