Sicher im Internet unterwegs – 4 Tipps die Sie täglich beherzigen sollten

Geld transferieren, einkaufen, kommunizieren und das alles ohne vor die Tür zu gehen – ein Segen für viele Senioren, aber bei Weitem nicht ungefährlich.

Sicherheit im Internet Tipps
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Das Internet ist für viele Senioren längst kein Blatt mit sieben Siegeln mehr. Die neu gewonnene Zeit im Ruhestand und der nicht aufhörende Wissensdrang, locken Millionen von Rentnern täglich vor den Rechner. Für die einen ist es Routine, da sie aus ihrem Berufsleben bereits mit der PC-Arbeit vertraut sind. Für die anderen ist es jeden Tag auf’s Neue ein Abenteuer. Diese Anfänger-Gruppe, wie ich sie mal nennen will, ist besonders „anfällig“ für die Kriminellen, die sich täglich neue Opfer in der Onlinewelt suchen.

So praktisch, zeitsparend und informativ das Internet auch ist, es birgt auch große Gefahren. Diese Gefahren sind zwar nicht körperlicher Natur, deshalb aber nicht weniger harmlos. Cyberkriminelle (Computerkriminelle) wollen an Ihr Geld, Ihre Daten und persönliche Informationen, die sie dann für Betrugszwecke nutzen. Sie sehen also, unbedarft sollten Sie sich nie an den Computer setzen oder ein Smartphone benutzen.

1. Regelmäßige Updates – ein Muss

Damit Angreifer und schädliche Programme keine Chance haben, müssen Sie Ihr Betriebssystem (Windows, Linux usw.) immer auf dem aktuellen Stand halten. Standard gemäß werden deshalb vom Hersteller sogenannte Softwareupdates durchgeführt. Das bedeutet, Ihr Betriebssystem wird auf die neueste Version aktualisiert. Diese Updates laufen meist im Hintergrund. Am besten stellen Sie es so ein, dass Aktualisierungen automatisch starten dürfen. So sind Sie immer auf der sicheren Seite. Wie Sie das unter Windows 10 realisieren, wird im PC-Magazin genau erklärt.

2. Niemals ohne Virenschutz online gehen

Updates sind der erste Schritt, für die tägliche Überwachung Ihres Computers brauchen Sie aber ein Antivirenprogramm. Diese gibt es kostenlos und kostenpflichtig. Meinen Erfahrungen nach macht es Sinn, ein paar Euro für einen guten Virenscanner auszugeben. Sind die Grundeinstellungen erst einmal erfolgt, erledigt das Programm den Rest für Sie. Nun ist es persönliches Empfinden, mit welcher Internet Security Sie am besten zurecht kommen. Die Auflistung sämtlicher Programme würde hier zu weit führen. Einen guten Überblick bietet der aktuelle Test von Computerbild.

Kleine Internetschädlingskunde

sind fast immer kostenlose Programme, die neben ihrer eigentlichen Funktion auch weitere, ungewollte Programme und Werbeeinblendungen ausführt
ein Schadprogramm, dass absichtlich oder auch zufällig auf den Computer geladen wird, um damit Schaden anzurichten
speziell programmierte Software, mit der der Programmierer auf anderen Rechnern Schaden anrichten will
ein meist sich selbst verbreitendes Programm, dass sich in andere Programme einschleust und mitunter die Software des Computers zerstören kann
ein Computerwurm ist ein kleines Programm oder Skript, dass sich selbst vervielfältigt und bestimmte, schadhafte Befehle ausführt
Spähsoftware, die Daten des Computernutzers ohne dessen Wissen ausspioniert

3. Datenmissbrauch vorbeugen

Datenmissbrauch Internet
Niemals voreilig klicken – Foto: © denisfilm – Fotolia.com

Ein ganz heikles und wichtiges Thema ist der Schutz Ihrer Daten. Im Internet kommen Sie nicht umhin, Persönliches von sich preis zu geben, zum Beispiel bei einer Bestellung. Onlineshops wollen in den meisten Fällen, dass man ein Benutzerprofil anlegt, sprich einen Nutzernamen und ein Passwort für den Login (Anmeldung). Theoretisch ist es möglich, Passwörter auf dem Computer zu speichern. Aus Sicherheitsgründen empfehle ich diese Option nicht. Verschafft sich ein Hacker (Angreifer) Zugriff auf Ihren PC, ist es für ihn ein leichtes, diese Daten auszuspionieren und im schlimmsten Fall auf Ihre Kosten einzukaufen.

Des weiteren sollten Sie Onlineseiten nicht blindlings vertrauen. Betrügerische Shops und dergleichen, sind heute kaum von seriösen Anbietern zu unterscheiden. Ein Blick in die AGB’s und das Impressum ist also immer empfehlenswert. Haben Sie nur den geringsten Zweifel, dass diese Seite nicht vertrauenswürdig ist – Finger weg! Beim Onlineeinkauf Opfer zu werden, ist nur ein kleiner Teil von möglichem unbefugten Benutzen Ihrer Daten. Im Ratgeber „Was ist Datenmissbrauch“ vom Serviceanbieter Owldetect, werden weitere mögliche Risiken aufgezeigt, die Sie beim „Rundgang“ durch das Internet unbedingt beherzigen sollten.

4. Sicherheit beim E-Mail Verkehr

Die Kommunikation per E-Mail dürfte wohl eine der beliebtesten Nutzungsmöglichkeiten des Internets sein, egal ob Neuling oder alter Hase. Schneller kann man wichtige Infos oder liebe Grüße kaum verschicken. Leider landet im virtuellen Briefkasten auch immer wieder Post, die Rätsel aufgibt. Angeblich habe man einen tollen Preis gewonnen, muss noch eine längst fällige Rechnung begleichen oder soll sich bei alten Freunden melden, deren Namen man noch nie gehört hat. Wenn Sie bei solcher Post stutzig werden, haben Sie schon den ersten richtigen Schritt getan.

  • E-Mails von unbekannten Absendern sind generell mit Vorsicht zu genießen.
  • Öffnen Sie nie Mail-Anhänge (Dokumente, Bilder, Dateien) von Absendern, die Sie nicht kennen.
  • Antworten Sie nicht auf dubiose Mails, wie Mahnungen oder Gewinnbenachrichtigungen.
  • Bei „offizieller“ Post, beispielsweise von Ihrer Bank, schauen Sie genau hin. Behörden verlangen nie, dass Sie per Mail Ihre Zugangsdaten preisgeben.
  • Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie einen erfahrenen Bekannten, ob er sich die Mail einmal anschaut.

In Fachkreisen nennt man solche elektronische Post „Phishing“, das man im weitesten Sinne mit ködern oder locken übersetzen könnte. Leider gibt es keinen 100%igen Schutz und auch kein Allheilmittel. Allerdings lohnt es sich, die Tipps vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zu lesen, damit den Kriminellen hoffentlich irgendwann einmal die Puste ausgeht.

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