Herzinfarktrisiko senken: 8 Tipps für Ihre Herzgesundheit

Der Herzinfarkt zählt bei uns zu den häufigsten Todesursachen. Umso wichtiger ist es, das Herz zu stärken und so das Risiko für einen Infarkt zu senken.

Herzinfarktrisiko senken
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Jedes Jahr erleiden etwa 300.000 Menschen einen Herzinfarkt. Mehr als die Hälfte von ihnen überleben ihn nicht. So erging es auch meinem Onkel vor neun Jahren. Mit 56 Jahren bekam er einen Herzinfarkt, fiel ins Koma und starb nur einen Tag später im Krankenhaus. Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen, dass ich meine Tante traf und sie mir die traurige Botschaft mitteilte. Noch heute geht mir die ganze Sache nicht aus dem Kopf – besonders deshalb, weil er noch leben könnte, wenn er die Symptome richtig gedeutet und einen Arzt aufgesucht hätte.

Nach dem Tod meines Onkels wurde auch bei meinem Papa ein erhöhtes Herzinfarktrisiko festgestellt. Aus diesem Grunde habe ich mich einmal etwas näher mit dem Thema beschäftigt und möchte nun auch Ihnen einmal vor Augen führen, was Sie selbst tun können, um Ihr Herzinfarktrisiko zu senken. Am Ende habe ich dann auch einige Tipps, wie Sie einen Herzinfarkt erkennen können.

Was ist ein Herzinfarkt überhaupt?

Der Herzinfarkt wird auch als Myokardinfarkt bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen lebensbedrohlichen Zustand, der unbehandelt zum Tode führen kann.Verursacht wird er durch einen plötzlichen Verschluss der Herzkranzgefäße, welche den Herzmuskel mit Blut versorgen. Im schlimmsten Fall kann dadurch das Herz einfach stehen bleiben. Ohne ein schnelles Eingreifen können dadurch Teile des Herzmuskels absterben. Dabei gilt: Je mehr Zellen des Herzmuskels absterben, desto geringer wird die Pumpleistung des Herzen aus. Infolge dessen nimmt die Belastbarkeit des Patienten ab.


Herzgesundheit stärken und Herzinfarkt vorbeugen

Vorsorge ist besser als Nachsorge. Diesen Satz durfte ich mir als Kind immer wieder von meiner Oma anhören. Und seien wir einmal ehrlich: Sie hatte wirklich Recht. Besonders treffend ist diese Aussage in Bezug auf dir Herzinfarktvorsorge. Denn bei einem Herzinfarkt zählt wirklich jede Minute, damit das Herz keinen Schaden nimmt. Um das Herz zu schützen, ist es daher deutlich besser, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen.

Tipp 1: Viel Bewegung!

Bewegung ist gut fürs Herz
Integrieren Sie ausreichend Bewegung in Ihren Alltag – © rh2010 / stock.adobe.com
Möchten Sie Ihr Herzinfarkt-Risiko senken, sollten Sie auf ausreichend Bewegung achten. Vor allem Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Schwimmen, Radfahren oder Joggen eignen sich dafür hervorragend. Denn sie bewirken eine bessere Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Herzens. Dadurch sinkt der Blutdruck und die Blutfettwerte normalisieren sich mit der Zeit.

Tipp: Auch regelmäßige Spaziergänge sind effektiv, wenn es darum geht, das Herzinfarktrisiko zu senken.

Tipp 2: Übergewicht reduzieren

Übergewicht wirkt sich in vielerlei Hinsicht negativ auf die Gesundheit aus. Schon allein deshalb sollten Betroffene versuchen, ihr Gewicht zu reduzieren. Besonders wichtig ist dies jedoch im Hinblick auf die Herzgesundheit. Denn das Übergewicht führt nicht nur zu erhöhten Blutfettwerten, sondern auch zu Bluthochdruck – zwei Faktoren, die einen Herzinfarkt begünstigen können.

Tipp 3: Bluthochdruck, Blutzucker und Cholesterin kontrollieren

Es gibt drei wichtige Komponenten, die Ihr Hausarzt regelmäßig kontrollieren sollte, da diese maßgeblich für Ihre Herzgesundheit sind:

» Bluthochdruck

Ein zu hoher Blutdruck wirkt sich negativ auf die Herzgesundheit aus. Er schwächt das Herz und belastet das Herz-Kreislauf-System. Um den Blutdruck zu senken, kann eine medikamentöse Behandlung Erfolg versprechen. Sinnvoll ist es jedoch, auch die Ursache für den erhöhten Blutdruck zu bekämpfen. Eine häufige Ursache ist die Schlafapnoe, also häufige Atemaussetzer während des Schlafs.
Dagegen lässt sich glücklicherweise etwas unternehmen, deshalb sollten Sie eine Schlafapnoe Behandlung bei bekanntwerden nicht lange aufschieben.

» Blutzucker

Erhöhte Blutzuckerwerte können auf Dauer die Nervenfasern und Gefäße schädigen. Dadurch kann es zu einer Reihe von Folgeerkrankungen und eben auch zu einem Herzinfarkt kommen. Besonders tückisch ist hierbei: Bei Diabetikern können die Nervenbahnen so sehr geschädigt sein, dass die typischen Schmerzen bei einem Herzinfarkt nicht bemerkt werden. Umso wichtiger ist es, dass Sie etwas gegen dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte unternehmen und den Diabetes verbessern.

» Cholesterin

Steigt das Cholesterin im Blut, lagern sich die Fettmoleküle an den Gefäßwänden ab und verengt die Gefäße. Dies führt unter anderen dazu, dass das Herz nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird. Die Folge ist ein Herzinfarkt. Umso wichtiger ist es, dass Sie den Cholesterinspiegel regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls behandeln lassen.

Tipp 4: Gesunde Ernährung

gesunde Ernährung stärkt das Herz
Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung – © aamulya / stock,adobe.com
Ernähren Sie sich gesund, haben Sie bereits einen wichtigen Grundstein für Ihre Herzgesundheit gesetzt. Aber was ist eigentlich „gesunde Ernährung“? Orientieren können Sie sich dabei an der Mittelmeerküche. Diese besteht zu einem Großteil aus Gemüse und Obst sowie aus ungesättigten Fettsäuren in Form von Olivenöl, Nüssen und Fisch. Fleisch kommt dagegen eher selten auf den Tisch. Dieses sollten auch Sie möglichst meiden. Denn besonders rotes Fleisch und fettiger Wurstaufschnitt können die Arterien verkalken und sind daher schlecht fürs Herz.

Tipp 5: Dauerstress vermeiden

Während unser Körper gelegentlichen Stress gut verkraftet, kann sich dauerhafter Stress negativ auf die Herzgesundheit auswirken. Dafür gibt es gleich zwei Gründe: Zum einen lässt Stress den Blutdruck ansteigen und zum anderen führt er zu einer vermehrten Produktion weißer Blutkörperchen. Diese können verklumpen und somit Arterien verstopfen. Dies ist vor allem bei einer bereits bestehenden Arteriosklerose der Fall.

Achten Sie Ihrer Gesundheit zu Liebe darauf, immer mal wieder eine Pause einzulegen und zu entspannen. Bewährt haben sich dabei verschiedene Methoden der Entspannung. Die einen schwören auf Musik, um wieder runter zu kommen. Andere meditieren lieber oder lesen ein Buch.

Tipp 6: Viel trinken

Wer wenig trinkt, wird nicht gleich einen Herzinfarkt bekommen. Fest steht aber, dass eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme vor allem bei Patienten extrem wichtig ist, die zur Thrombose neigen. Durch das Trinken von mindestens 1,5 Liter am Tag wird das Blut dünner und neigt nicht so schnell zum Bilden von Thromben, die die Gefäße verstopfen könnten. Am besten sind hierfür Wasser und ungesüßte Tees geeignet.

Kaffee und Schwarztee sollten bei Bluthochdruck besser gemieden werden, da das Koffein die Herzfrequenz zusätzlich erhöht. Bei einem gesunden Blutdruck kann der Kaffeekonsum aber durchaus gut für das Herz sein. Denn die vorübergehend erhöhte Herzfrequenz trainiert das Herz und macht es kräftiger.

Tipp: Auch der mäßige Konsum von Alkohol hat eine positive Wirkung auf das Herz. Denn er weitet die Gefäße, sodass eine bessere Durchblutung möglich ist.

Tipp 7: Nicht rauchen

Es ist schon lange bekannt, dass Zigaretten ungesund und die gesundheitlichen Folgen des Rauchens vielseitig sind. Dazu gehört auch der Herzinfarkt. Denn durch das Rauchen verengen sich die Gefäße und es können sich Blutgerinnsel bilden. Besonders gefährlich ist die Kombination aus Rauchen und Antibabypille.

Tipp: Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören. Denn bereits ein Jahr nach der Rauchentwöhnung ist Ihr Herzinfarktrisiko um die Hälfte gesenkt.

Tipp 8: Warnsignale beachten

Warnsignale für einen Herzinfarkt erkennen
Hören Sie auf Ihren Körper und ignorieren Sie die Symptome nicht – © pikselstock / stock.adobe.com
Wie bereits erwähnt, ist es enorm wichtig, dass ein Herzinfarkt schnell behandelt wird. Deshalb ist es wichtig, dass Sie die Signale des Körpers richtig deuten, um einen Herzinfarkt frühzeitig zu erkennen. Für die meisten von uns ist ein stechender Schmerz in der Herzgegend, der in den linken Arm ausstrahlt, ein sicheres Indiz für einen Herzinfarkt. Allerdings sind die Symptome nicht immer ganz so deutlich und unterscheiden sich deutlich zwischen Männern und Frauen. Die Folgende Tabelle stellt die Symptome für Sie einmal gegenüber:

mögliche Symptome bei Männern

• brennender Schmerz unter dem Brustbein
• Rückenschmerzen
• Schmerzen können in die Oberarme oder in den Kiefer ausstrahlen
• Atemnot
Schwindel
• Bewusslosigkeit
• Engegefühl in der Brust
• Todesangst

mögliche Symptome bei Frauen

• Druckgefühl im Oberbauch
• Übelkeit
• Erbrechen
• Atemnot
• Rückenschmerzen

Tipp: Aspirin enthält Blutverdünner und kann bei Verdacht auf einen Herzinfarkt eingenommen werden.

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