Warum körperliche Fitness kein Geschenk des Himmels ist

Wer auch im Alter körperlich fit sein will, braucht keine Pillen. Alles was Sie tun müssen, ist den inneren Schweinehund überwinden und etwas Selbstdisziplin üben.

körperliche Fitness im AlterEs scheint endlich Frühling zu werden in Deutschland, was nicht nur am strahlenden Sonnenschein erkennbar ist, sondern auch an den Menschen, die sich die Zeit nehmen, einfach nur in einem Straßencafé zu sitzen um die Seele baumeln zu lassen. Auch ich fröne gern dieser Leidenschaft und dabei ist mir aufgefallen, wie groß die gesundheitlichen Unterschiede bei Senioren sind. Da sieht man einen älteren Herr der strammen Schrittes mit seinem Hund vorbei läuft und im Gegenzug eine ältere Dame, die sich mit ihrem Rollator einen Weg durch die Menge bahnt. Verstehen Sie was ich meine? Ist es Zufall, dass es dem einen körperlich gut geht und dem anderen etwas schlechter? Ich glaube nicht und ich glaube auch, dass jeder selbst viel dazu beitragen kann, im Alter körperlich fit zu bleiben. Lassen Sie mich ein privates Beispiel anführen.

Am letzten Wochenende stand mal wieder ein Verwandtschaftsbesuch an. Wir machten uns auf den Weg zu meiner Schwiegermutter, die ihren 76. Geburtstag feierte. Als sie uns die Tür öffnete dachte ich, WOW wie gut sie wieder aussieht und das in ihrem Alter. Als wir dann ein paar Minuten für uns hatten, erzählte sie mir, dass sie immer noch sämtliche Besorgungen mit dem Fahrrad erledigt, das hält sie fit. Stimmt, dachte ich, eine simple Idee aber wirksam. Hinzu kommt, dass meine Schwiegermutter eine sehr gesellige und reiselustige Frau ist. Mindestens zwei Mal im Jahr setzt sie sich in den Flieger um Land und Leute kennenzulernen. Auch hier achtet sie auf eine gute Mischung aus Erholung und Aktivitäten. Reiseveranstalter bieten inzwischen ja eine vielfältige Auswahl derartiger Reisen an (Radsport, Wandern, Wassersport, Golf, siehe der.com), so dass sich Sport und Strand wunderbar miteinander kombinieren lassen. Meine Schwiegermutter hat sogar einen Tauchkurs belegt, allerdings war sie da noch 72.

Es ist also kein Geschenk des Himmels im Alter noch körperlich und geistig fit zu sein, vieles können wir selbst dazu beitragen und das sogar in den eigenen vier Wänden.

Regelmäßiges Ausdauertraining zahlt sich aus

Wenn Sie sich jetzt entschlossen haben, auch etwas für Ihre körperliche Fitness zu tun, fangen Sie langsam an. Trotz allem Ehrgeiz ist ein „steifer“ Körper nicht so belastbar. Muskeln und Gelenke müssen sich erst daran gewöhnen, wieder beansprucht zu werden. Kleine „Übungen“ im Alter können dabei helfen.

  • Nehmen Sie so oft es geht die Treppe, auch wenn ein Fahrstuhl vorhanden ist.
  • Gehen Sie mindestens einmal täglich spazieren und steigern Sie dabei kontinuierlich Ihr Schritttempo.
  • Melden Sie sich zu einem Nordic Walking Kurs an, in der Gruppe macht es mehr Spaß.
  • Schwimmen stärkt die Rückenmuskulatur und senkt den Blutdruck. Im Sommer am besten im Freibad ein paar Bahnen ziehen.
  • Erledigen Sie kleine Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
  • Gemeinsame Ballspiele mit den Enkeln trainieren die Atemwege.
  • Gehen Sie doch mal wieder tanzen!

Um Gymnastik zu machen, müssen Sie nicht einmal aus dem Haus gehen, hier ein paar Übungsvorschläge.

Die Krux mit dem Laster

Regelmäßige Bewegung ist und bleibt die Grundvoraussetzung um sich körperlich fit zu halten. Allerdings gibt es dabei noch andere Faktoren, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen.

Übergewicht
Das zu viele Pfunde dem Körper schaden, dürfte jedem bekannt sein. Übergewicht lässt nicht nur den Blutdruck in die Höhe schießen, es ist auch Auslöser für Schlaganfall und Herzinfarkt (weitere Infos im Adipositas-Ratgeber auf gesundheit.de). Wer seine körperliche Fitness steigern will kommt in solch einem Fall um eine Ernährungsumstellung nicht herum.

Alkohol und Nikotin
Genussmittel, wie Alkohol und Nikotin, verstopfen nicht nur die Blutgefäße, sie schaden auch dem Gehirn und somit der geistigen Fitness. Auf ein gelegentliches Glas Wein müssen Sie nicht verzichten, wer aber Alkohol in Massen konsumiert, schränkt seine Lebenserwartung ein. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und gehen Sie zum Arzt, wenn Sie das Gefühl haben süchtig zu sein. Gleiches gilt für den täglichen Griff zum Glimmstengel. Wer mit dem Rauchen aufhört, wird mehr Spaß am Leben haben, denn die oben genannten Sportarten fallen Ihnen viel leichter.

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