Haustiere für Senioren – warum Hund, Katze und Co. der Gesundheit gut tun

Ein Haustier leistet Senioren nicht nur Gesellschaft, die Anwesenheit wirkt sich auch positiv auf viele Bereiche der Gesundheit aus.

Haustiere für Senioren
Ein Haustier fördert das allgemeine Wohlbefinden | © Starpics / stock.adobe.com
Wer liebt nicht Haustiere? Sie sind meist sanft, liebevoll, haben Einfühlungsvermögen und sind unermüdlich in ihrer Aufmerksamkeit. Was noch: Sie sind bereit, Ihnen alles zu geben und glücklich, einfach nur in Ihrer Nähe zu sein.

Haustiere sind nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Senioren sehr beliebt. Ein Tier ist gut fürs Gemüt, beugt Einsamkeit vor und ist zugleich Seelentröster.

Warum der Wunsch nach einem Haustier wächst

Die Lebenserwartung ist gestiegen und mit ihr auch die Zahl der allein lebenden Menschen. Im Jahr 2020 waren es bei den über 65-Jährigen rund 5,9 Millionen Senioren. Der häufigste Grund für den ungewollten Singlehaushalt ist der Tod des Ehepartners.


Wer allein lebt, hat oft das Gefühl nicht mehr gebraucht zu werden. Auch soziale Kontakte werden gemindert oder gänzlich eingestellt. Diese Situation birgt häufig die Gefahr, der Isolation und drohender Einsamkeit. In solch einem Moment ist ein Haustier oftmals der Retter in der Not, weil es neuen Lebensinhalt bietet und Abwechslung in den Alltag bringt.

» Jetzt noch die TUI "Mein Schiff" Angebote für den Sommer entdecken:
Hier alle Kreuzfahrten einsehen

Positive Auswirkung von Haustieren auf die Gesundheit

Haustiere ermutigen Senioren, sich neu zu verwirklichen. Sie helfen dabei, wieder Verantwortung zu übernehmen und mitunter Dinge zu tun, die sie schon sehr lange nicht mehr getan haben.

❶ Mehr Bewegung

Haustiere für Senioren
Wer einen Hund hat, ist automatisch öfter an der frischen Luft | © nimito / stock.adobe.com
Während sich ein Stubentiger mit einem Katzenklo zufriedengibt, braucht ein Hund täglich Auslauf. Sie müssen also, ob Sie wollen oder nicht, mit dem Hund nach draußen. Wer sich bisher die meiste Zeit in der Wohnung aufgehalten hat, wird durch das Gassigehen wieder zum Frischluftfanatiker. Die täglichen Spaziergänge stärken die allgemeine Fitness und das Immunsystem. Auch das Risiko, an Diabetes oder Herz-Kreislauf-Beschwerden zu erkranken, wird gemindert.

❷ Neue soziale Kontakte

Aber nicht nur das körperliche Wohlbefinden wird sich mit einem Haustier ändern. Wer mit seinem Hund spazieren geht, lernt viel schneller Menschen kennen. Dadurch lassen sich in kurzer Zeit wieder neue soziale Kontakte knüpfen. Scheuen Sie sich nicht, auch selbst Gleichgesinnte anzusprechen. Vielleicht entwickeln sich daraus ja engere Freundschaften und zukünftige gemeinsame Spaziergänge.

❸ Wieder Struktur im Leben

Haustiere für Senioren
Ein Haustier bestimmt den Alltagsrhythmus | © iagodina / stock.adobe.com
Ein Haustier ist ein vollwertiges Familienmitglied und braucht dementsprechend Aufmerksamkeit. Mit der Anschaffung wird sich der Alltag komplett ändern. Tiere benötigen zu bestimmten Zeiten ihre Mahlzeiten, Beschäftigung und auch Zeiten der Ruhe. Hund, Katze, Vogel oder Meerschweinchen werden den Alltag neu strukturieren und ausfüllen. Dadurch bekommt auch der Rhythmus des Seniors wieder Kontinuität.

❹ Stressbewältigung und Entspannung

Auch wenn Senioren nicht die gleiche Art von Stress haben wie Berufstätige, kann emotionaler Stress der Auslöser für Bluthochdruck und Herzprobleme sein. Allein schon das Beobachten von Wellensittichen oder das Streicheln von Katze oder Hund wirkt entspannend, wodurch sogar körperliche Schmerzen weniger intensiv empfunden werden.

Tiere sind die besten Freunde. Sie stellen keine Fragen und kritisieren nicht.
Mark Twain

Woher bekomme ich das passende Haustier?

Haustiere für Senioren Gesundheit
Ein Herz und eine Seele | © Seventyfour / stock.adobe.com
Wenn Sie ernsthaft mit dem Gedanken spielen, sich ein Haustier anzuschaffen, empfehle ich Ihnen vorab meinen Artikel „Welches Haustier passt zu mir?“ Sie sollten auch bedenken, dass der neue Mitbewohner vom Vermieter genehmigt werden muss und im Laufe der Jahre einiges an Geld kostet. Auch die Unterbringung während eines Urlaubs muss abgesichert sein.

Wenn alle Fragen geklärt sind, können Sie ein Tier aus dem Tierheim adoptieren oder direkt beim Züchter kaufen. Ich rate Senioren generell zu Möglichkeit eins, da man vom Züchter in der Regel einen Welpen bekommt – hier gilt zu bedenken, dass dieser bis zu 15 Jahre alt werden kann. Außerdem sind junge Haustiere eher wild und ungestüm, sie müssen quasi noch erzogen werden. Bei einem älteren Tier ist das Wesen meist ausgeglichener.

Die Mitarbeiter im Tierheim kennen ihre Schützlinge genau, können Sie bei der Wahl beraten und Sie selbst geben einem Tier ein Zuhause, welches sonst vielleicht für den Rest des Lebens im Tierasyl bleiben müsste.

Auf den Punkt gebracht:
Die Anschaffung eines Haustieres kann bei Senioren neue Lebensgeister wecken. Haustiere können vor Einsamkeit schützen und besonders Hunde neue Kontakte fördern. In jedem Fall wirken sich Haustiere positiv auf die Gesundheit von Senioren aus, sowohl psychisch als auch physisch. Der neue Mitbewohner hält Sie rundum körperlich und geistig fit.