Barrierefreie Dusche einbauen – Checkliste für Ihre Planung

Worauf Sie beim Einbau einer barrierefreien Dusche achten müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag. Maße, Gefälle und Tipps zur Sicherheit genau erklärt.

Barrierefreie Dusche einbauen - ChecklisteMit einer barrierefreien Dusche gewinnen Sie neben Bewegungsfreiheit vor allem Sicherheit und Lebensqualität. Schließlich möchten Sie gerade in Bad und WC ungestört sein und ohne fremde Hilfe auskommen. Um bis ins hohe Alter selbstbestimmt den gewohnten Duschkomfort genießen zu können, sind bauliche Veränderungen unverzichtbar. Worauf Sie bei Planung und Umsetzung achten sollten, zeigen Ihnen die folgenden Tipps.

Grundsätzliches regelt die DIN 18025

Für die Einrichtung eines barrierefreien Badezimmers gilt die DIN 18025. Hier sind all jene Dinge aufgelistet, die bei einer senioren- und behindertengerechten Planung eine wichtige Rolle spielen und zu berücksichtigen sind.

Maße und Gefälle für eine barrierefreie Dusche

Sie haben die Wahl zwischen einer begehbaren Dusche oder einer Nasszelle.

  • Die barrierefreie Dusche muss ebenerdig (bodengleich) sein. Auch für nicht behinderte Senioren lassen sich so, sturzbedingte, gefährliche Unfälle vermeiden.
  • Bei einer begehbaren Dusche muss die Wendefläche mindestens 1,50 x 1,50 Meter betragen.
  • Damit nichts in die Wohnung läuft, berücksichtigen Sie für den Ablauf ein Gefälle von 2 Prozent.
  • Sofern vorhanden, muss sich eine Duschtür nach außen oder zur Seite öffnen lassen.
  • Gläserne Duschabtrennungen müssen darüber hinaus bruchsicher und kontrastreich gekennzeichnet sein.
  • Ihre Badezimmertür muss eine lichte Breite von mindestens 90 Zentimetern aufweisen. Um im Notfall nicht blockiert zu werden, muss sie nach außen aufgehen oder eine Schiebetür sein.
  • Achten Sie darauf, dass sich die Tür von außen entriegeln lässt. Für den Fall, dass jemand drinnen einen Schwächeanfall erleidet.

Weitere Maßnahmen für eine barrierefreie Dusche

» Duschstuhl / Duschhocker

Ein Mehr an Bequemlichkeit, aber auch an Sicherheit bietet eine Sitzgelegenheit beim Duschen – und zwar für behinderte wie für nicht behinderte Personen. Lassen Sie deshalb einen fest montierten, auf Ihre Körpermaße und Ihr Gewicht abgestimmten Sitz in Ihre barrierefreie Dusche einbauen.


Für den Anfang genügt aber auch ein Duschstuhl oder ein Duschhocker. Diese sind gerade dann von Vorteil, wenn andere Familienmitglieder dieselbe Dusche benutzen. Sie lassen sich nämlich unproblematisch aus der Dusche entfernen.

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» Haltegriffe und Ablagemöglichkeiten nicht vergessen

Egal, ob Sie links- oder rechtshändig sind, für Bad- und Sanitärbereich gibt es eine Vielzahl von Griff- und Haltesystemen. Besonders geeignet, weil flexibel anbringbar, sind mobile Haltegriffe (ohne bohren). Diese können Sie auch unterwegs nutzen.
» Haltegriff mit Saugnäpfen schon für unter 10 Euro

Großflächige Ablagemöglichkeiten müssen für Rollstuhlfahrer gut erreichbar, also niedrig angebracht sein.

Extra-Tipp:
Wer sehbehindert ist, sollte dunkelblaue Halterungen bevorzugen, da diese auf hellem Fliesenuntergrund besser zu erkennen sind.

Sicherheitsmaßnahmen für die barrierefreie Dusche

Barrierefreie Dusche - Thermostat
Sicherheit hat auch in einer barrierefreien Dusche oberste Priorität.

  • Achten Sie auf einen rutschfesten Fußboden. Spezielle Bodenfliesen mit einer leicht angerauhten Oberfläche bieten Ihnen einen sicheren Stand.
  • Bringen Sie Armaturen sicher und behindertengerecht an. Ein Thermostat schützt vor Verbrühungen.
  • Neben einer in der Höhe verstellbaren Handdusche kann eine zusätzliche Kopfbrause sinnvoll sein.

Profis bieten Planungshilfe

Wenn Sie finanziell unabhängig sind, sollten Sie auf die Hilfe eines Architekten zurückgreifen. Gerade wenn es um den Umbau in älteren Gebäuden geht, können Spezialkenntnisse und Erfahrungen im Bereich des barrierefreien Ein- und Umbaus einer Dusche viel Zeit, Mühe, Kosten und vor allem Ärger sparen.

Barrierefreie Dusche Planung

Extratipp:
Bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung e.V. finden Sie ein  Adressenverzeichnis von Wohnberatungsstellen für ältere und behinderte Menschen in Deutschland.

Fazit:
Heute schon für morgen sorgen: Mit einer barrierefreien Dusche sichern Sie sich Lebensqualität und Unabhängigkeit bis ins hohe Alter.

Mehr Informationen zum Thema “Barrierefrei Wohnen” finden Sie hier:

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