Sinnvolles Hundezubehör im Alltag – das wird wirklich gebraucht

Sie möchten sich einen Hund anschaffen und überlegen, welches Hundezubehör Sie eigentlich brauchen? In folgendem Artikel lesen Sie, auf welches Zubehör es wirklich ankommt, damit es Ihrem Vierbeiner an nichts fehlt.

Senior sucht Hundehalsband.
Die Auswahl bei so viel Hundezubhör ist nicht leicht. © JackF / stock.adobe.com

Viele Senioren haben ihr Leben lang Hunde gehalten und möchten auch im Alter nicht darauf verzichten. Andere hingegen finden erst im Rentenalter Zeit und Muße für einen Hund. Dann stellt sich oft die Frage, welches Zubehör der Hund benötigt und welches nicht. Der Markt an bunten Spielsachen, Mäntelchen, Leckerlis und Hundebettchen für den geliebten Vierbeiner ist enorm gewachsen und immer neue Produkte werden angepriesen.

Doch was braucht es wirklich an Zubehör, damit Sie den Alltag mit Ihrem Hund entspannt genießen können? Vereinfacht gesagt, benötigt ein Hund Futter, Bewegung und einen guten Schlafplatz. Damit sind seine wichtigsten Bedürfnisse schon erfüllt.

Gemütlicher Schlafplatz für Ihren Vierbeiner

Hunde lieben es genauso gemütlich wie wir Menschen. Fast alle Hunde würden sich einen Schlaf- und Liegeplatz auf dem Sofa oder Sessel suchen, wenn sie die freie Wahl hätten. Zum einen liegt es sich angenehm weich und zum anderen bieten erhöhte Positionen einen besseren Überblick. Hunde, die oft auf harten Böden wie Fliesen, Dielen oder Laminat liegen, neigen zu Fellverlust und Liegeschwielen an den Ellbögen.

Hund schläft im Hundebett.
Hundebetten müssen groß genug sein. © Simon / stock.adobe.com

Grundsätzlich würde eine Decke am Boden schon ausreichen, um den Untergrund genügend zu polstern. Leider verrutschen Decken oft, wenn der Hund aufstehen und loslaufen möchte und mitunter kann es dabei zu leichten Zerrungen kommen. Besser sind also Schlafplätze, die sicher und stabil stehen. Das können der klassische Hundekorb sein wie auch spezielle Hundekissen. Das ideale Hundebett gibt es allerdings nicht. Vielmehr hat jeder Hund seine Vorlieben von kuschelig-weichen Schlafplätzen bis hin zum Liegen auf dem Teppich.


» Tipp: Der Schlafplatz sollte so ausgewählt werden, dass der Hund auch wirklich zur Ruhe kommen und sich zurückziehen kann. Das Hundebett sollte also in einem ruhigen Bereich zum Stehen kommen.

Dürfen Hunde im Bett schlafen?

Die Bindung zwischen Senioren und ihren Vierbeinern ist oft besonders eng und so ist es nicht verwunderlich, dass viele ihre Hunde am liebsten mit aufs Sofa oder ins Bett nehmen möchten. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, solange die Hunde nicht anfangen, dass Bett mit Knurren oder Schnappen zu verteidigen.

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Frau mit zwei Hunden im Bett.
Grundsätzlich können Hunde mit ins Bett. © Shmel / stock.adobe.com

Auch sollten die Hunde regelmäßig entwurmt und entfloht werden, um einerseits die Hunde selber gesund zu halten, andererseits eine Ausbreitung der Parasiten auf den Menschen zu verhindern. Abhängig von der individuellen Haltung und Fütterung gibt es verschiedene Entwurmungsintervalle.

» Tipp: Viele seniorenfreundliche Betten und Sofas haben höhere Maße, was es kleinen Hunden fast unmöglich macht, hinaufzukommen. Hier hilft es, eine Hunderampe oder ein kleines Höckerchen ans Bett oder Sofa stellen. So können die Hunde problemlos mit hinauf, ohne dass Sie sie immer hochheben müssen. Das wiederum schont Ihren Rücken.

Der ideale Futterplatz

Hunde brauchen eine Wasser- und eine Futterschüssel. Wasser braucht der Hund rund um die Uhr zur freien Verfügung, daher kann die Wasserschüssel ruhig etwas größer sein. Wichtig ist, dass beide Schüsseln rutschfest sind und auch auf Fliesenböden sicher stehen. Dafür eignen sich Futternäpfe aus Edelstahl, die am Boden mit einem Gummiring ausgestattet und somit rutschfest sind. Immer wieder werden Futternapfständer angepriesen, die den Hunden das Fressen erleichtern würden. Erhöhte Futternäpfe braucht es im Normalfall aber nicht. Der Körperbau des Hundes ist so ausgelegt, dass er problemlos Futter vom Boden aufnehmen kann. Im Krankheitsfall oder nach OPs kann es dagegen sinnvoll sein, das Futter etwas erhöht zu positionieren.

Beide Näpfe sollten einen festen Platz bekommen und vor allem der Futternapf sollte an einer ruhigen Stelle platziert werden. Es gibt immer wieder Hunde, die aufgeregt ihr Futter herunter schlingen, es dadurch nicht richtig kauen und dabei auch zu viel Luft schlucken. Dauerhaft ist das für die Gesundheit des Hundes nicht gut.

Braucht der Hund Leckerlis?

Bekommt der Hund ausreichend und seinem Körpergewicht entsprechend genügen Futter, benötigt er keine zusätzlichen Leckerlis. Möchten Sie dennoch nicht darauf verzichten, sollten Sie die Menge, die Sie als Leckerlis geben, vom täglichen Hundefutter abziehen. Ansonsten kann Ihr Liebling schnell Übergewicht ansetzen und ernsthaft krank werden. Übergewicht bei Hunden zählt übrigens als eigenständige Krankheit und kann viele Folgeerkrankungen nach sich ziehen sowie die Lebenserwartung Ihres Vierbeiners um zwei Jahre verkürzen.

Hund bekommt Leckerlis.
Zu viele Leckerlis können den Hund dick machen. © KrischiMeier / stock.adobe.com
» Tipp: Sie können die tägliche Futtermenge Ihres Hundes auch auf zwei Mahlzeiten aufteilen. Das ist besonders bei großen Hunden vorteilhaft, wird doch so die Gefahr einer Magendrehung erheblich reduziert.

Gassi gehen mit der richtigen Leine

Für die Spaziergänge mit Ihrem Hund reicht ein passendes Halsband oder Geschirr und eine Leine. Können Sie Ihren Hund frei laufen lassen, genügen herkömmliche Leinen. Ansonsten sind sogenannte Flexi-Leinen ganz nützlich, mit denen sich der Bewegungsradius Ihres Hundes enorm erweitert.

Aus welchem Material die Leine bestehen sollte, hängt von den eigenen Vorlieben ab. Wichtig ist, dass die Leine gut in der Hand liegt, griffig und pflegeleicht ist. Vor allem bei Schmuddelwetter muss die Leine nämlich hin und wieder gereinigt werden.

» Achtung: Wickeln Sie sich die Leine niemals ums Handgelenk! Stattdessen sollten Sie die Leine so halten, dass Sie sie jederzeit loslassen können. Hunde, die gerne mal einen Satz nach vorne machen, könnten Sie sonst umreißen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Halsband und Geschirr. Empfehlenswert sind pflegeleichte und schnell zu reinigende Materialien.

Hunde, die viel und stark am Halsband ziehen, leiden öfter unter Husten und Stauchungen der Halswirbelsäule, besonders dann, wenn der Besitzer gerne mal zurückzieht.

Ein Hundegeschirr wiederum hat eine größere Auflagefläche, sodass sich ziehende Hunde noch mehr ins Zeug legen können und oft in bemerkenswerter Manier ihre Besitzer durch die Straßen ziehen. Aus Sicherheitsgründen sollten aber alle Hunde lernen, nicht an der Leine zu ziehen.